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1LIVE
Konzertbericht

Bands
Biffy Clyro

Locations
Halle Münsterland



Datum: 29.04.2016

Mon The Biff!

Biffy Clyro rocken die Halle Münsterland

Münster (kl)    Das ist mal ein Headliner bei der 1LIVE-Veranstaltung "Eine Nacht in Münster". Biffy Clyro headlinen für den nordrhein-westfälischen Radiosender die größte Party des Jahres. Wo sonst eher kleinere Locations zum Zuge kommen hat man sich dieses Mal für die Halle Münsterland entschieden, um vielen Besuchern vor Ort zu ermöglichen die neuen Songs dieser grandiosen Live-Band zu hören und zu sehen.

Biffy Clyro headlinten dieses Jahr die 1LIVE-Partynacht "Eine Nacht in Münster". Foto: Kristof Linke

21:55 Uhr: Simon Beek von 1LIVE kündigt voller Vorfreude und Enthusiasmus die 3 Schotten an.
Fotos zum Konzert
Homepage von Biffy Clyro

21:57: „Under Pressure“ von Queen vom Band. Die Halle Singt!
22:00 Uhr. Licht aus! Spot…. Nein! Nicht Spot an, sondern Inferno Losgetreten! Was die nächsten knapp zwei Stunden folgte, war die livegewordenen Urgewalt. Und Hörschaden gab es aufs Haus!

Bestens gelaunt betraten die 3 Schotten die Bühne der restlos ausverkauften Halle Münsterland. Und ohne viel Schnick Schnack wie Intro oder ähnliches ginge es los. Mit „Wolfes of Winter“, „That golden Rule“ und „Biblical“ legten sie los wie die Feuerwehr. Unterstützt wurden sie von einem weiteren Gitarristen und einem Keyboarder. Was der Intensität der Musik absolut gut tat. Wie ein Schwamm sog das Publikum Musik und Energie auf, die von der Bühne ausging. Das blieb bereits so früh im Konzert auch von der Band nicht unbemerkt. Sänger Simon Neil gab den Schamanen am Mikro und der Gitarre. Mal wild durch die Gegend springend, mal windend hinterm Mikro, entlockte er seiner Gitarre fetteste Riffs. Wir sind immer noch begeistert, was für Sounds man einer Strat entlocken kann, wenn sie in den richtigen Händen ist. Bassist James Johnson bearbeitete sein Instrument mal ruhig, um dann direkt wieder neben Simon den Schamanen zu geben. Und sein Bruder, seines Zeichens Drummer drosch auf die Felle ein, dass man jederzeit Angst haben musste, dass diese Ihren Dienst quittieren werden. Abgerundet wurde das ganze Spektakel mit sehr, sehr viel Lautstärke und einer sehr guten und dramatischen Lightshow. Und a pro pro Laut. Ein Lob an den Mischer. Der hat tatsächlich geschafft das ganze so laut wie möglich zu machen, aber gleichzeitig war das Hörerlebnis ein Wohlgenuss, da nichts, aber wirklich absolut nichts matschig klang.

Hin und wieder bedankte sich die Band nett auf Deutsch, und wies gleichzeitig auf ihr neues Album „Ellypsis“ hin, welches im Juli erscheinen wird. und wenn es so gut klingt wie die vorangegangenen Werke, dürfen wir uns wie Bolle freuen. Natürlich wurde daraus auch die eine oder andere Kostprobe gegeben, die begeistert vom Publikum aufgenommen wurde. Es war einfach eine wunderbar ausgewogene Setlist, die keine Wünsche offen ließ.

Einen weiteren Daumen gibt es für die Songauswahl. Neben Brettern wie „Mountains“ oder „Living is a Problem because everything dies” gab es auch den einen oder anderen Moment zum verschnaufen. Es wurden dezent Balladen wie „Medicine“ eingestreut, nur um danach das Pedal wieder am Boden fest zu nageln und Vollgas zu geben. Leider geht auch der schönste Abend einmal zu Ende, und Biffy Clyro verließen nach gut 70 Minuten die Bühne. Sie wurden natürlich nicht ohne Zugabe nach Hause gelassen, und so kamen sie nach kurzer Zeit wieder auf die Bühne, um eine Zugabe zu spielen. Und da wurde es mit „Stingin‘ bell“ noch einmal so richtig Episch.
Nach fast 2 Stunden allerfeinstem, lauten Rock verließen Biffy Clyro endgültig die Bühne. Und überall war zu hören: wie geil war das denn?! Well done, Lads!!!!