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Konzertbericht

Bands
Marathonmann
Swiss & Die Andern
ZSK

Locations
Rosenhof



Datum: 13.04.2017

Punkrock-Gipfeltreffen im Rosenhof

ZSK laden ein zum Tanz für die Sache

Osnabrück (jak)    ZSK haben zum Gipfeltreffen des deutschsprachigen Punkrocks in den Rosenhof Osnabrück eingeladen und sowohl Marathonmann als auch Swiss & Die Andern sind diesem Ruf kurz vor Ostern gefolgt. Es ist das letzte Wochenende der „Live für die Sache“-Tour der drei Bands.

Keine Stimme der AfD - ZSK haben noch nie belanglosen Punkrock gemacht, sondern sich immer zu wichtigen Themen geäußert. Foto: Marcel Linke

Den Hip-Hop-Einfluss von Swiss kann man noch an der gesamten Performance seines Auftritts erkennen. Musikalisch
Fotos zum Konzert
Homepage von ZSK
Homepage von Marathonmann
machen er und seine Band Punkrock, erweitert um einen Hip-Hop-DJ. Punkrock bezeichnet an diesem Abend nicht nur die Musik, sondern auch die gesamte Einstellung der Bands. Gegen Nazis, für Flüchtlinge, gegen Polizeigewalt. Swiss & Die Andern können das ganz gut. Und so kurz vor der Bundestagswahl und der Landtagswahl im direkt benachbarten Nordrhein-Westfalen ist das auch nochmal wichtig Zeichen gegen den salonfähig gemachten Rassismus durch die AfD zu setzen.
„Nazis raus“-Rufe sind trotz der Musik heute zwar selten, dafür gibt es viel mehr „Alerta Antifascista“-Chöre. Das ist mindestens genauso gut.

Anders als Swiss & Die Andern haben Marathonmann zwar auch eine klare politische Meinung und zeigen Kante gegen Rechts, ihre Texte handeln aber eher von den Problemen des Erwachsenwerdens und sind trotz ihrer Münchner Herkunft völlig Heimat- und Fußballfrei. Marathonmann bieten live eine energiegeladene Rockshow. Im Rosenhof spielt die Band, die ein wenig nach Muff Potter klingt, bereits zum zweiten Mal. Vor ein paar Jahren haben sie auf dem Jahresabschlusskonzert der Donots schon das Vorprogramm bestritten. Natürlich dürfen mit „Holzschwert“ und „Die Stadt gehört den Besten“ ihre größten Hits nicht fehlen.

Nachdem sowohl Swiss & Die Andern und Marathonmann das Publikum ordentlich einheizen konnten, wird für ZSK umgebaut. Das allerdings hinter einem bühnenverdeckenden „Refugees Welcome“-Banner. ZSK sind sehr politisch engagiert gegen Rechts. Sie sind die Initiatoren der Aktion „Kein Bock auf Nazis“ und laufen regelmäßig auf den Anti-Legida-Demos in Leipzig mit. „Bis jetzt ging alles gut“ macht den Auftakt zum Konzert von ZSK. Schnell spielen ZSK den Klassiker: „Kein Mensch ist illegal“. Und in dem hohen Tempo geht es dann auch weiter mit „We will stop you“ oder „Herz für die Sache“. Immer wieder macht Joshi, Sänger von ZSK, Ansagen. Er freut sich, dass es viele Besucher in den Rosenhof gezogen hat, die nicht nur die Songs der Band mitsingen können, sondern auch die politische Meinung der Musiker teilen. Eine politische Meinung, die von ZSK in vielen Songs textlich wieder gespielt wird, wie in „Küsst die Faschisten“ oder „Wenn so viele schweigen“ (müssen wir noch lauter sein). ZSK leben nicht nur den Skatepunk. Auch von ihrer gesamten Einstellung sind ZSK Punks und dennoch Musiker. Musiker, die auch ihre Idole haben. Die Toten Hosen zum Beispiel und so gibt es in der Zugabe eine große Überraschung, als Joshi alleine mit Akkustik-Gitarre ins Publikum tritt und dort „Sascha (ein aufrechter Deutscher)“ von den Toten Hosen performed.
Danach wird es dann trotzdem wieder laut. Zu „Fight For Your Right“ von den Beatie Boys kommen Swiss & Die Andern sowie Marathonmann mit auf die Bühne, bevor es mit „Riot Radio“, „Antifascista“ und „Unser Schiff“ nach einem gefühlt viel zu schnell vergehenden Konzert in den Endspurt geht.





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