Home

Taglist:

Allgemein
Konzertbericht

Bands
Milliarden
Wirtz

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 05.09.2015

Auf die Plätze, fertig, los

Wirtz rockt den Ringlokschuppen

Bielefeld (mt)    Der bärtige Mann mit der Trucker Cap, den vielen Tattoos und der kräftigen Stimme ist eigentlich schon ein alter Hase im Musikgeschäft. Erst war Daniel Wirtz Frontmann bei Subseven und seit 2007 ist er als Solokünstler unterwegs. Der breiten Masse wurde er jedoch erst durch die VOX-Sendung "Sing meinen Song" bekannt. Diesmal macht er mit seiner aktuellen "Auf die Plätze, fertig, los" Tour Halt im Bielefelder Ringlokschuppen und überzeugt auf ganzer Länge.

Wirtz spielte in der nahezu ausverkauften Halle des Ringlokschuppen Bielefeld. Foto: Rune Fleiter

Die große Halle im Ringlokschuppen ist ordentlich voll, es riecht, wie bei Rockkonzerten üblich, nach Bier und das
Fotos zum Konzert
Homepage von Wirtz
Homepage von Milliarden
Publikum ist durch die Vorband Milliarden schon gut aufgewärmt als Wirtz die Bühne betritt. Ein unglaublich lauter Jubel schallt durch die Halle und wird nur von den dröhnenden Gitarrenriffs der Band übertrumpft als sie mit "Auf die Plätze, fertig, los" das Konzert eröffnen. Ohne Kompromisse gibt es von Anfang an die volle Ladung Rock. Diese Energie überträgt sich ohne Umwege direkt ins Publikum. Es ist sehr laut, hat viel gute Laune und scheut sich nicht davor, die ganze Zeit mitzutanzen. Zu den Zuschauern gehören allerdings nicht nur die typischen Wirtz Fans, die ebenfalls mit Trucker Cap und Fanshirt das Konzert besuchen, sondern auch viele "Sing mein Song Fans". Diese Mischung scheint aber im Gegensatz zu vielen anderen Bands, die plötzlich massentauglich wurden, gut zu funktionieren.

Wirtz weiß live zu überzeugen und man merkt ihm sichtlich an, dass er richtig Spaß am live spielen hat. Die Band kommt authentisch rüber und man sieht dem äußerlich harten Rocker Wirtz deutlich an, wie beeindruckt er von der Größe des Veranstaltungsorts ist. Die Begeisterung des Musikers gegenüber dem neuen, größeren Erfolg und dem Publikum zeigt, wie sehr er auf dem Boden geblieben ist und das macht ihn zusammen mit seiner ehrlichen Art verdammt symphatisch. Auch die Interaktion von Wirtz mit dem Publikum ist einfach nur klasse. Hier zeigt der Rocker mit viel Humor und Spontanität Entertainerqualitäten.

Der Sound ist sauber abgemischt und das Bühnenbild wird durch eine Lichtshow und dezente Lichtprojektionen gestaltet. Zusammen mit dem Flair des Ringlokschuppens ergibt sich ein äußerst stimmiges Gesamtbild für solch ein Rockkonzert.
Die Setlist besteht hauptsächlich aus den Liedern des neuen Albums und aus den Songs, die bei "Sing mein Song" durch die anderen Künstler vorgetragen wurde, wie z.B. "L.M.A.A", welches bei dem Publikum ordentlich zündete. Es wird also die gesamte Bandbreite seines breit aufgestellten Repertoires gespielt. Von schnellem Rock, über Grunge bis zu Balladen ist alles dabei.
Den emotionalen Höhepunkt des Konzertes bildet der Akustikpart. Hier spielt Wirtz den PUR-Song "Wenn sie diesen Tango Hört" und "Scherben".

Das alles kommt beim Publikum gut an, sodass während des Konzertes sogar "Oh wie ist das schön an" angestimmt wird. Wenn das nicht mal ein Statement für einen gelungenen Abend und ein riesen Lob für den Musiker und die dahinter stehende Band ist. Bei solchen Reaktionen lässt sich Wirtz natürlich nicht lumpen und spielt gleich zwei Zugaben, bevor ein wirklich tolles Konzert nach insgesamt zwei Stunden Spielzeit mit dem Song "Nada Brahma" endet.