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Konzertbericht

Bands
Billy Talent
Van Holzen

Locations
Westfalenhalle



Datum: 07.08.2017

Ihr letztes Einzelkonzert in Deutschland

Billy Talent geben alles in Dortmund

Dortmund (ml)    Nein, auch wenn es unsere Überschrift vermuten lässt: Billy Talent lösen sich nicht auf. Sie haben aber schon in Dortmund eine längere Pause angekündigt und da in Deutschland nur noch Festivaltermine anstehen, war es auf lange Zeit dann wohl ihre letzte Headline-Show hier. Umso mehr wurde dann aber auch gefeiert.

Billy Talent gehen nun in eine längere Pause. Foto: Bastian Sylvester

Den Start machen heute Abend Van Holzen. Richtig gut zuordnen kann man sie nicht. Am ehesten beschreiben lässt
Fotos zum Konzert
Homepage von Billy Talent
Homepage von Van Holzen
sich die Musik der Band als deutschsprachiger Stoner Rock. Einige wenige Besucher feiern die Songs der Band ab. Der Großteil der 8.000 Besucher nimmt Van Holzen allerdings sehr verhalten auf.

Dafür brauchen Billy Talent allerdings mit ihrem Opener "Devil in a Midnight Mass" nur wenige Sekunden, bis die Stimmung auch noch auf den letzten Besucher übergeschwappt ist. Die Band kommt auf die Bühne und selbst auf der Tribüne stehen und tanzen nun alle das komplette Konzert über.

Billy Talent spielen ihre Lieder, quer gemischt über alle fünf Alben schnell hintereinander und mit wenigen Ansagen. Glücklicherweise war das Wetter in den letzten Tagen nicht ganz so warm, sodass die Westfalenhalle keine Chance hatte sich im Vorfeld großartig aufzuheizen. Im Innenraum bilden sich schnell Mosh- und Circle Pits als Billy Talent mit "This Suffering" und ihrem Song "This Is How It Goes" ein paar ihrer ältesten Klassiker raus hauen.
Aber auch die Lieder ihres Meisterwerks "Afraid Of Heights" dürfen natürlich nicht fehlen. "Big Red Gun" macht hiervon den Start. Es ist keine Punknummer mehr sondern geht schon sehr in den Rock rein. Ebenso wie das komplette aktuelle Album sich mehr und mehr reiner und lauter Rockmusik zuwendet.

Die Band, allen voran Benjamin Kowalewicz, geben alles und das mit solch einer Energie, dass man fast denken könnte, es wäre das erste Konzert ihrer Tour. Wie Benjamin aber erklärt ist der erste Tourtag mittlerweile schon über zwei Wochen her und gerade an diesem ersten Tourtag ereilte die Band die Nachricht vom tragischen Tod Chester Benningtons. Zusammen mit Chris Cornell sind in kurzer Zeit zwei Freunde der Band gestorben, denen sie "Nothing To Lose" widmen. Ein Song, in dem es um Einsamkeit und auch um Depressionen geht. In der Halle gehen zahlreiche Handyleuchten an, die die Atmosphäre dieses ruhigen Liedes unter dem Kontext perfekt machen.

"Leave Them All Behind" rücken Billy Talent dann auch in einen anderen Kontext ein. Es wird auf lange Zeit das letzte Mal sein, dass die Band ein Einzelkonzert in Deutschland gibt. Benjamin Kowalewicz kündigt eine längere Bandpause an. Dafür ist dann auch der Song sehr gut geeignet.

Ansonsten darf nun aber langsam das Abschlussfeuerwerk beginnen. Nach dem Albumtitel "Afraid Of Heights" und dem, im Gegensatz zur Wintertour 2017 extrem gekürzten "Devil On My Shoulder", der Mitsingpart des Publikums wurde zurechtgestutzt, darf natürlich "Red Flag" nicht fehlen. Und wie dieser Song nicht fehlt. Das Publikum kann die Band bei dem Song locker übertönen, die gerade zum Konzertabschluss zu ihren Punkrockwurzeln zurückgekehrt ist.

Mit ihren Punkrockalben geht es dann aber trotzem noch etwas weiter. Mit "Fallen Leaves", "Try Honesty" und dem "Viking Death March" folgen noch drei Songs in der Zugabe, bevor sich Billy Talent in ihre restliche Festivalsaison und dann fürs erste ganz aus Deutschland verabschieden.



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