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Konzertbericht

Bands
Goodbye Fairground
Hot Water Music
Shoreline

Locations
Skaters Palace



Datum: 09.08.2018

Hot Water Music im Skaters Palace

Fuel for the Fanherz

Münster (as)    Hot Water Music und deutsche Fans: das ist eine Fernbeziehung, aber wenn man in der Stadt ist trifft man sich natürlich. Selten, aber immer schön. 5 Jahre nach "Exister" bietet das neue Album "Light It Up" einen guten Grund für einige Deutschlandkonzerte. Nachdem im April Köln, Berlin und München dran waren, durften sich im August auch Münster und Hamburg freuen.

Hot Water Music spielen dieses Jahr nach sechs Jahren wieder in Deutschland. Foto: Marcel Linke

Es ist immer ein Fehler über Lieblingsbands zu schreiben, aber was soll ich tun? Genau an dieser Stelle - im Skaters
Fotos zum Konzert
Homepage von Hot Water Music
Homepage von Goodbye Fairground
Palace zu Münster - vor 10 Jahren - am 10.05.2008 - habe ich mich verliebt. Ich war eigentlich wegen einer anderen Flamme da (Muff Potter feierte 15ten Geburtstag). Aber als ich die Altmeister aus Gainesville Florida zum ersten Mal live auf der Bühne erlebte wusste ich, dass es etwas ernstes wird. Ich kannte die Band schon länger; "Remedy" war 2002 auf einer Visions All Areas CD (Volume 32). Nun aber konnte ich sie kennenlernen. Verstehen, warum das Wort Legende so oft fällt. Es ist kein Mythos: HOT WATER MUSIC sind eine der besten Livebands unserer Zeit!

Und weil sich daran nichts geändert hat, ist der Skaters Palace auch heute prall gefüllt (nicht ausverkauft - jedoch ist es auch sehr heiß und die Züge mal wieder im Chaos). Das Publikum ist erwachsener als bei vergleichbaren Veranstaltungen, was nur für die Treue der Fans spricht. Leider konnten entgegen der Ankündigung The Flatliners nicht spielen, dafür gab es zwei lokale Unterstützungen. Eröffnet haben Shoreline aus Münster und machten einen guten Job. Dynamischer Punkrock, der die Leute nach und nach zur Bühne lockte. Ein spaßiger Einstieg und die aktuelle EP "you used to be a safe place" kann man sich ruhig einmal anhören. Folgend spielten Goodbye Fairground nach eigenen Angaben "Trümmerpunk". Das war ganz ordentlich, aber weil sich die Halle jetzt schon ungemütlich aufheizte ging es noch einmal an die frische Luft. Kräfte sammeln vor dem großen Finale.

Leider ließen HWM recht lange auf sich warten. Ungeduldig harrte Münster darauf, dass Chuck Ragan, George Rebelo, Jason Black und Chris Creswell (Chris Wollard ist noch in Recovery - wir wünschen alles Gute) die Bühne betreten. Die Luft ist schwer, die Kleidung klebt. Doch das spielte dann alles keine Rolle mehr, als das Konzert mit "Remedy" und "A Flight and a Crash" einen imposanten Kickstart hinlegt. Es folgt ein 90-Minuten-Hochgefühl. Trotz Ersatzgitarristen sind HWM extrem gut eingespielt und liefern ein Set gespickt mit Klassikern. Weil sich die neuen Songs aber wunderbar einfügen in das Oeuvre, gibt es eigentlich keine "Höhepunkte". Wir freuen uns über jeden einzelnen Song und genießen laut. Mit einem Grinsen im Gesicht und ganz warm ums Herz schreien wir "unify" und "live your heart and never follow" bis nach einer Stunde "Trusty Chords" eine kurze Applauspause einleitet. Als Zugabe spielt Chuck "Old Rules", zu "Drag My Body" setzt wieder die ganze Band ein. Da sind sogar die blöden Säulen des Skaters Palace kurz vergessen. "Wayfarer" wird dann der letzte Song des Abends und entlässt uns glücklich grölend in die Nacht. Liebe Hot Water Musics, lasst uns bitte nicht wieder so lange warten. With Love, Music2Web ...