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Konzertbericht

Bands
Ghost Brigade
Paradise Lost
Samael

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 18.11.2009

Live bei Paradise Lost

Paradise Lost im Ringlokschuppen in Bielefeld

Bielefeld (jki)    ein Bericht von Marit Koch

Als Paradise Lost gegen 22 Uhr die Bühne betraten, ist das Publikum bereits gut auf das folgende Programm eingestimmt.

Bilder zum Konzert
Homepage von Paradise Lost
Homepage von Ghost Brigade
Homepage von Samael


Die noch sehr verhaltene Begeisterung bei der aus Finnland stammenden ersten Vorgruppe „Ghost Brigade“, die ihre musikalische Bandbreite durch Elemente des Pop, Rock und Metal offerieren und somit, fernab von jeglichen Konventionen, klingen wie Opeth in ihren frühen Jahren, wirkten in Abgrenzung zu Samael und Paradise Lost ein wenig deplatziert.
Die schweizer Band Samael, die als zweite Vorgruppe dem Publikum ordentlich einheizte, begeisterte mit einem Mix aus älteren und Songs ihres 2009 erschienenen Albums „Above“. Der schnelle Black Metal der Band stellte also eine ziemlich gute Vorbereitung auf das, was danach noch kommen sollte, da.
Nach einer halbstündigen Umbauphase betraten nun also Paradise Lost die Bühne. Nick Holmes und Co legten mit „The Rise of Denial“ einen eher verhaltenen Start hin – sie sollten sich im Laufe des Konzertes aber noch steigern. Spätestens bei „As I Die“ waren auch die letzten Kritiker überzeugt und niemand stand mehr still. Gitarrist Aaron Aedy verbrauchte ein Handtuch nach dem anderen und der kleine Saal im Ringlokschuppen erhitzte sich auf gefühlte 50°C.
Der gewohnte Gothic Metal der Band lies das Publikum zu einer bebenden schwarzen Masse verschmelzen und auch die Musiker selbst ließen sich den Verlust ihres Lead Gitarristen Greg Mackintosh, der wegen einer Erkrankung seines Vaters die Tour nicht begleiten konnte, nicht anmerken. Für Mackintosh eingesprungen ist der Gitarrentechniker und Keyboarder von Terrorvision, Milly Evan.
Nach einer sehr guten Stunde Spielzeit endete das Konzert mit „Say just Words“ und in die Nacht hinaus wurde ein Publikum, nicht nur mit Worten, sondern auch mit der Erinnerung an einen explosiven, intensiven und mitreißenden Abend, entlassen.