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Konzertbericht

Bands
Genesis

Locations
HDI Arena



Datum: 23.06.2007

Genesis in Hannover

Scheiße Rägen oder wie man versucht den Deutschen die französische Sprache schmackhaft zu machen

Hannover (ml)    Genesis haben am vorletzten Samstag die Hannoveraner AWD Arena gerockt. Fußballstadion, ausverkauft. Sie schaffen es immer noch und sie haben dabei bestimmt nichts an ihrer Magie verloren.

Obwohl schlechtes Wetter angesagt, blieb das Wetter doch sehr stabil und sonnig. Zumindest sah es so vor dem Konzertbeginn aus. Die Stimmung hatte sich in der letzten halben Stunde vor Beginn sehr gesteigert. Laola-Wellen gingen über die Tribünen in den Innenraum und wieder zurück. So stellt man es sich vor, wenn die Band noch nicht auf der Bühne steht.
Pünktlich zu Konzertbeginn kam er dann doch. Der Schauer. Im Innenraum gingen lauter Regenschirme auf (Wie kamen die durch die Security, die übrigens mal so gnädig war und nicht getastet hat? Fahrlässig!), hoffentlich wird das keine Stadtfestatmosphäre, wo Regenschirme vor der Bühne ein gern gesehenes Mittel sind um dem Hintermann die Sicht zu versperren.
Kommentar Phil Collins, der zu dem Zeipunkt noch eine Hannover 96-Jacke an hatte: "Scheiß Rägen!". Und so wurde nach den zwei Introliedern auch schon der erste Hit angespielt: "Land Of Confusion". Pünktlich dazu endete auch der Regen.
Das Konzert konnte beginnen. Und es begann mit "No Son Of Mine".
Man merkte es Genesis schon jetzt an. Die haben Spaß. Denen hat es unter den Fingernägeln gejuckt, wieder zusammen zu spielen und die haben Blut geleckt. Das Konzert wurde von Minute zu Minute besser. Zwar oftmals nicht stimmungstechnisch, da die Altherren auch viele ältere Stücke gespielt haben, mit denen die popverwöhnte Hälfte des Publikums nicht viel anfangen konnte, dafür aber dann musikalisch. Ein 5-minütiges Instrumental, welches mit schönen Soliparts bestückt ist hat halt etwas besinnliches und eine Qualität an den der 1a-Partykracher nicht ran kommt.
"Hold On My Heart" hat dann wieder etwas mehr Pop eingeleitet. Gut für die Leute, die wegen den neueren Liedern gekommen sind, gefolgt von "Home By The Sea" und "Second Home By The Sea".
Immer wieder heimlicher Höhepunkt bei Genesis ist "Mama". Ein Lied, welches nicht nur durch Pop sondern vor allem auch durch seine gewaltige Wucht und die Qualität, die da drin steht überzeugen kann.
Ein etwas längerer Part der vergangen Lieder wurde mit "Domino" eingeleitet. Hierzu hat uns Phil Collins treffend den Domino-Effekt erklärt. Wenn eine Tribüne etwas macht, macht die andere es auch und dann die nächste und irgendwann kommt es im Innenraum an. Dazu sollten dann alle Personen in einem Bereich, wenn sie dazu aufgefordert werden die Arme heben. Sozusagen eine kontrollierte Pseudo-Laola.
Nach einem längeren Part, indem Phil Collins und Chester Thompson ein Schlagzeug-Duett abgefeiert haben und "Los Endos" eingeleitet haben, waren sich dann auch alle 50.000 Fans im Stadion einig.
Zu "Tonight Tonight Tonight" und "Invisible Touch" stand man. Damit wurde auch gleichzeitig das Ende des Hauptteils eingeleitet. Der Zugabenteil wurde kurz, sehr kurz. "I Can't Dance" hat ihn eingeleitet und "The Carpet Crawlers" hat das gesamte Konzert dann abschließende beendet.
Nach rund 2 1/2 Stunden war ein grandioses Konzert mit vielen Höhepunkten zu Ende, auch mit einem Versprecher von Phil. In Deutschland heißt es "Dankeschön" und nicht "Merci", aber korrigiert hat er sich. Das nächste Mal stell ich mich aber vorne vor die Bühne.