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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Die Fantastischen Vier
Jamie-Lee
Randale
Shantallica
The BossHoss
Wirtz

Locations
Schüco Arena



Datum: 04.06.2016

Großes Open Air zum Geburtstag

12.500 Fans feiern 111 Jahre Arminia

Bielefeld (rf)    Der Wettergott ist wohl Arminia Fan, denn anders als zum Beispiel bei Rock am Ring oder beim Maifeld Derby hatte Bielefeld am Wochenende feinstes Open Air Wetter um den 111. Geburtstag von Ostenwestfalens Nummer 1 gebührend zu feiern.

Thomas D und Michi Beck (Die Fantastischen Vier) beim 111 Jahre Arminia Open Air Foto: Rune Fleiter

Gut 12.500 Zuschauer fanden am Wochenende den Weg auf die Bielefelder Alm was angesichts des parallel
Fotos zum Konzert
Homepage von Arminia Bielefeld
stattfindenden Karneval der Kulturen und Ticketpreisen ab 60 Euro wirklich ordentlich war.

Als Opener spielte die Kinderrockband Randale, bei der auch Arminia Maskottchen Lohmann seinen Auftritt hatte, vor noch vergleichsweise kleiner Kulisse da sich viele Besucher noch im Stadionumfeld aufhielten und erst zum nächsten Act den Weg ins Infield oder auf die Tribünen suchten. Als zweite Band des Tages stand mit der Country Rockband The BossHoss direkt ein erstes Highlight auf dem Plan. Grund für den doch sehr frühen Auftritt war ein für den gleichen Abend geplantes Konzert bei Rock am Ring welches trotz immer wieder aufkommender Unwetter stattfand. Nach dem Konzert ging es für die Band dann mit dem eigenen Jet vom Flughafen Paderborn-Lippstadt aus direkt zu Rock am Ring.

Pünktlich um 17:15 betraten The BossHoss dann die Bühne. Der Platz vor selbiger hatte sich in der Zwischenzeit auch richtig gut gefüllt ebenso wie die Plätze auf der Tribüne. Die Stimmung im Publikum war direkt von Beginn an richtig gut und auch die meisten Leute auf der Tribüne hielt es nicht lange auf ihren Sitzen. The BossHoss boten während ihrer 75 minütigen Show alles was eine gute Show ausmacht. So suchte Sänger Alec Völkel während des Dolly Parton-Klassiker "Jolene" das Bad in der Menge und lies sich vom Publikum auf Händen tragen.

Als nächstes Stand dann der Auftritt des etwas anderen Shanty Chors, Shantallica, auf dem Plan. Leider nicht live aber immerhin mit ganz ordentlicher Show gab es dann 15 Minuten lang aktuelle Songs von Shantallica zu hören. Auch überreichten Shantallica einen Scheck über 1.111 Euro an Stadionsprecher Sebastian Wiese für die Aktion Lichtblicke. Ein Fan hatte zuvor einen Platz mit Shantallica auf der Bühne für 390 Euro ersteigert. Die Chormitglieder rundeten den Betrag dann noch entsprechend auf. Der nächste Auftritt begeisterte dann hauptsächlich die Jüngeren im Publikum. Eurovision-Songcontest-Teilnehmerin Jamie-Lee spielte ein kurzes 25-minütiges Set an dessen Ende sie ihren Song Ghost zum Besten gab.

Deutlich rockiger wurde es dann wieder bei dem Auftritt von Wirtz, der durch das TV Format "Sing meinen Song – Das Tauschkonzert" wohl den meisten ein Begriff gewesen sein dürfte. Bereits im September letzten Jahres hatte Wirtz im Ringlokschuppen begeistert als er im Rahmen seiner Tour in Bielefeld zu Gast war und auch diesmal hatte der Musiker, der aktuell Udo Lindenberg begleitet, schnell die Sympathien auf seiner Seite.

Nach einer 30-minütigen Umbaupause wurde es dann Zeit für den Headliner des Abends, die Stuttgarter Hip-Hop-Formation Die Fantastischen Vier. Die Fantas spielten während ihrer 90 Minuten dauernden Show viele echte Klassiker wie "Die da", "Sie ist weg", "Tag am Meer", "MfG" und "Troy". Unterstützt wurden Die Fantastischen Vier auf der Bühne auch von DJ Weltmeister ESKEI83 der am 23.06 auch beim Campus Festival dabei sein wird.

Zum Abschluss gab es noch, untermalt von der Arminia Hymne, ein Feuerwerk samt goldenem Konfettiregen für die Fans die laut die Hymne mitsangen. Um 23 Uhr war der ganze Spaß dann vorbei und die Massen strömten aus dem Stadion.

Einziger Negativpunkt eines sonst gelungenen Open Airs war der Sound. Besonders über die Seitenboxen die auch für die Beschallung der Tribünenbereiche zuständig waren kam so gut wie nix. Hatte man einen Platz auf der Tribüne so hörte man vorwiegend den Bass und den Gesang nur in den seltensten Fällen. Erst mit Beginn des Konzerts von Die Fantastischen Vier kam auch über diese Boxen ordentlicher Sound, reichlich spät aber immerhin.