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Konzertbericht

Bands
Auletta
Jet

Locations
Docks



Datum: 22.09.2009

Live bei Jet

Jet waren auf Tour und gaben Konzert im Docks

Hamburg (m2w)    ein Bericht von Christopher Masch

Am 22. September gaben die Jungs aus Australien nach langer Zeit wieder ein Konzert im Norden, genauer gesagt im Hamburger Docks.

Bilder zum Konzert
Homepage von Jet
Homepage von Auletta


Bepackt mit dem neuen Album „Shaka Rock“ startet Jet ordentlich durch oder doch nicht?!
Zumindest sah es kurz vor Beginn des Konzertes nicht so aus, denn es war verhältnismäßig leer vor der Bühne und es machte nicht den Anschein dass es noch wesentlich mehr werden würde. Vielleicht lag es daran, das seit Ihrem absoluten Hammerhit „Are you gonna be my girl“, den fast jeder durch die Vodafone-Werbung kennt, etwas ruhiger um die Band wurde.
Zwar gab es immer mal wieder kleinere Probleme innerhalb der Band und die damit entstandenen Pausen aber jetzt sind sie wieder auf dem besten Wege nach oben, wie sich später zeigen sollte!

Den Start machten jedoch die Mainzer Vorband Auletta, die in der deutschen Musikszene immer größeren Anklang finden und dies vor allem berechtigt in „Meine Stadt“ zeigten. Der Musikstil erinnert einen stark an Mando Diao und The Kooks. Einziger Unterschied, die Texte sind auf Deutsch! Trotzdem rockten die Mainzer Jungs die Bühne und konnten das Publikum schon ordentlich aufheizen und zum mitmachen animieren. Nach einem kurzen Auftritt von ca. 20min verließen sie wieder die Bühne und bauten ihre Sachen ab.

Kurz nach 21Uhr und mit einem doch noch einigermaßen gut gefüllten Docks erklang das Lied „Auf Der Reeperbahn Nachts Um Halb Eins“, worauf anschließend die Truppe von Jet recht entspannt und lässig auf die dunkle, verrauchte Bühne traten. Nach einer kurzen freundlichen Begrüßung ging es sofort los mit „Get what you need“ und „She´s a genius“.

Die Band präsentierte einen ausgewogenen Querschnitt ihres Gesamtwerks mit weiteren Songs vom Album “Shine on”. Nic Cester und Cameron Muncey trennten sich abwechselnd von ihren elektrischen Gitarren und griffen auch zur akustischen Variante. Früh erklang das durch Pianist eingeleitete “Look what you’ve done” an dessen Ende bereits zu sehen war was als nächsten kam, denn Cester griff bereits zum Tambourin und ließ erahnen, welches Stück nun folgen sollte.
In den vordersten Reihen schrieen einige Leute den Namen der Band aus voller Kehle und selbst verständlich kam Jubel auf, als Bassist Mark Willson mittels des unverwechselbaren Riffs von “Are you gonna be my girl” ertönen ließ. Ein kurz geschriehenes “yeah” und die komplette Masse setzte sich in Bewegung.

Im Anschluss folgte “Take it or leave”, ein Song mit donnerndem Schlagzeug, schreienden Gitarren und Sängern, eingestreutem Piano sowie einem groovenden Bass, ließ die Füße weiter zucken.
Nach einer Stunde verabschiedet sich das Quintett, wie zu Beginn äußerst höflich. Anstatt toten Stille oder lauter Zugabe-Rufen, konnte man Jet untereinander reden hören. Anscheinend hatte jemand vergessen die Mikrofone abzustellen!

Selbstverständlich kehrten die fünf Herren wie bei jedem Konzert nochmal zurück, um noch drei weitere Songs zu präsentieren. Bei “Put your money where your mout” sang Schlagzeuger Chris Cester dermaßen inbrünstig, dass schon allein dieses Stück den Abend im Docks zusammen mit “Are you gonna be my girl“ rechtfertigte. Darüber hinaus gab es noch einen Song aus dem breiten “Get Born”-Repertoire: “Get me outta here”. Dieser sollte eigentlich auch den Schlusspunkt setzen, da die Band jedoch so von der herrschenden Atmosphäre überwältigt war, entschlossen sie sich spontan mit “Times Like This” von “Shaka Rock” letztendlich sich zu verabschieden.

Fazit: Die Jet-Jungs präsentierten Garagenrock vom feinsten und ließen die dort Anwesenden zeigen, dass sie nie eine andere Bestimmung gehabt haben als Musik. Man darf gespannt sein, was noch kommt. Gewiss ist aber das sie sich nicht hinter “Are you gonna be my girl“ verstecken brauchen!