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Konzertbericht

Bands
Bleachers
The Kooks

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 12.02.2015

Always where they need to be

The Kooks are out in Bielefeld

Bielefeld (m2w)    Fast 6 Jahre nachdem The Kooks zuletzt im Bielefelder Ringlokschuppen gespielt haben kommen sie nun, zwei weitere Alben später, zurück. Die Hypezeiten sind vorbei und trotzdem wird es voll in der großen Halle. Mit The Bleachers wurde ein toller Support verpflichtet.

Der Hype um The Kooks ist zwar schon lange vorbei, dennoch zog die Band über 1.000 Besucher zu einem starken Konzert. Foto: Marcel Linke

Schon bei der Anfahrt zeigt sich, dass der Hype zwar vorbei ist, The Kooks aber immer noch überaus erfolgreich. Die Straßen um den Ringlokschuppen sind so voll, wie sonst sehr selten. Das Konzert findet in der großen Halle statt, es ist zwar nicht ausverkauft, wie noch vor 6 Jahren, aber nah dran. Immerhin hatte Bielefeld vor 6 Jahren auch den Standortvorteil ein exklusives Konzert auszurichten, den einzigen Deutschland-Auftritt der Kooks mit einer Headline-Show.

Bevor die Band auf die Bühne geht, durften aber erstmal The Bleachers spielen. Bevor der erste Ton gespielt ist, könnte man von der reinen Optik des Sängers auf eine Punkrockband im Stil der Broilers schließen. Dies ist dann aber nicht der Fall. The Bleachers machen Synth-Pop im Stile der 80er und können damit überzeugen. Immerhin
Bilder zum Konzert
Homepage von The Kooks
Homepage von Bleachers
haben sich auch The Kooks mit ihrem aktuellen Album etwas in diese Richtung bewegt. Elektronisch-künstliche Klänge haben Einzug in die Musik gefunden, die einstmals durch sehr tanzbare Gitarrenmusik geprägt war.

The Kooks fangen dann mit "Around Town" vom aktuellen Album an. Die Bühne ist eingehüllt in das Licht mehrerer LED-Monitore, die Grafiken und Videosequenzen anzeigen. Das Publikum besteht bei der Band hauptsächlich aus jungen Frauen, aber das geht auch in Ordnung. Sänger Luke Pritchard sieht immer noch aus, wie zu den Hypezeiten der Kooks. Und aus diesen stammen die meisten Songs, die heute Abend gespielt werden. "Inside In/Inside Out" sowie "Konk" sind die beiden Alben, von denen die meisten Songs vertreten sind. Und deswegen geht es auch direkt mit "See The World" und "Ooh La" weiter.

Aber auch gerade die neuen Songs, wie "Bad Habit" machen richtig viel Spaß. Zwar nicht in der Lockerheit der ersten Alben, aber im musikalischen Sinne. Sie sind abwechslungsreich und geben dem Konzertprogramm den nötigen Kontrast. Trotzdem werden Songs, wie "She Moves In Her Own Way" insgesamt besser aufgenommen vom Publikum. Klar, die Band ist hiermit auch bekannt geworden und diese Lieder hatten in der Vergangenheit insgesamt mehr Airplay gehabt, als die aktuellen Gegenstücke.

Auch die richtig ruhigen Momente im Set gibt es, wenn alle von der Bühne verschwinden und Luke Pritchard einen bislang unveröffentlichten Song vor versammelter Menschenmenge zum Besten gibt auf einer dunklen Bühne, allein mit einem auf ihn gerichteten Scheinwerfer. Das ist magisch, das sind The Kooks und das kommt einem auch herrlich bekannt vor von Liedern, wie "Seaside".

Während natürlich "Always Where I Need To Be" in einem Set der Kooks nicht fehlen darf, so sind es doch gerade die Pop-Songs, wie "Sweet Emotion" oder "Sway", die die wahre musikalische Klasse dieser Band zeigen. The Kooks schaffen den Spagat zwischen Indie, Funk, Rock- und Pop-Musik, das zeigen sie auch nochmal zum Schluss ihres regulären Sets mit "Sofa Song" und "Forgive & Forget".

Nach einem viel zu kurzen Hauptteil kommen sie nochmal für drei weitere Songs zurück. "See Me Now" vom aktuellen Album macht hier den Start und mit "Junk of the Heart (Happy)" wird der einzige Songs vom dritten Album der Band an diesem Abend gespielt, bis es zurück zu den Wurzeln geht. "Naive" hat den Start für The Kooks gemacht und ihren Weg bis auf die großen Bühnen der Welt vorbereitet. Zurecht ist der Song nun der großartige Abschluss eines mit 80 Minuten viel zu kurzen Konzerts.