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Konzertbericht

Bands
Bosse

Locations
Jovel



Datum: 29.04.2016

Eine Nacht in Münster

Bosse gab intimes Konzert

Münster (kl)    Direkt nach dem Auftritt von Mark Forster geht es in den kleineren Jovel Club. 400 Leute haben das Glück Bosse zu sehen. Die ersten Fans warten seit Mittags auf den Einlass. Etwas verzögert geht es los und wir kommen aus dem Nieselregen in den warmen Club. Die kleine Bühne ist aufgebaut, das Banner ist so groß, dass es über Eck aufgehangen wurde. Die bekannten Luftballons hängen an Mikrofonständern und auch der aufblasbare Hai darf nicht fehlen.

Bosse gab im Rahmen von Eine Nacht in Münster ein sehr intimes Konzert im Jovel Club. Foto: m2w

Nicht nur der Einlass beginnt verspätet, auch das Radiokonzert.
Fotos zum Konzert
Homepage von Bosse

Die großartige Performance von „So oder So“ tröstet darüber hinweg. Axel Bosse fühlt sich sichtlich wohl und gibt vor 400 Leuten genau so viel, wie am gestrigen Tag in Dortmund.
Ich stehe so nah an der Bühne, dass man jeden Ausdruck seinerseits ganz genau erkennt, seine Schweißtropfen mich treffen, jedes tiefe Durchatmen ist zu spüren.
So ein intimes Konzert erlebt man selten.

Zwischen den einzelnen Songs erzählt Axel immer wieder Anekdoten, zum Beispiel seine Erlebnisse in der Türkei. „Istanbul“ wird passend dazu in der ursprünglichen Form mit Bongos und Cello performt.
Die gewählten Stücke sind gemischt von allen Alben. Die Werke vom aktuellen Album „Engtanz“ fügen sich perfekt in den Abend ein.

In „Krumme Symphonie“ übernimmt auf der CD Casper das Rappen. Da dieser nicht kann wurde für adäquaten Ersatz gesorgt: Dr. Spiegelei von Deichkind stürmt auf die Bühne und wird freudig in Empfang genommen.
Insgesamt erinnert das Konzert an eine riesige Party, denn die gute Stimmung bleibt auch bei den nachdenklicheren Stücken erhalten.

Immer wieder hört Axel Bosse auf zu singen, dreht das Mikrofon zum singenden Publikum und genießt sichtlich die Resonanz, die ihm entgegen schallt.
Die Zugabe überzieht zwar die Sendezeit, dennoch bekommt jedes Bandmitglied einen Solopart in „Du Federst“. Nach und nach baut sich der Sound auf „wie bei David Guetta!“, ruft Axel.

Das letzte Lied des Abends ist Kraniche in einer Akustikversion. Ein wunderschöner Abschluss.
Ich bekomme einen der Luftballons von der Bühne und mache mich damit auf zum Konzert von Biffy Clyro.