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Konzertbericht

Bands
Foo Fighters
Trombone Shorty

Locations
Lanxess Arena



Datum: 06.11.2015

Foo Fighters in Köln

Die Messe ist gelesen!

Köln (kl)    Dave Grohl, seines Zeichens der Messias des Indierocks kam hernieder und zeigte mit seinen Jüngern, den Foo Fighters, wie eine Messe zu sein hat. Das ihm dabei seine sterbliche Hülle etwas zu schaffen macht war dem Publikum in der restlos ausverkauften Lanxess Arena völlig egal.

Doch bevor Die Foo Fighters die Bühne der restlos ausverkauften Lanxess Arena betraten, haben sie mit Trombone Shorty & Orleans Avenue einen amtlichen Support mitgebracht. Pünktlich um 19:10 Uhr kamen sie auf die Bühne. Mit einer Mischung aus Brass, Hardrock, Funk und Soul heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Es waren zwar wenige Songs aber die waren alle über fünf Minuten lang. Darüber Hinaus wurden Green Day und Rage Against The Machine gecovert. Dem Publikum schien dies wirklich zu gefallen. Alles in allem ein guter und amüsanter Support, der nach 40 Minuten wieder die Bühne verließ.

Dann war es endlich soweit. Die Foo Fighters betraten um 20:40 Uhr die Bühne. Um genau zu sein alle bis auf Dave. Denn der thronte bereits auf seinem speziell angefertigten Sitzmöbel. Seit seinem Unfall in Schweden im Sommer ist er immer noch nicht soweit genesen, dass er in bewährter Manier über die Bühne toben kann wie er will und definitiv kann. Stattdessen las er die Messe im sitzen. Was dem ganzen Spektakel aber absolut keinen Abbruch tat. Sein Bewegungsdrang war auch trotz seines Handicaps nicht zu bremsen. Mit seinem Thron fuhr er immer wieder in die Menge, um mit dem Publikum auf Tuchfühlung zu gehen. Und das man auch im sitzen ordentlich headbangen kann, stellte Dave einmal mehr unter Beweis. Aber auch die anderen Jungs zeigten sich bestens gelaunt und mit massig Spielfreude. Taylor Hawkins am Schlagzeug drosch auf die Felle mit einer Wucht und dabei einer Präzision, dass es eine Freude war. Er legte damit ein sattes Fundament, auf dem der der Rest der Band aufbauen konnte, und nebenbei gab er die Reinkarantion von Freddie Mercury. Nate Mendel hielt sich im Gegensatz zum Rest der Band im Hintergrund auf, und sorgte zusammen mit Taylor dafür, dass sich die Gitarristen austoben konnten. Chris Shifflett und Pat Smear machten es einfach laut! Technisch gut und mit einer Spiellaune die bis zur Hallendecke ging, unterstützten sie Dave wo es nur ging. Dabei spang Pat wie ein pfummi hin und her und bekam das grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Chris hingegen

Gleich zu Anfang wurde mit "Everlong" ein Klassiker aus dem Repertoire gezogen. Gleich mal zeigen wo der Hammer hängt war angesagt. Und sofort war das Publikum da. Es waren selten bei einem Konzert so viele grinsende Menschen anwesend. Weiter ging die Reise über "Monkey Wrench" und "Learn To Fly". Mit "Something From Nothing" wurde der erste Song aus dem aktuellen Album eingestreut, um mit "Pretender" und "Big Me" (ohne Menthosattacke) gleich wieder auf alt Bewährtes zurück zu greifen. Bei "Big Me" wurde das Hallenlicht komplett ausgeschaltet und das Publikum erleuchtete die Halle mit Handys und Feuerzeugen. Eine ganz besondere Stimmung. Über "Congregation" und "Walk" ging es zu "Cold Day In The Sun". Hier wurde die Band vorgestellt. Eigentlich unnötig. Nachdem Taylor ausgeträllert hat, wurde mit "My Hero", "Times Like These" und "Breakout" die Reihe der Klassiker weitergeführt. Aber auch ein Dave im Sitzen braucht mal eine Pause. Daher wurden mit "Alandria" und "Skin and Bones" zwei langsamere Stücke in die Setlist eingebaut. Es war wirklich erstaunlich, wie gut sich die beiden langsamen Nummern in das Set einfügten. Bevor das ganze aber in eine zu ruhige Stimmung zu kippen drohte, wurde mit "All My Life" wieder das Tempo angezogen. Dem Publikum war alles recht. Wirklich jeder Song wurde lauthals mitgesungen. Die Glückseligkeit war mit Händen zu greifen. Mit "These Days" wurde das Tempo etwas heraus genommen, um dann mit "White Limo" wieder Vollgas zu geben. Über "Aurora" und "This Is A Call" ging es leider schon Richtung Finale. Mit "In The Flesh" wurde Pink Floyd einerseits beehrt und andererseits in ein neues Gewand gepackt. Den Abschluss bildete "Best of You", bei dem es wirklich kein Halten mehr gab. Lauthals wurde mitgesungen und improvisiert. Herrlich! Das Auge feucht, die Hose auch und leider ging der Abend nach gestoppten 2 ½ Stunden ohne Zugabe und gefühlten 5 Minuten viel zu schnell zu Ende. Es war fürwahr ein denkwürdiger Abend. Es war absolut egal, dass Mister Grohl mit Handicap auf der Bühne war. Alle, wirklich alle machten den Abend zu einem Denkwürdingen Ereignis!

Fotos gibt es dieses Mal bei unseren Kollegen von Allschools.