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Konzertbericht

Bands
Chuck Ragan
Donots
Turbostaat

Locations
Halle Münsterland



Datum: 15.12.2018

Grand Münster Slam 2018

Die Donots auf der Bühne mit Freunden

Münster (ml)    Alle zwei Jahre wieder kurz vor Weihnachten laden die Donots mittlerweile traditionell in die Halle Münsterland zum Grand Münster Slam ein. Zusammen mit ihren beiden Vorgruppen Chuck Ragan und Turbostaat schafften es die Donots auch dieses Mal wieder den Grand Münster Slam restlos auszuverkaufen.

Ingo und Guido spielen auf der Tribüne. Foto: Marcel Linke

Zum Grand Münster Slam kommen die Fans aus komplett Deutschland angereist. Auch dieses Mal sind wieder sehrviele unterschiedliche Kennzeichen an der Halle Münsterland. Viele aus dem
Fotos zum Konzert
Homepage der Donots
Homepage von Turbostaat
Homepage von Chuck Ragan
Nahbereich, viele von fern her. Auch eine Stunde nach dem Einlass tummeln sich immer noch viele Besucher in der Kälte vor den Toren, um in die Halle rein zu kommen.
 
Zu Chuck Ragan, der pünktlich um 7 Uhr auf die Bühne geht, sind dann aber die meisten in der Halle und die Party kann beginnen. In Münster ist er recht regelmäßig. Erst vor einem Jahr war er solo hier und diesen Sommer zusammen mit seiner Band Hot Water Music, die nächstes Jahr zusammen mit Muff Potter eine handvoll Konzerte geben. In seinem kurzen Set versorgt Chuck Ragan das Publikum schonmal mit einer gehörigen Ladung Folk-Punk und Songs, wie "Nothing Left To Prove" und "Drag My Body".
 
Turbostaat spielten im Anschluss an das Konzert von Chuck Ragan. Viele Songs, die sie am heutigen Abend gespielt haben kamen von ihrem aktuellen Album "Abalonia" und vom Klassiker "Vormann Leiss". Gerade letzteres ist absoluter Publikumsliebling und wird von etlichen Besuchern mitgesungen.
 
Das war schonmal ein guter Einstieg in das Konzert. Ein Vorhang wird vor die Bühne gespannt und um 9 Uhr erklingen dann auch die ersten Töne von "Geschichten vom Boden", welches auch der Opener des aktuellen Albums ist. Der Vorhang fällt und gibt Band und Bühne frei, die sichtlich Spaß an dem haben, was sie da gerade veranstalten.
Nach ihrem Album "Lauter als Bomben" haben die Donots nun endgültig die deutsche Sprache für sich entdeckt. In ihrer Setlist befinden sich immer weniger englischsprachige Lieder. Insgesamt ergibt dieses aber einen guten Mix und gerade die deutschsprachigen Songs, so muss man sagen, gehen live mittlerweile genauso gut ab, wie die absoluten Hits der Band.
Gerade der erste Teil des Konzerts ist erstmal sehr geprägt von "Lauter als Bomben"-Songs. Zu "Gegenwindsurfen" kommt live nun endlich das zusammen, was auf Platte schon vereint ist. Jan Windmeier von Turbostaat begleitet die Donots auf der Bühne.
"Kaputt", die wohl schnellste Nummer von "Karacho" benutzt Ingo erst einmal für ein Bad in der Menge. Um ihn herum versucht er dieses Mal einen Circle Pit aufzubauen, der anders als vor zwei Jahren, wo es etwas stark rautenförmiges geworden ist, diesen Namen auch verdient.
So eine Show ist aber auch teuer und der Geldbeutel der Donots dadurch, trotz des Ausverkaufs, vielleicht etwas überstrapaziert. Strom muss gespart werden. Zu "Come Away With Me" gehen deshalb die Lichter komplett aus. Bis auf die Lichter aus 6.500 Handyleuchten im Publikum. Und nur diese allein schaffen es die Halle komplett hell zu bekommen.
 
Nach "Whatever Happened To The 80s" beenden die Donots mit "Hier Also Weg" passenderweise ihr Hauptset. Natürlich nicht ohne noch Zugaben zu geben. Während bereits die ersten Knicklicher verteilt werden kommt Guido alleine zurück auf die Bühne und widmet "Das Dorf war L.A." dem letztes Jahr verstorbenen Vater der Brüder Knollmann. Die Familien der Donots sind auch alle in der Halle und schauen sich das Konzert von der VIP-Tribüne aus an. Zu "Eine letzte, letzte Runde" kommen dann auch die restlichen Donots wieder auf die Bühne. Und zu "Calling" kommt dann auch die heiß ersehnte Knicklichtaction, bei der tausende Knicklicher vom Publikum gleichzeitig in die Luft geworfen werden. Eigentlich wollten die Donots das auf diesem Grand Münster Slam nicht mehr machen, aber sie wurden dann doch dazu überredet diesen besonderen Moment stattfinden zu lassen.
 
Noch eine Pause ist nötig. Die Knicklichter müssen wieder runter von der Bühne gefegt werden, wo sie traditionell auch ankommen. Während auf der Bühne gefegt wird kommen Ingo und Guido alleine zurück. Spielen aber "Hansaring 2:10 Uhr" auf der Tribüne und stimmen dann noch "We're Not Gonna Take It" akkustisch an. Währenddessen tut sich was auf der Bühne. Die restlichen Donots übernehmen verstärkt, während Ingo und Guido die Hände unter sich scharen, um von der hohen Tribüne ins Publikum zu springen und sich zur Bühne tragen zu lassen. Wahnsinn und nochmal geht es in die Zugabenpause.
"So Long" folgt noch. Chuck Ragan macht hier heute den Frank Turner und zum Abschluss gibt es dann auch nochmal Konfettikanonen.
 
Nach 2 1/2 Stunden ist der Grand Münster Slam 2018 zu Ende. Noch ist aber das Konzertjahr der Donots nicht vorbei. Dieses Jahr folgen mit dem Jahresabschlusskonzert und dem Jahresabschlusszusatzkonzert noch zwei Traditionskonzerte in Osnabrück. Auch wir fahren dieses Jahr wieder nach Osnabrück. Wie immer allerdings privater Natur.