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Konzertbericht

Bands
The Busters

Locations
Musikbunker



Datum: 10.02.2010

Ska, Ska, Ska

The Busters stellen neues Album in Aachen vor

Aachen (m2w)    ein Bericht von Sven Droste

10.02.2010, The Busters spielen im Musikbunker in Aachen.

Bilder zum Konzert
Homepage von The Busters


Den Bunker kann man sich so vorstellen wie es sich anhört. Ein großer grauer Betonklotz, der etwas befremdlich neben der kleinen Burg Frankenberg wirkt. Man geht ein paar Stufen hoch und dann eine Treppe hinunter, die durch eine meterdicke durchbrochene Betondecke in den ehemaligen Bunker führt, einen ewig langen Gang entlang und kommt am Ende zum "Konzertsaal". Relativ klein, verwinkelt, niedrige Decke und eine kniehohe Bühne, so vermittelt der Raum einen eher seltsam bedrückenden Charme.

Gut 200 Ska-Begeisterte haben sich an diesem Mittwochabend durch die Schneemassen gekämpft um sich das neue Album der deutschen Ska-Pioniere präsentieren zu lassen. Der Saal ist nicht voll aber schon gut gefüllt und gegen 21.25 bahnten sich dann die 10 Busters ihren Weg von der Garderobe, die auf der gegenüberliegenden Seite von der Bühne liegt, durch die Menge zur Bühne. 10 Mann auf dieser Bühne, das ist eng.

Direkt zu Anfang gibt es mit WE DO IT und WAKING THE DEAD 2 Stücke vom neuen Album. Danach wechselten sich neue und alte Songs munter ab.
Dass die Busters eine Band zum Anfassen sind, beweist Ron Marsman, der immer wieder Kontakt zum Publikum sucht und irgendwann ganz in der Menge verschwindet um eine Rund zu kuscheln. Auch Robert Göhring und Mathias Demmer nutzen die niedrige Bühne immer wieder um Schabernack mit den Fans zu treiben oder die Mädels anzuflirten.
Vor der Bühne wird begeistert mitgesungen und ausgelassen getanzt. Zum Stagediving und Crowdsurfen müssen die Leute hier im Bunker schon auf die Monitorboxen steigen, dann nach oben springen um sich auf Händen tragen zu lassen und dabei aufpassen nicht die Scheinwerfer runter zu hauen.

Ungefähr 30 Songs stehen auf der Playlist und neben den neuen Stücken bilden Coverversionen wie WISH YOU WHERE HERE von Pink Floyd, der Busters-Klassiker NO RISK NO FUN und das vielfach lautstark gewünschte SUMMERTIME Glanzpunkte des Konzertes.
Bei der Menge an Liedern war für jeden der Jungs Platz sich solistisch zu präsentieren. Nach NO RISK NO FUN ziehen sich die 10 kurz von der Bühne zurück um nach nur kurzer Pause von den Rufen nach Mehr angespornt wieder zurück zu kommen.

Als Zugabe gab es dann endlich den schon den ganzen Abend geforderten Song MICKY MOUSE und DEAD OR ALIVE. Den Abschluss bildete dann noch ein Coversong. Der Boney M. Klassiker BY THE RIVERS OF BABYLON verklingt und die Busters verlassen die Bühne. Fast alle nehmen den Fußweg durch die Menge. Alex Lützke und Stephan Keller lassen sich jedoch vom Crowdsurf-Express auf Händen durch den Raum tragen.

Seit dem ersten Lied sind zwei Stunden vergangen und die Zuhörer verlassen erschöpft aber zufrieden den Bunker. Die Busters haben ganze Arbeit geleistet und eine super Show geboten.