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Konzertbericht

Bands
Dropkick Murphys
Skinny Lister
Slapshot

Locations
Swiss Life Hall



Datum: 01.02.2017

Fast schon Tradition

Die Dropkick Murphys spielten in Hannover

Hannover (ml)    Es ist mittlerweile eine schöne Tradition. Kommen die Dropkick Murphys auf Tour kann man davon ausgehen, dass sie auch ein Gastspiel in Hannover geben. Dies ist so in der letzten Woche geschehen. Mit dabei waren als Support Skinny Lister und Slapshot.

Mittlerweile ist es eine lieb gewonnene Tradition, dass die Dropkick Murphys auf jeder Tour die Swiss Life Hall in Hannover besuchen. Auch letzte Woche waren sie wieder dort. Foto: Marcel Linke

Den Start in den Abend machen Skinny Lister. Die britische Folk-Band um Sängerin Lorna Thomas und Sänger Daniel
Fotos zum Konzert
Homepage der Dropkick Murphys
Homepage von Slapshot
Homepage von Skinny Lister
Heptinstall sehe ich nun schon zum dritten Mal und es macht immer noch Spaß zu ihrer Musik zu tanzen. Das liegt nicht zuletzt auch an ihren Folk-Songs, die irgendwie alle darauf ausgelegt sind gute Laune zu verbreiten, wie "Wanted", "This Is War" und "Hamburg Drunk".

Laut Plan sollen die Dropkick Murphys heute Abend nach zwei Vorgruppen erst um 10 Uhr auf die Bühne gehen. Nachdem Skinny Lister aber weitaus früher mit ihrem Set fertig sind als geplant, ist die Running Order hinfällig und auch Slapshot gehen nun früher auf die Bühne.
In rotes Licht gehüllt kommt der Hardcore-Drill-Sergeant des Abends, Jack Kelly, auf die Bühne. Die Band, die 1985 gegründet wurde und als eines der Aushängeschilder der Bostoner Hardcore-Punk-Szene gilt, legt dann auch über den Zeitraum einer halben Stunde eine ziemlich laute, schweißgetriebene Performance hin, die man wahrscheinlich auch nicht länger als eben diese halbe Stunde durchhalten kann.

Um viertel vor 10 kommen dann auch die Dropkick Murphys auf die Bühne. "The Foggy Dew" von Sinead O'Connor kündigt die Bostoner Irish-Folk-Punker an. Die Halle ist in grünes Licht getaucht. Und dann wird es laut, als die Dropkick Murphys zu "The Lonesome Boatman" die Bühne betreten. Ein kurzer Song, den alle noch auf dem Drum Riser spielen, bevor es für Sänger Al Barr zu "Rebels with a Cause" in Richtung Publikum geht und auch der Rest der Band nachzieht. Direkt zu Anfang haben die Dropkick Murphys damit schon zwei Songs ihres kürzlich erschienenen Albums "11 Short Stories of Pain & Glory" gespielt. Dennoch wechseln sich neue Songs mit alten Songs gut ab. Mit "The Warrior's Code" und "The State of Massachusetts" kommen direkt zwei alte Klassiker.
Die Stimmung im Publikum ist euphorisch, auch wenn es stellenweise auch mal zu Gerangel kommt, da es einige Violent Poger in den Moshpit getrieben hat, die zurecht gewiesen werden. Mit "I Had A Hat" und "The Wild Rover" finden in das Set der Dropkick Murphys auch traditionelle Irish-Folk-Songs Einzug. Das Publikum liegt sich teilweise in den Armen. Den Spagat schaffen die Dropkick Murphys sehr gut. Zu den Traditionals kommt mehr die Folk-Ader durch. Und zu Songs, wie "Johnny, I Hardly Knew Ya" oder "Famous for Nothing" kommt der Punk durch und lässt das Publikum pogen.
"First Class Loser" markiert dann sogar eine Hymne auf dem aktuellen Album der Dropkick Murphys. Alle singen mit und das, obwohl das neue Album noch nichtmal einen Monat alt ist.

Mit einer anderen Hymne, "You'll Never Walk Alone", in einer Version, die ich nicht ganz so gut finde, geht es dann auch schon auf die Zielgerade des Konzerts. Es folgt nur noch der wohl bekannteste Song der Dropkick Murphys: "I'm Shipping Up To Boston" bevor die Jungs, die auf der Bühne wirklich alles gegeben haben, eine kleine Verschnaufpause für die Zugabe gönnen.

Zurück kommen sie mit "The Boys Are Back", holen zu "Kiss Me, I'm Shitfaced" dann zahlreiche Mädels auf die Bühne und beenden ihr Konzert mit "Until the Next Time". Wir hoffen, dass das nächste Mal nicht allzu lange auf sich warten lässt und melden uns jetzt schonmal als Besucher an.