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Konzertbericht

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Adam Angst
Lygo
Smile and Burn

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Forum



Datum: 08.04.2016

Adam Angst im Forum Bielefeld

"Wenn ich eines hasse, dann die AfD"

Bielefeld (ml)    Das geht gut los. Adam Angst stellen in Bielefeld einen neuen, noch nie live gespielten, ungehörten Song vor. Hier spielten sie letzte Woche im Forum. Doch alles auf Anfang. Vor den Jungs kamen erstmal erstmal Smile And Burn sowie Lygo auf die Bühne.

Adam Angst spielten im Forum Bielefeld mit "Country / Sektempfang" eine Weltpremiere. Foto: Kristof Linke

Drei Bands treten heute im Forum Bielefeld auf. Das ist auch gut so, denn der Hauptact hat derzeit nur ein Album
Fotos zum Konzert
Homepage von Adam Angst
Homepage von Smile And Burn
veröffentlicht. Der Abend könnte zu kurz werden.

Den Start machen die Bonner Punkrocker von Lygo. Heute Abend klingt alles etwas nach Angry Pop. Lygo sind nicht nur laut, sondern singen und spielen für Punkrock auch angemessen aggressiv. Dem schon zahlreich erschienenen Publikum im Forum stellen sie unter anderem ihre Songs "Störche" und "Spielstraßen" vor und sorgen damit schonmal für eine gute Aufwärmphase.

Nach diesem tollen Auftakt übernehmen Smile And Burn das Forum. Vielen Anwesenden sind sie bekannt, da sie zwei Monate zuvor schon im Vorprogramm der Donots im Ringlokschuppen eröffnet haben. Dort spielen heute Abend AnnenMayKantereit, die bei der selben Booking Agentur, wie Adam Angst sind. Im Forum sind alle erstaunt, dass es so voll ist. Auch Smile And Burn, die schnell ankündigen, dass sie ihre Setlist zum Auftritt im Ringlokschuppen nicht wesentlich geändert haben. Macht nichts, es ist trotzdem guter Punkrock. Dazu noch englischsprachig und ein wenig vom Stil der Donots.

Um kurz vor 10 war es dann endlich so weit: Adam Angst gingen auf die Bühne. Ungewohnterweise spielt Felix Schönfuss eine Akkustikgitarre. Beim Opener kommt es aber auch sehr sehr stark auf den Text an: "Wenn ich eines hasse, dann die AfD." - Ein neuer Song. Noch nicht aufgenommen, noch nicht live gespielt. Eine Weltpremiere in Bielefeld also. Dankeschön. Direkt im Anschluss spielten die Jungs ihren Album Opener "Jesus Christus".
Ein fantastischer Song über die Hypothese, was passieren würde, wenn Jesus heute auf die Erde kommen würde ("Ich habe 8 Millionen Klicks und eine Show auf Pro 7.") und nun pogt auch das Publikum.
Aber nicht nur Politik und Religion gehören zu Adam Angst. Auch Beziehungs- und Alltagsthemen verarbeiten sie in ihren Texten. "Ja ja, ich weiß" und "Was der Teufel sagt" spielen sie heute Abend. Die wenigen Songs der Band, die keinen sozialkritischen oder politischen Hintergrund enthalten, werden vom Publikum natürlich auch gefeiert.
Laute "Nazis raus!"-Chöre folgen auf dann auf den Song "Professoren" ("An den Imbissbuden stehen die Professorgen zwischen Currywurst, Oettinger und Doppelkorn. Sie wissen ganz genau, was fehlt im Land: Ich hab 'nen Nazi am Geruch erkannt.").
Schnell spielen sich Adam Angst durch ihr erstes Album, von dem sie am Ende auch wirklich jeden Song gespielt haben. Das wichtigste Lied, "Splitter von Granaten", welches in 3 Minuten die komplette Weltpolitik auf den Punkt bringt, spielen Adam Angst zum Abschluss eines grandiosen und schweißtreibenden Konzerts dann im Publikum.