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Konzertbericht

Bands
Editors
The Maccabees
Wintersleep

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 20.11.2009

Live bei den Editors

Editors begeistern den Ringlokschuppen

Bielefeld (m2w)    ein Bericht von Vanessa Vinnemeier

Vor zwei Wochen spielten die Editors im Ringlokschuppen Bielefeld. Im Vorprogramm begleiteten sie Wintersleep und die Maccabees.

Bilder vom Konzert
Homepage der Editors
Homepage von The Maccabees
Homepage von Wintersleep


Den heutigen Abend eröffnen Wintersleep aus Kanada. Sänger und Gitarrist Paul Murphy und seine Bandkollegen läuten um 19.40 Uhr ihr Set ein und bemühen sich, dass Bielefelder Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Die große Halle im Ringlokschuppen ist dabei zwar schon recht gut gefüllt, doch zunächst zeigt sich das Publikum ehr von seiner schüchternen Seite und lauscht den Klängen der Musik aus der Ferne. Das ist aber alles vollkommen zu unrecht. Im Jahr 2002 gegründet und mit mittlerweile drei veröffentlichten Alben sowie ausreichend Erfahrung auf der Bühne schafft es die Band zumindest zum großen Teil den Funken überspringen zu lassen. Die Bielefelder gehen näher an die Bühne heran und lauschen fasziniert dem Gesang von Paul Murphy der stimmlich stellenweise sehr an den Sänger von The River Phoenix erinnert. Nach 30 Minuten ist ihr Set dann leider bereits vorbei und es folgt die Umbaupause für The Maccabees.

Nach Wintersleep folgten dann die Maccabees, eine fünfköpfige Band die genau wie die Editors aus England kommen. Mit gut gemachtem Indie-Rock präsentieren sich die Brightoner auf der Bühne und nutzen das gut gelaunte Publikum, um auch vor den Editors schon gute Laune zu verbreiten. Die Maccabees, die dieses Jahr ihr zweites Album “Wall of Arms” veröffentlichten, werden in Musikkenner-Kreisen schon lange als neuer Erfolg gehandelt, spielten sogar schon als Support für die Arctic Monkeys oder zusammen mit Wolfmother.

Gegen halb zehn startete das Set der Editors mit dem Song “In this Light and On this Evening”, welcher auch Namensgeber des aktuellen Albums ist. Chris Urbanowicz an der Gitarre, Russell Leetch am Bass, Ed Lay am Schlagzeug und Tom Smith, Sänger der Band nahmen die Bühne für sich ein und der unverwechselbare Sound der Editors inklusiver der unverwechselbaren Stimme des Tom Smith lagen in der Luft. Auf den Opener folgte sofort “An End has a Start”; das Publikum ließ sich von der ersten Sekunde an auf die Seite der Editors ziehen und folgte Tom Smith mit den Augen auf Schritt und Tritt.

Es folgte eine ausgewogene Mischung an Songs aus allen drei Alben, wie zum Beispiel “Bullets”, “Bones”, “The Boxer”, “Blood”, “Escape the nest”, “You are fading”, “Smokers outside tue Hospital Doors” und “Bricks & Mortar”. Das Set umfasste fast 75 Minuten, bis die Editors das erste mal die Bühne verließen, um dann aber kurze Zeit später zurück zu kommen und die Zugabe zu spielen. Hier folgten noch einmal vier Songs, die das Set komplett machten: “Walk tue Fleet Road”, “Munich”, der neue Song “Papillion” durfte natürlich auch nicht fehlen; und als letztes erklangen die Töne von “Fingers in tue Factories”, bis die Lichter erloschen, die vier Jungs die Bühne verließen und das Publikum euphorisch klatschte und schrie.

Die Editors zeigten Bielefeld, dass sie noch immer oder gerade nach der Veröffentlichung des dritten Albums eine der Besten Livebands sind, die die Musikindustrie momentan zu bieten hat. Die Stimme eines Tom Smith ist so ergreifend, dass man durchgängige Gänsehaut verspürte. Dazu die Gitarren- und Bassklänge, die einem einen riesen Klos im Hals verschafften. Und die Lichtshow, die dem Ganzen noch die Krone aufsetzte. Sehr, sehr gelungen, liebe Editors!