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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Dover
The Blood Arm
The Whip

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 05.02.2009

Die Jägermeister Rock:Liga

Haltestation Ringlokschuppen

Bielefeld (bf)    ACHTUNG: Da sind wir wohl einer falschen Information aufgesessen. Nicht Dover, sondern The Blood Arm fahren nach Berlin. Bad Oeynhausen, der 10. Februar 2009

Mittlerweile geht die Jägermeister Rock:Liga in die 5. Runde, das Prinzip ist denkbar einfach.
Diverse Bands werden in Gruppen eingeteilt, diese Gruppen bespielen unterschiedliche Städte, es gibt jeweils einen Städtesieger, daraus ergibt sich auch der Gruppensieger. Und die jeweiligen Gruppensieger treten dann im Finale in Berlin gegeneinander an. Zur Gruppe C gehören Dover, The Blood Arm und The Whip. Gespielt wird unter anderem in der kleinen Halle des Bielefelder Ringlokschuppen. Stadionsprecher ist übrigens Axel Bosse, der dem ein oder anderen vielleicht als Sänger der Band Bosse bekannt sein könnte. Er war übrigens vor gar nicht so langer Zeit im Ringlokschuppen, als Bosse Support von Madsen waren.

Foto: Sex Sells - Dover auf der Bühne

Homepage der Jägermeister Rock:Liga
Homepage von The Whip
Homepage von Dover
Homepage von The Blood Arm


The Blood Arm haben das schwere Los gezogen als erste Band auf die Bühne zu gehen. Doch gerade diese Tatsache scheint die Band noch mehr zu motivieren und anzuspornen, wirklich alles zu geben. Was The Blood Arm zeigen, ist definitiv die beste Bühnenperformance an diesem Abend. Stilecht mit einem Jägermeister Handtuch über dem Gesicht betritt der Sänger Nathaniel Fregoso und seine Bandkollegen die Bühne. Was dann folgt ist schier unglaublich. So zeigt Fregoso sportliche Höchstleistungen, indem er einen Spagat zwischen Bühne und Wellenbrecher oder seinen Elvis-mäßigen Hüftschwung präsentiert. Außerdem ist er überall, nur nicht auf der Bühne zu finden. So wandert er durch das Publikum und auf den Theken herum und klettert auf Boxentürme. Als das Lied „Angela“ angekündigt wird, werden 50 Feuerzeuge im Publikum verteilt und ein Sitzkreis gebildet. In der Mitte platziert sich der Sänger und performt das Lied. Über Ideenlosigkeit bezüglich der Bühnenperformance kann man bei The Blood Arm nun wirklich nichts sagen. Ständig gibt es etwas neues zu sehen und es entsteht eine 1A Publikumsinteraktion. Immer wieder wird das Publikum direkt mit einbezogen, z.B. indem gefragt wird, welche Besucherinnen Single sind. Als sich nur ein Mädchen meldet, sagt er, dass es sein schlimster Alptraum sei, vor einem Publikum mit nur einem weiblichen Single zu spielen. Dafür hat er es aber verdammt gut gemacht. An zwei Stellen im Set, dürfen ein paar Leute mit auf die Bühne und zur Musik tanzen. So kommt immer wieder aufs neue Stimmung auf.

Als zweite Band betritt Dover aus Spanien die Bühne. Leider sind sie nicht so kreativ was die Bühnenperformance angeht. Es scheint eher das „Sex Sells“ Prinzip zu gelten. Mit anderen Worten: Eine hübsche Frontfrau im Kleidchen und dann wird man die Gunst des (männlichen) Publikums schon gewinnen können. Grundsätzlich sieht man schon einige Dover T-Shirts im Publikum, sie haben schon einige Fans vor Ort. Die Fans stört es dann vielleicht auch nicht, dass alle deutschen Ansagen von einem Zettel abgelesen werden. Dadurch wirkt es eben sehr einstudiert und wenig, bis gar nicht, flexibel.
Musikalisch zeigt Dover aber eine solide Leistung.

Als letzte Band des Abends betritt The Whip die Bühne. The Whip kommen aus England und bieten einen sehr guten Auftritt. Ihre elektronische Musik verleitet das Publikum zu ausgelassenen Tanzeinlagen. Hier in Bielefeld präsentieren sie die Lieder ihres Debütalbums „X Marks Destination“ nun live inklusive ihrer Hitsingle „Trash“. Live kommen die Lieder sehr gut rüber, so dass am Ende des Auftrittes eine kleine Menschenschlange am Merchandise Stand zu sehen ist.

Nachdem The Whip ihren Auftritt beendet haben, kommt ein letzte Mal Axel Bosse auf die Bühne, um die alles entscheidende Frage dem Publikum zu stellen. Mit seinem „Applaus-O-Meter“ bewaffnet, befragt er das Publikum zu den einzelnen Bands. Und zur großen Überraschung, haben nicht die Dover Fans am lautesten geklatscht, sondern bei The Whip misst das Applaus-O-Meter den meisten, also lautesten, Applaus. Sehr schön für The Whip aber auch schade für The Blood Arm, die wirklich mit großem Abstand die beste Bühnenperformance geboten haben!