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Konzertbericht

Bands
Deaf Havana
Jimmy Eat World

Locations
Skaters Palace



Datum: 16.11.2016

Wie im Film

Jimmy eat World im Skaters Palace

Münster (dd)    Jim Adkins, der Sänger von Jimmy Eat World erinnert mich auf Fotos immer an Jim Carry aus The Truman Show. Am Mittwoch konnte ich mein Bild von ihm im Skaters Palace bestätigen. Hier gaben sie im Rahmen ihrer Integrity Blues Tour ein Konzert bei der sie von den englischen Kollegen Deaf Havana unterstützt wurden.

Jimmy Eat World spielten ihre Hits im Skaters Palace Münster. Foto: Marcel Linke

Die Parkplatzsituation im Skaters Palaceist gewohnt schrecklich, drei Mal kurve ich durch die Straßen, bis sich vor mir wie aus
Fotos zum Konzert
Homepage von Jimmy Eat World
Homepage von Deaf Havana 
dem Wunder noch eine Parklücke auftut.
Auf geht's in den Konzertraum.

Durch die L-Form staut es sich rechts vor der Bühne immer sehr, links finde ich noch einen guten Platz.
Die Bühne ist vollgestopft mit Instrumenten, Mikrofonen und Verstärkern.
Am Rand stehen vier hohe, graue Straßenlaternen. Der Background der Bühne ist schlicht schwarz, einige Scheinwerfer sind zusätzlich aufgestellt.

Vorband sind Deaf Havana aus der UK. Seit 2005 spielt die am College geründete Band zusammen.
Wenn es nicht vorher schon keinen Platz auf der Bühne gab, ist es spätestens jetzt völlig überfüllt. Bassist Wilson steht versteckt hinter Keyboarder Britton, Schlagzeuger Ogden klettert über Kabel und Monitore um zu seinem Instrument zu kommen.
Eine knappe halbe Stunde wird gespielt, Sänger Veck-Gilodi tanzt für seine eingepferchten Bandkollegen mit und schwitzt ab dem ersten Song.
Bei dem Publikum kommt die Band nur mäßig an, so zumindest mein erster Eindruck. Dass eher das Publikum um mich herum sehr träge ist, zeigt sich erst bei Jimmy Eat World.

Kaum sind Deaf Havana fertig, stürmen Roadies die Bühne, hier und da wird geschraubt, Instrumente von der Bühne getragen, die Band hilft mit.
Punkt 21:00 Uhr starten Jimmy Eat World. Die Band trägt schwarz, besonders schick sieht Sänger Adkins aus, mit Lackschuhen, Anzughose und einem schwarzen Hemd mit glänzenden Streifen.
"Get Right" eröffnet den Abend, "Bleed American" folgt nahtlos.

Rechts der Bühne und hinter mir wird viel getanzt, vor allem bei den schnelleren Liedern. Zu den langsamen wie "Hear You Me" wird gesungen. Nur um mich herum bleibt das Publikum nahezu stehen.
In der ersten Reihe vor mir spielt eine Person sogar Pokémon Go und liest WhatsApp-Nachrichten im Wechsel. Dafür habe ich ehrlich gesagt kaum Verständnis dann so weit vorne stehen zu müssen.

Jim Adkins ist sichtlich begeistert vom tanzenden Publikum. Immer wieder bedankt er sich, lächelt beim Singen, wirft hier und da mal sein benutztes Plektrum in die Menge.
Nach nur wenigen Liedern ist er schweißnass, bei jeder Bewegung tropft es. Um ihn herum glänzt die nasse Bühne.
Fast zwei Stunden spielen sie Songs aller Alben. Zur Zugabe dann auch endlich ihren größten Hit "The Middle".
Ein rundum gelungener Abend, nur wer meint in der ersten Reihe Pokémon Go zu spielen, der sollte das Geld für die Eintrittskarte lieber einer gemeinnützingen Organisation spenden.