Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
Sometree
Sweethead

Locations
Mitsubishi Electric Halle



Datum: 30.05.2009

Live in Concert mit Snow Patrol

Snow Patrol has played your favourite songs

Düsseldorf (m2w)    ein Bericht von Frederieke Müller

Take Back The Cities, now Düsseldorf. So startete die Leinwandshow von Snow Patrol, wirklich hervorragend.
Aber erst hieß es Geduld an den Tag zu legen. Denn das wirklich über alle Altersklassen verteilt erschienene Publikum erlebte zuvor zwei Vorbands.

Bilder zum Konzert
Homepage von Snow Patrol
Homepage von Sometree
Homepage von Sweethead


Die Erste aus Los Angeles, Sweethead. Eine, vom Aussehen her als Anfang 40 einzustufende, Frau als Sängerin, die in knappen weißen Shorts und dazu einem knapp angepasstem weißen Blazer auf der Bühne stand, und dazu noch 3 männliche Bandmitglieder. Überzeugen konnte die erste Vorband nicht, was auch nicht Queens of the Stone Age-Gitarrist Troy van Leeuwen heraus reißen konnte. Nun weiß man nicht, ob es an der Stimme der Sängerin (Tina Turner auf billig), oder ob es an dem Outfit lag. Einziges Highlight, als Nathan Connolly (Snow Patrol) bei einem Lied mitspielte.
Hingegen mehr überzeugen konnte die zweite Vorband aus Deutschland, Sometree. Obwohl sie sehr ruhig waren, war gerade dies auch ihre Stärke. In eher minimalistisch gehaltenen Liedern entfaltete sich die volle musikalische Begabung der Bandmitglieder.

Wie gesagt warteten nun alle gespannt auf Snow Patrol, und ganz ehrlich, es konnte nur besser werden. Und es wurde sogar unbeschreiblich gut, Gary Lightbody und Co überzeugten auf ganzer Linie. Es war atemberaubend schön und da wurden auch ganz schnell die Vorbands verziehen.
Als Opener diente „If There's a Rocket, Tie Me To It“, vom neuen Album.
Ebenso spielten sie: „Chocolate“, natürlich der Klassiker, „Hands Open“, wobei es das Publikum wirklich wörtlich nahm und die Hände gen Hallendecke streckte, „How To Be Dead“, „The Golden Floor“, „You Could Be Happy“, und solo von Gary Lightbody ein sehr schönes altes Lied „An Olive Grove Facing the Sea“, welches er auf Wunsch von Fans spielte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit seiner Gitarre, er beschimpfte sie richtig, verzauberte er das Lied auf seine Weise, echtes Gefühl geschmückt mit Gänsehaut.
Natürlich durfte aber auch „Run“ nicht fehlen und erst dort wurde wieder bewusst wie schön doch die Originale sind, da kommt niemals eine Leona Lewis ran.
Ein weiteres älteres Stück „Somewhere A Clock Is Ticking“ gefolgt vom Erfolgsalbum „Make This Go On Forever“.
Aus „Shut Your Eyes“ wurde eine klasse Audience Participation, wobei leider nicht jeder leise mitsingen konnte und es einige Zeit dauerte bis Gary zufrieden war, denn wie er meinte wurde das Konzert aufgezeichnet und es musste perfekt sein (Dürfen wir gespannt auf eine Live DVD sein?).
Natürlich durfte auch „Chasing Cars“ nicht fehlen und so sah man einige Handys, die die Konzertstimmung mit anderen teilen wollten, die nicht dabei waren.
Vom neuen Album war bislang wenig dabei, aber das änderte sich schnell und so kamen „Crack The Shutters“ und „Take Back The City“.
Als letztes Lied vor der Zugabe kam „Open Your Eyes“ grandios mit dem offiziellen Video der Autofahrt durch Paris auf der Leinwand.

Nach einigen Minuten des Klatschens und Zugaberufens, erschien auf der Leinwand eine kleine Geschichte: „Eines Abends, während eines Gewitters letzten Winter in Glasgow, haben wir drei Songs geschrieben, als wir an unserem neuen Album 'A Hundred Milion Suns' gearbeitet haben. Wir beschlossen diese drei Songs zusammenzufassen und ihnen einen Namen zu geben. Meine Damen und Herren.... The Lightning Strike.“. Auf der Leinwand sah man ein sehr schönes Video, gestartet mit einem Blick auf das, was wohl als Universum durch geht, ging die Kamera immer näher ran. Man konnte Galaxien erkennen und nicht lange danach unser Sonnensystem. Ein Kameraschwenk auf die Sonne und es ging weiter zur Erde, in der man sich auf der Leinwand dann auf ein Snow Patrol-Konzert begeben konnte. Bevor das Video und auch das Ende von „The Lightning Strike“, welches sich auf dem Album „A Hundred Million Suns“ ganz zum Schluss befindet, kam, durfte sich der Konzertbesucher nochmal auf eine Reise in die Ozeane begeben.
Den markanten Schlusspunkt eines sagenhaften Konzertes markierte ihr Hit „You're All I Have“.

Eine sehr schöne Setlist, eine sehr schöne Band und ein sehr schönes Konzert. Sicherlich wird es für viele nicht das letzte Snow Patrol Konzert sein. Wie gut, dass sie Vorband der Deutschlandkonzerte von U2 sind.