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Konzertbericht

Bands
Clueso
Die Fantastischen Vier
Mama's Gun

Locations
Canstatter Wasen



Datum: 25.07.2009

Hip Hopper feiern 20-jähriges

Jubiläumskonzert der Fantastischen 4

Stuttgart (m2w)    ein Bericht von Andre Wirsching

Passend zu ihrem 20-jährigen Jubiläum liefern die Fantastischen 4 sich in Stuttgart am Canstatter Wasen dieses Wochenende ein "Heimspiel" sondergleichen. Von 17:15 bis ca. 23:00 herrschte dort ausgelassene und friedliche Partystimmung vor. Mit rund 60.000 Besuchern gehört dieses Konzert wohl auch zu den größten der Umgebung. Unter den Fans war alles vertreten, von ganz jungen Kids bis hin zu der etwas älteren Generation, und jedem wurde geboten was er verdient. Als einziges Manko der Veranstaltung muss dann die schlechte Organisation der Stuttgarter Hofbräu Getränkestände anprangern, denn diese konnten nur knapp 0,3 Kunden pro Minute bedienen, womit Sie dem Andrang auf keinen Fall gerecht werden konnten.

Foto: diefantastischenvier.de

Homepage von Die Fantastischen 4
Homepage von Clueso
Homepage von Mama's Gun


Die erste Band war Mama's Gun, eine noch recht unbekannte aber dennoch mitreißende Band, welche sich hervorragend zum anheizen des Publikums eignete. Der Frontmann war äußerst enthusiastisch und mit seinem sehr abwechslungsreichen Gesang gewann er die Zuhörer für sich.
Interessant war besonders die Stimme vom "Professor", so nannte sich der Bassist, welche unglaublich tief war und spielerisch in die Tracks mit eingebaut wurde.
Höhepunkt des Auftrittes von Mama's Gun war zweifellos ihre Performance von "Die Da", welche recht gut gelang, obwohl sie an sich kein deutsch sprechen.

Nach einer kurzem Umbaupause trat Christoph Sonntag auf die Bühne, ein berühmter Kabarettist und Comedian vom SWR, der insbesondere durch seinen ur-schwäbischen Dialekt besticht.
Er begann sein Programm mit einigen Anekdoten zur Bankenkrise, welche aus aktuellem Anlass selbstverständlich gut ankamen. Anschließend fuhr er mit Polithumor fort, insbesondere verhöhnte er dabei den bayrischen Politiker Edmund "Ede" Stoiber. Zur Abrundung seines Auftrittes erzählte er noch ein paar Jugendschmankerl und verglich diese mit den heutigen "Zuständen". Alles in allem war es ein äußerst gelungener Auftritt der eindeutig für Stimmung und gute Laune sorgte.

Erster wirklicher Höhepunkt des Abends war dann der Auftritt von Clueso. Der junge und zugleich erfahrene Musiker spielte 10 seiner erfolgreichsten Lieder aus der jüngsten Vergangenheit, unter anderem "Keinen Zentimeter", "So sehr dabei", und "Chicago". Zusammen mit seiner Band spielte er alles von ruhiger Tanzmusik bis hin zu Disco und Partytracks. Gegen Ende überraschte er die Zuhörer noch mit einem kleinem Freestyle, gefolgt von einer Beat-Box zu ehren des Fanta 4 Jubiläums.

Um 20:15 war es dann endlich soweit. Auf allen 4 Großleinwänden konnte man den Weg von Smudo, Thomas D., Michael und Andreas auf die Bühne verfolgen. Begleitet von tosendem Applaus begannen sie ihren Jubiläumsauftritt mit "Was Geht". Unterstützt wurden Sie dabei von einem großen Orchester und einem 6 Personen starken Gesangschor. Eine gewohnt abwechslungsreiche, sowie auch beeindruckende Bühnenshow wurde selbstverständlich auch geboten, diese ging von gewagten und beachtlichen Dance-Moves von Smudo und Thomas D., über Spielereien an den Drums mit allen möglichen Instrumenten, einer großartigen Lightshow, jede Menge von lustigen Einlagen bis hin zu Feuer und Silberregen am Ende. Michael Beck gab sich mal wieder die Ehre und griff selbst zur Gitarre, obwohl er laut Smudo der schlechteste Spieler an dieser sei. Smudo legte sich einen praktischen BH mit dem Fanta 4 Zeichen an und Thomas spielte mit einer Kettensäge zu den Songs. Relativ früh bereits bot Thomas D. eine sehr sehr gute Performance zu dem Song "Krieger", wobei er komplett von grünem Schein umhüllt war und und lebhaft zum Gesang gestikulierte. Anstatt zwischendurch eine Pause einzulegen haben die Fantastischen 4 lieber auf ein paar ruhigere Lieder gewechselt, um den Zuhörern ihr Bestes zu geben. Natürlich wurden auch die alten Klassiker gespielt, wie zum Beispiel "MFG" und "Lass Die Sonne Rein". Kurz vor dem Ende fielen leider die Boxen aus, doch auch dieses Problem wurde sehr schnell behoben, sodass sie den Auftritt mit "Troy" grandios beendet haben. Wie nicht anders zu erwarten folgten noch zwei Zugaben, in denen Lieder wie "Die Da", "Tag Am Meer" und "Einfach Sein" gespielt wurden. Der wirkliche Abschluss im Anzug gespielt war "Ernten Was Wir Säen". Smudo genoss noch einmal kurz das Crowdsurfen und die Schnüre mit dem Silberregen platzten über den Zuschauern. Nach 2,75 Stunden nonstop Party musste leider auch diese zu Ende gehen, allerdings war der Auftritt fantastisch, wie es den Fanta 4 gebührt. Definitiv handelte es sich um ein Heimspiel sondergleichen, und keiner der 60.000 Fans war umsonst da.