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Allgemein
Konzertbericht

Bands
15 Minutes of Fame
Alex Amsterdam
Filipps Firma

Locations
Elfenbein



Datum: 20.10.2007

Open Beats presents

Nachtrag zur Acoustic Emo Pop Night

Herford (ml)    Am Samstag ging die von OpenBeats ausgerichtete Acoustic Emo Pop Night im Elfenbein über die Bühne. Gespielt haben 15 Minutes of Fame, Alex Amsterdam und Filipps Firma vor ca. 70 Konzertbesuchern.

Bilder vom Konzert
Homepage von 15 Minutes of Fame
Homepage von Alex Amsterdam
Homepage von Filipps Firma
15 Minutes of Fame bei OpenBeats
Alex Amsterdam bei OpenBeats
Filipps Firma bei OpenBeats


Auch wenn der Stress anfangs hoch war, weil von 15 Minutes of Fame der Drummer im Stau steckte und das Elfenbein zum angekündigten Konzertbeginn noch sehr leer war, hat sich dies schnell gelegt. Die Band konnte fast rechtzeitig zu einem gute besuchten Konzert auf die Bühne gehen und ihr Set spielen. Ihre Musik ist ein Mix verschiedenster Stilrichtungen. So ist in fester Besetzung ein Saxophonist mit dabei, der ihrer Musik den nötigen Jazz einhaucht. Auch der Blues kommt nicht zu kurz. Genügend poppige, moderne und rockige Elemente lassen sich auch wieder finden. Mit einem Cover von John Waits ließ sich das Set abrunden, welches speziell im Elfenbein sehr atmosphärisch daher kam.
Über Alex Amsterdam muss man hier eigentlich nicht mehr viel schreiben. Wer aufmerksam die jüngere Berichterstattung verfolgt hat, hat dort schon einige Artikel über seine Musik gelesen. Ist ja auch kein Wunder, immerhin hat er mit der bekanntesten Combo Bad Oeynhausens Musik gemacht. Da an dem Abend drei Bands spielen sollten, hat er sein Standardset, welches er zum Beispiel noch in der Druckerei gespielt hat, nicht vollständig durchgezogen, sondern konzentriert sich unter anderem auf die besten Stücke seines alten Albums und auf Lieder, die dort noch nicht zu finden sind. Zudem hat Alex noch ein neues Album angekündigt oder zumindest dadurch angedeutet, dass er sagte, er werde demnächst ins Studio gehen. Wir wünschen da viel Erfolg und sind gespannt auf die Ergebnisse.
Filipps Firma, die Headliner des Abends haben den Begriff Acoustic fast verkörpert. Sitzend auf Stühlen, wie es sich gehört, haben sie ihre Unpluggedsession gespielt. Da man standardmäßig keinen Bassisten dabei hatte, ist auch ein Unpluggedset nicht das Problem. Einer links mit der Gitarre, einer rechts mit der Gitarre, in der Mitte ein Keyboarder, vorne auf der Bühne ein Kasten aus dem das Drumset auf Knopfdruck raus kommt und unter den Füßen der beiden Gitarristen Basssimulatoren. Dennoch klang der Sound keineswegs künstlich oder nach Synthesizern. Der Klang war sehr authentisch. Dies hat speziell "Sharks" bewiesen, welches den ersten Singleauszug ihres kommenden Albums bilden soll. Zum Abschluss des Sets hat man dann auch noch "Chasing Cars" von Snow Patrol zum besten gegeben, welches nicht bloß ein Abklatsch des Originals ist, sondern gerade mit dem Akkustik-Instrumentarium und der nicht standardmäßigen Bandbesetzung eine ganz eigene Qualität aufgebaut hat. Und obwohl normalerweise die Regel gilt, ein Cover ist nicht so gut, wie das Original, gibt es von dieser auch Ausnahmen. Hier wäre eine. Die Coverversion ist zwar nicht besser als das, ohnehin schon sehr gute Original, hat aber durch die Idee, die dahinter steckt und umgesetzt wurde, etwas ganz eigenes Gutes.
Es war ein besinnlich poppiger Abend. Dies lag nicht zuletzt daran, dass Tische und Stühle aufgebaut waren, sondern vor allen Dingen auch an der Musik. Hier war mit Sicherheit für jeden Mainstream-Hörer etwas dabei, die Indie- und Britpopliebhaber kamen ohnehin auf ihre Kosten.