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Konzertbericht,Konzert

Bands
Afrob
Tribes of Jizu

Locations
Bürgerhauss Stollwerck
Köln



Datum: 03.03.2018

Afrob & Tribes of Jizu

Die Afrob Story vor ausverkauftem Haus in Köln

Köln (sd)    Nicht nur Afrob und Band, nein, es sind Afrob und Tribes of Jizu - Dass die Tour was Besonderes werden sollte, da war man sich im Vorfeld schon sicher. Dass diese Kombi aber so gut passt, das hat vermutlich noch nicht mal Afrob selbst erwartet.

Afrob im Bürgerhaus Stollwerck/Köln am 03.03.2018. Foto: Sven A. Droste

Bilder vom Konzert
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Tribes of Jizu bei Facebook
Dass man, bei eiskalten Temperaturen und blankem Eis auf dem Parkplatz, gemütlich im Bürgerhaus Stollwerck auf den Einlass warten kann, darüber haben sich wahrscheinlich alle an diesem frühen März Wochenende gefreut. So vergeht einige Zeit, bis die Türen aufgehen, die freundlich aber bestimmt dazu genutzt wird die Massen so zu positionieren, dass es bei Los!möglichst reibungslos abläuft. Die Hardtickets mittig, die Scanner rechts und links schön frei lassen für den Gegenverkehr. Geplant, getan, läuft.

Die Halle des Stollwerck füllt sich langsam, ist aber kurz vor Showbeginn rappelvoll. Ausverkauft ist halt ausverkauft. Aber es verzögert sich noch etwas, bis auf der Bühne endlich was passiert. Die Wartezeit untermalt Rufflow, Chef an den Turntables bei Tribes of Jizu mit einem für Hip-Hop-Shows recht zurückhaltenden DJ Set.

Das Intro, mit dem Afrobs Backing Band Tribes of Jizu in die Show einsteigt lässt erahnen, dass musikalisch ein ordentlisches Brett zu erwarten ist, supertight, schön verspielt, drückende Basse und ordentlicher Groove. Das alles verspricht sehr nice zu werden.

Der erste Track mit Afrob hat schon einig Zeit auf dem Buckel. Vor fast 20 Jahren wurde Spektakulär auf Platte gepresst, läuft aber wie am ersten Tag. Afrob ist bester Laune und unheimlich stolz und vernarrt in seine Band. Der Meister der Zeremonie, der, wie er schon zur Veröffentlichung des Live-Best-Of-Albums Beats, Rhymes & Mr. Scardanelli sagte, eigentlich das klassische DJ/MC Setup bevorzugt, und die fünfköpfige Hip Hop Band Tribes of Jizu sind zu einer musikalischen Einheit verschmolzen. Beide geben einander den Raum den sie brauchen und harmonieren großartig. Über Afrobs Skills brauch man eigentlich nicht mehr viel sagen, 20+ Jahre spielt es das Rap-Game, da mach dem Stuttgarter so leicht keiner was vor, die Kombination machts einfach aus.

Der Abend ist eine reinrassige Best-Of-Show bei der weit über 20 Titel auf der Set-Liste stehen. Ich mag an dir und Warum bist Du so im Duett mit Alex Prince, Torteliniaugen, natürlich Reimemonster, ohne das vermutlich keiner der Anwesenden den Saal verlassen hätten, und viele, viele mehr.

Afrobs Bandausflug hat sich gelohnt und ist hoffentlich nicht der letzte gewesen. Zwar ist die Kombination DJ/MC ein Klassiker, oldschool und über jeden Zweifel erhaben, aber mit so einer Band im Rücken bekommt so eine Show noch eine ganz andere Dimension, von der Dichte und dem Druck des Sounds mal ganz abgesehen. Mehr ist manchmal einfach mehr.

(ph)




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