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Kaiser Chiefs
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Essigfabrik



Datum: 27.10.2016

Stay Together

Wie die Kaiser Chiefs ihre Fanbase zusammen halten

Köln (ml)    Die Kaiser Chiefs hatten in Deutschland definitiv schon bessere Zeiten. Wird die Band in ihrer Heimat immer noch gefeiert werden hier die Konzerte kleiner. Sie sind weitab von ausverkauft und so hatte man auch in der Essigfabrik in Köln in der vergangenen Woche Platz zum Tanzen.

Ricky Wilson hängt sich ins Mikrofonkabel. Foto: Bastian Sylvester

Den Start machen heute Abend die Pictures. Die deutsche Band kann unproblematisch eine halbe Stunde lang mit ihrem
Fotos zum Konzert
Homepage der Kaiser Chiefs
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Indie-Rock überzeugen. Vor der Bühne ist es dabei alles andere als voll. Es stehen gefühlt halb so viel Leute in der Essigfabrik als eigentlich rein passen.

Normalerweise wird es zum Hauptact dann noch voll. Dieses Mal aber nicht. Als die Kaiser Chiefs mit "We Stay Together", dem Titelsong ihres Albums, auf die Bühne gehen hat sich an der Platzsituation nichts geändert. Dennoch rastet Ricky Wilson auf der Bühne komplett aus. Und der harte Kern an Fans macht mit.
Zu "Everyday I Love You Less And Less" ist der Mikrofonständer weg geworfen und das Kabel seine Mikrofons schlingt sich um den Stahlträger unter der Hallendecke.

Perfekt ist der neue Mikrofonständer und rein hängen kann man sich in das Kabel auch noch. Herrlich! Von ihrer Power haben die Kaiser Chiefs über die Jahre nichts verloren. Es sind nicht nur Songs, wie "Everything is Average Nowadays", "Modern Way" oder "Ruby" von ihren ersten Alben, die das Publikum begeistern. Gerade die Bühnenperformance ist einzigartig. Ricky Wilson hüpft über die Bühne als gäbe es kein Morgen mehr.

Die Songs bis zum Ausstieg des Drummers Nick Hodgson, der maßgeblich für den Sound der Band verantwortlich war und die Songs nach seinem Ausstieg halten sich am heutigen Abend die Waage. Eine gute abwechslungsreiche Mischung wird von der Band präsentiert. Die älteren Songs eher rockig, mit "Coming Home" oder "Parachute" hat dann eher der Pop Einzug gehalten.
Gefeiert werden aber eher die Altwerke: "The Angry Mob" darf auf keinem Konzert fehlen.

Nach etwas über 60 Minuten ist es so weit und die Kaiser Chiefs gehen in die Zugabe, welches sie mit dem obligatorischen "Oh My God" abschließen. 75 Minuten Konzert, das ist kurz, aber man muss es Ricky Wilson auch zugestehen. Verschnaufpausen hat er auf der Bühne nämlich nicht.