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Forum



Datum: 03.03.2007

Visions Party im Forum

Kartoffelpüree oder Bratkartoffeln?

Bielefeld (ml)    Am Samstag war eine von vielen Visions Partys in Bielefeld im Forum. Natürlich dürfen auch wir nicht fehlen, wenn eines der Top-Magazine, zum feiern einlädt und nebenbei noch Gods of Blitz, Cuba Missouri und Astairre zum Musik machen da sind.
Und so kamen wir schon, da wir auf der Gästeliste standen und ein Interview mit Gods of Blitz führen durften, zwei Stunden vor Einlass.

Galerie zum Konzert
Interview mit Gods of Blitz
Homepage von Gods of Blitz


Gestartet haben den Abend Astairre, die ein sehr energiegeladenes Set gespielt haben. Zum Mittanzen und warm werden sehr passend. Ihre Musik klingt sehr vertraut, aber dennoch neu. Elemente werden sich zwar hier und dort ausgeliehen, aber in ein ganz eigene Gesamtkonzept eingefügt, welches sich wirklich nur mit energiegeladen beschreiben lässt. Meiner Kollegin zu Folge war vor allen Dingen die Bühnenshow auf der kleinen Bühne sehr gut und das Posen kam auch extrem geil.
Weiter gemacht haben Cuba Missouri, eine Band aus Münster, die dagegen sehr viel Wert auf ihre Musik gelegt haben. Und so klang die Musik auch wirklich sehr professionell. Langsamer Rock mit Anteilen des Psychedelic. So klangen wirklich manche Lieder, als ob Pink Floyd höchstpersönlich auf der Bühne stehen und gerade die Effekttechnik, die heute für Musiker zur Verfügung steht, wurde gut ausgenutzt.
Kommen wir nun zum Headliner: Gods of Blitz. Die Musik sollte man kennen. Viele kennen sie zwar noch nicht, sollten dann aber dringend rein hören. Das ist handgemachter Rock. Hier hört man förmlich, wie eine Band mit Kopf an die Lieder ran gegangen ist und ihr eigenes Ding gestartet hat. Für Deutsche Verhältnisse neu, bzw. oft mit Beatsteaks verglichen, schickt sich international vor allen Dingen der Vergleich zu The Strokes und The Hives an, was auch zum Teil an den Produzenten liegt.
Das Publikum wurde definitiv durchgerockt und erstaunlicherweise waren viele sogar textsicher. Auch Technikpannen im Konzert wurden professionell genommen, indem einfach mal von der Mondfinsternis gesprochen wurde, die man draußen hätte sehen können. Dies lies dann auch prompt "tiefenpsychologische" Erkenntnisse zu bei einem Fan, der dabei laut an Kartoffelpüree dachte. Und so fiel dann auch die Abstimmung, ob die Leute lieber Kartoffelpüree oder Bratkartoffeln mögen, unentschieden aus. Die Fraktion, die Fan von diesem neumodischen Essen, namens Pommes ist, kam leider nicht zum Zug.
Auch das Set war gut gemischt. So wurde neben den "Klassikern" auch eine Menge von dem vorgezogen, was uns am 30. März erwartet. Und wir können sagen, es wird genauso rockig, wie vorher, nur noch eine Nummer besser. Aber fürs erste Mal anhören vielleicht auch etwas gewöhnungsbedürftig. Auf alle Fälle machen die Blitzgötter genau dort weiter, wo sie bei ihrem ersten Album aufgehört haben und das wird wohl sehr gut.
Wie es sich für ein gutes Set auch gehören sollte, wurde das wirklich gute Pulver erst zum Ende hin verschossen. Es kamen zwar auch am Anfang und in der Mitte viel gutes Pulver, wie sollte es auch anders sein, wenn man ein Album erschaffen hat, was durchweg rockt. Aber vor allen Dingen das Lied "The Rising" , was sogar Leuten ein Begriff ist, die vorher noch nie bewusst was von Gods of Blitz gehört haben, kam wirklich als allerletztes Lied im Zugabenteil.
Somit wurde es ein sehr viel besserer Abend, als alle Leute gehabt haben, die an dem Tag vor dem Fernseher hockten und "Wetten, dass...?" geguckt haben. Aber das wäre es ja so oder so geworden.