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Konzertbericht

Bands
Fettes Brot
MC Fitti

Locations
Seidensticker Halle



Datum: 22.01.2014

Drei is ne Party

Tourauftakt mit Fettes Brot in Bielefeld

Bielefeld (jk)    Nach knapp drei Jahren Pause machen König Boris, Dokter Renz und Björn Beton jetzt wieder zusammen Party. Köln, Hamburg und gestern der dritte Termin der Tour in Bielefeld. Nur 4.200 Konzertbesucher lösten in der Seidensticker Halle trotzdem ein mittelschweres Erdbeben aus. Aber mehr als Drei braucht man ja eigentlich auch nicht für eine gute Party...

Fettes Brot können nicht nur gut rappen. Sie können auch einem Einkaufswagen beeindruckende Töne entlocken. Foto: Marcel Linke

Kurz nach Acht ging es mit dem Support Mc Fitti los. Augenscheinlich begeisterte er vorwiegend die, die ihn bereits
Fotos zum Konzert
Homepage von Fettes Brot
Homepage von MC Fitti
vorher kannten. Alle anderen schienen etwas verwirrt, aber definitiv amüsiert. Fairerweise muss man dazu sagen, dass ein großer Teil der Halle zu dem Zeitpunkt noch als Warteschlange für die Garderobe diente. Als das abbaute, ließen sich immer mehr auf den "Rapper mit Bart" ein und feierten mehr oder weniger mit. Irgendwie muss ja die Zeit bis zur Lieblingsband überbrückt werden. Den Eindruck machte auch zum Teil Mc Fitti, da er alle bekannten Songs schnell, aber mit Spaß an der Sache, spielte. Ausgleichende Gerechtigkeit quasi.

Nach ihren Weihnachtskonzerten gingen Fettes Brot den Tourauftakt zur regulären Konzertreise gemütlich an. Erst eine halbe Stunde nachdem MC Fitti die Bühne verlassen hat, gingen die Brote auf eben diese. Mit "Wackelige Angelegenheit" stand niemand mehr still in der Halle und auch die Besucher auf der Tribüne hielt nichts mehr in ihren Sitzen.
In der ersten Hälfte der zweistündigen Show wurden fast alle Songs vom neuen Album "3 is ne Party" gespielt.
Verständlich, da die alten Sachen früher oder später sowieso noch kommen sollten.

"Kannste kommen" und "Kusskusskuss" wurden ebenso gefeiert wie die alten Sachen. Besonders auch "Für immer immer", bei dem eine Zeile im Refrain auf die jeweilige Konzertstadt angepasst wird, kam gut an.
Zwischen den Songs wurde immer mal wieder was Tourinternes erzählt, hier und da mal mit dem Publikum Bier getrunken oder die Band eingebracht. Verdient, da diese einfach super harmonierte.

"The Grosser", "Erdbeben", "Emanuela" - Alles dabei. Fettes Brot wissen halt wie das mit der Party geht. Mit "Jein" markierten die Brote den absoluten Höhepunkt des Sets. Da kann die Hip-Hop-Konkurrenz des Landes definitiv nicht mithalten. Gnädigerweise wurden sie in Form eines Cover-Medleys dann doch zum Konzert eingeladen. So kamen auch Cro, Samy Deluxe, Sido und Die Fantastischen Vier in den Genuss sich mit Deutschlands angesagtester Hip Hop-Combo die Bühne zu teilen.
Zwischendurch hat ein wenig die Kraft der Zuschauer vor der Bühne nachgelassen, aber niemand hat es sich so richtig anmerken lassen. Fettes Brot haben das Publikum viel eingebunden, so dass niemand an Aufgeben gedacht hat. Sogar nen Kanon zu Ehren von Mc Fittis zerknittertem Hemd wurde angestimmt.
Alles in allem eine super Mischung. Nachdem "Nordisch By Nature" den vorläufigen Schlusspunkt markierte, wurde in der Zugabe mit "Echo", "Bettina" und "Schwule Mädchen" noch eine Schippe nachgelegt.

Fettes Brot haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Die drei sind und bleiben definitiv ne Party.
Einziger Wehrmutstropfen des Abends ist neben der zu "neuen" Setlist die Garderobensituation in der Seidensticker Halle, die schon während der Brote-Zugabe abermals eine lange Abholschlange generierte.