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Konzertbericht

Bands
Apocalyptica
Tracer

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 03.10.2015

Nach 8 Jahren wieder in Bielefeld

Apocalyptica mit 6 Monaten Verspätung im Ringlokschuppen

Bielefeld (m2w)    Apocalyptica sind zurück im Ringlokschuppen. Das Konzert im April diesen Jahres war ausgefallen, da Apocalyptica noch mit der Aufnahme und Veröffentlichung ihres neuen Albums beschäftigt waren. Doch jetzt sind sie zurück ihre Klasse zu beweisen.

Apocalyptica spielten im Ringlokschuppen Bielefeld. Foto: Marcel Linke

Tracer eröffnen mit einer vollen Ladung Stoner Rock. Doch auch die Grunge-Einflüsse sind nicht zu überhören. Auch wenn
Fotos zum Konzert
Homepage von Apocalyptica
Homepage von Tracer
der Ringlokschuppen heute nicht so voll ist, schaffen es die Australier die Menge zu begeistern. Der Klang ist eingängig, aber das Highlight ist der Gesang von Michael Brown. Teilweise erinnert er an Ronnie James Dio, da auch er wie Dio seinen Gesang mit hohen Schreien unterbrach.

Nach einer kurzen Umbaupause betreten Apocalyptica die Bühne. Die vier Finnen und Gastsänger Franky Perez treten effektgewaltig auf die Bühne. Wie eine Meerwoge rollen die ersten Celloklänge über das Publikum. Es ist ein bisschen als würde man sich gegen einen Sturm stellen. Apocalyptica haben erstaunlich viele Fans, die sonst kein Metal hören in den Ringlokschuppen gezogen.

Die Band spielte Songs von ihrem neuen Album "Shadowmaker". Auch ältere Songs und Cover kamen nicht zu kurz. Nach den ersten Liedern fiel das Banner im Hintergrund der Bühne herunter und nun wurde die komplette Bühnenrückwand als Projektionsfläche genutzt. Die Show wurde von wechselnden, abstrakten Animationen passend untermalt.

Natürlich dürfen im Apocalyptica-Set ihre Songs, wie "Harmageddon" nicht fehlen, aber auch "Reign Of Fear" oder "Hole In My Soul" zeigen die neue Klasse von Apocalyptica. Die Coverversionen bekannter Metal-Songs sind mittlerweile weniger geworden. "Inquisition Symphony" und "Refuse/Resist", beide von Sepultura, sind die einzigen Cover-Versionen, die die Band in ihr Hauptset einfließen lässt.

Die Zugabe ist dann nochmal sehr stark besetzt. Mit dem Metallica-Cover "One", welches die Cellisten, damals noch als Trio ohne Schlagzeuger und Sänger bekannt gemacht hat, wird nochmal einer der größten Höhepunkte geboten. Aber auch "In The Hall Of The Mountain King" darf auf einem Apocalyptica-Konzert nicht fehlen.

Die drei Cellisten, sowie ein Schlagzeuger und ein Sänger haben fast 2 Stunden gespielt und sich auch nicht lange um eine Zugabe bitten lassen. Das Publikum strömt anschließend erschöpft, aber glücklich, an die kalte Luft.

von Felix Schmeing und Marcel Linke