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Konzertbericht

Bands
David Hasselhoff

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 18.10.2014

Eurodance Festival

David Hasselhoff in Bielefeld

Bielefeld (ml)    Vorweg zu unserer Entschuldigung: Wenn David Hasselhoff in der Stadt ist, werden auch wir zu Kindern. Und obwohl es komplett an unserem Musikgeschmack und an unserer Zielgruppe vorbei geht, haben wir uns deswegen bei einem Eurodance Festival im Ringlokschuppen Bielefeld eingefunden, um uns anzusehen, was unser Kindheitsidol da so fabriziert.

Wegen David Hasselhoff kamen zahlreiche Besucher zum Eurodance-Festival in den Ringlokschuppen. Foto: Marcel Linke

So ein richtiges David Hasselhoff-Konzert ist die heutige Nacht natürlich nicht. Es ist eher Eurodance-Disko mit ihm als
Fotos zum Konzert
Homepage von David Hasselhoff
Gaststar und dem damaligen VIVA-Moderator Mola Adebisi als Host.

Um 00:15 Uhr geht es los und Mola sagt The Hoff an. Eine andere Wahl hat er auch nicht. Der gesamte Ringlokschuppen verlangt eigentlich die ganze Zeit nach seinem Idol. David fährt dann auch furios zum Knight-Rider-Intro mit K.I.T.T. auf die Bühne. Und zwar nur um den Act DJ Sash anzukündigen, der einen 50-minütigen 90s-Remix mit zahlreichen Eurodance-Nummern spielt.

Nachdem der DJ endlich von der Bühne runter gegangen ist, ist es nochmal Zeit für Mola, der nach einem Selfie mit dem Publikum Platz macht für David Hasselhoffs ersten Gesangspart des Abends. Dieser spielt sein Lied "Crazy For You" mit zwei Tänzerinnen, die neben ihm als Baywatchnixen verkleidet sind.

Nach dieser kurzen Einlage geht es weiter mit einer weiteren 50-minütigen Eurodance-Nummer des Tanz- und Gesangsduos Twenty4Seven, die ihrerseits viele Coversongs der 90er Jahre spielen. Dabei verfolgen sie den typischen Stil eines männlichen Rappers und eines weiblichen Refrains. Sie kommen nun nicht mehr wirklich gegen die verständlichen "David"-Forderungen aus dem Publikum an, immerhin wurde mit ihm sehr viel Werbung für die Veranstaltung gemacht und er ist der Hauptgrund, weswegen der Ringlokschuppen ausverkauft ist. Für 12 Euro im Vorverkauf kann man aber natürlich auch kein komplettes Konzert erwarten.

Natürlich kommt er wieder auf die Bühne. Hier sagt er seinen folgenden Hit erstmal an: Er hat mit zahlreichen ehemaligen DDR-Bürgern gesprochen, die "I've been looking for freedom" als eine Art Hymne aufgefasst haben. Ein wenig Humor über sich selbst beweist David Hasselhoff also auch und spielt prompt den wichtigsten Song seiner Musikerlaufbahn.

Nach insgesamt zwei Songs über einen Zeitraum verteilt von zwei Stunden ist dann leider auch Schluss mit David Hasselhoff. Die meisten Besucher verlassen nun den Ringlokschuppen, wie auch wir. Musikalisch ist diese Veranstaltung nämlich wirklich nicht unser Fall gewesen. Insgeheim hätten auch wir uns etwas mehr Musik von The Hoff gewünscht.
Aber nun gut, Kindheitstraum einmal lebend und in Echt mitsamt K.I.T.T. gesehen. Also lässt sich hier auch ein Haken drunter setzen.
Und zu eurer Beruhigung: Wir bleiben weiterhin nur im Alternative- und in dessen erweitertem Rock- und Popmusik-Bereich aktiv. Solche Ausflüge stellen auch in Zukunft die absolute Ausnahme dar.