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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Perrecy
Tomte

Locations
Zakk



Datum: 18.12.2008

Live in Concert

Was den Himmel erhellt…

Düsseldorf (lb)    …das wohl beste Tomte-Konzert der Welt.

Bilder zum Konzert
Homepage von Tomte
Perrecy bei MySpace


Am Donnerstagabend war es endlich soweit. Die neubesetzten Tomte begaben sich vom Norden der Welt fast bis zum Süden des Landes um den sich geehrt fühlenden Düsseldorfern einen schönen Jahresausgang zu bescheren. Und während ganz Düsseldorf im Nieselregen erfror ging im Zakk die Sonne auf.
Zunächst beschenkte Thees Uhlmann sich und seine Zuschauer mit der Vorband „Perrecy“. Uhlmann kündigte seine Lieblingsvorband sogar selbst an, mit den Worten „Und weil ich Weihnachten hasse - also ihr dürft es natürlich super finden – aber weil ich Weihnachten hasse, habe ich mir dieses Jahr etwas geschenkt…“. Und auf die Bühne stolzierte eine Band, die ein wenig an Morrissey mit Ukulele erinnerte und heizte dem Publikum u.a. mit dem The Smiths Cover „Da ist ein Licht, das niemals erlischt“ und anderen Songs, die dem geübten Indiehörer durchaus bekannt vorkommen sollten, ein. Textlich war das Dargebotene jedoch etwas zweifelhaft. So ließ sich vermuten, dass es sich bei dieser seriös in Anzug und Krawatte auf der Bühne erscheinenden Band, doch eher um eine Parodie auf die Interpreten der auf deutsch gecoverten Songs handle. Allerdings schienen diese ihre Songs in keinerlei Weise nicht ernst zu nehmen. Doch egal, Vorfreude ist die größte Freude und so stieg die Stimmung brav bis zum lang ersehnten Hauptakt.
Nach einem recht zügigen Umbau, den das Publikum ungeduldig verfolgte, kam endlich der große Auftritt der lang ersehnten „Wichtel“ (zu Finnisch „Tomte“). Und wie so oft befanden sich die Zuhörer innerhalb kürzester Zeit im Bann von Sänger Thees Uhlmann und seinen Worten. Dabei hatte dieser zu Beginn alles andere im Sinn als sich das Publikum zum Freund zu machen. „Meine Devise: Erstens – Sich das Publikum zum Feind machen. Zweitens – Es eine zeitlang in Sicherheit wiegen. Drittens – Die Leute abholen, so dass es richtig kracht und dann schweben die alle wie in so ein Nerzmäntelchen gehüllt nach Hause“, so der Frontwichtel. Doch er konnte tun was er wollte, kein Feind in Sichtweite. Bei dem Spruch „Jetzt gerade habe ich vielleicht noch zehn Freunde in diesem Raum. Nach dem folgenden Satz sind es nur noch zwei: Die neue Killers Platte ist das großartigste, was es gibt. Dankeschön“ pflichtete ihm sogar die gesamte Menge jubelnd bei. Thees Uhlmann hat halt immer Recht. Sogar Sprüche wie „Uhlo, hör auf zu quatschen, sing lieber“, wie man sie so oft auf Tomtekonzerten gehört hat, blieben aus. Die Pelzstadt liebt Tomte. Ganz klar. Und so sang jeder alles mit, von den Anfangshits wie „Korn und Sprite“ über „Du bist den ganzen Weg gerannt“ und „Ich sang die ganze Zeit von dir“ bis hin zu sämtlichen Songs des neuen Albums „Heureka“.
Mit dem Titelsong des Albums entließen Tomte ihre Fans nach knapp eineinhalb Stunden Konzert und zwei Zugaben wieder auf den harten Boden des Alltags, jedoch in den Nerzmantel der Worte „Und denkt dran: Nächstes Jahr kann uns allen hier keiner irgendwas“ gehüllt, damit sie nicht ganz so tief fallen. Das Publikum sagt: „Danke Thees und komm bald wieder.“