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Konzertbericht

Bands
Deep Purple
Peter Frampton

Locations
Donau Arena Regensburg



Datum: 25.10.2013

Deep Purple & Peter Frampton in Regensburg

Deep Purple rocken mittlerweile in der achten Besetzung

Regensburg (tg)    Deep Purple??? Schon immer und ewig. In der Regensburger Donau Arena, organisiert von Power Concerts aus Burglengenfeld, bewies die Band rund um Ian Gillan, dass sie so lebendig ist wie eh und je, und rockte die Halle mit klassischem Hardrock aus vier Jahrzehnten in höchster Perfektion und mit Spielfreude pur.

Deep Purple Regensburg Foto: Torsten Göhringer

Sicher, für einige Fans war das Ende der "echten" Deep Purple mit dem Ausstieg des Gitarristen Ritchie Blackmore besiegelt, für andere mit dem des im vergangenen Jahr verstorbenen genialen Hammond-Orgel-Spielers Jon Lord. Doch Wechsel haben Deep Purple in ihrer langen Bandgeschichte nie wirklich schaden können.

Achte Besetzung = altes Spiel? 

Deep Purple rocken mittlerweile in der achten Besetzung. Sänger Ian Gillan, der immer noch eine der besten und klarsten Rockstimmen hat und die hohen Lagen beherrscht, bildet zusammen mit Schlagzeuger Ian Paice und Bassist Roger Glover das Herz der Band. Alle sind seit den 60ern dabei und bilden die stabile Grundlage für den Sound der "Neulinge" Steve Morse und Don Airey.

Airey, der neue Organist der Band und der Nachfolge definitiv würdig, huldigt zwar im neuen Song "Above And Beyond" auf "Now What?!" noch Jon Lord mit ausführlichen Soli, aber in nahezu jedem Song stellt er ganz klar dass er, selbst ein virtuoser Hammond-Organist, weit mehr als ein Ersatz ist.

Der Song "Above and Beyond" wurde Jon Lord gewidmet, und sein, während des Songs im Hintergrund auf den Videoleinwänden eingeblendetes Gesicht, hat sicherlich alle Fans, die Jon schon einmal live erleben durften, tief berührt. Mir ging es auf alle Fälle sehr nahe. Ja, Rocker dürfen sowas sagen.

Steve Morses Gitarrenspiel ist ebenso über jeden Zweifel erhaben. Einfach WOW. Klassiker wie "Smoke On The Water", "Hard Lovin‘ Man" oder "Strange Kind of Woman" wird kaum ein Fan schon einmal besser erlebt haben. Die fünf Musiker, die vor ihrem von Peter Frampton gehörig eingeheizten Publikum antraten, sind die mittlerweile die achte Besetzung und die stabilste in der Bandgeschichte.

Modern Times 

Und doch hat sich auch einiges verändert. Deep Purple erscheinen moderner. Der dreckige und kantige Sound der 70er...Die Band, die 1975 als die lauteste Popgruppe der Welt ins Guinness Buch der Rekorde einging...Deep Purple spielen heute eindeutig etwas ruhiger bei klarem und sauber abgemischten Sound auf einer modern ausgeleuchteten aufgeräumten Bühne.

Leider fehlte bei vielen Soli das Wechselspiel zwischen Orgel und Gitarre, dass Deep Purple so berühmt gemacht hat - dies wurde erst während der Zugabe bei "Black Night" so richtig zelebriert. Während den Zugaben durfte Roger Glover mit einem ausgedehnten Bass-Solo zeigen, was er drauf hat - bisher eher eine Seltenheit bei Deep Purple-Konzerten, aber sehr sehr geil.

Peter Frampton spielte mit seiner Band eine Stunde lang seine alten Hits sowie einige neuere Stücke.
Er ist ein charmanter Unterhalter, der den Kontakt zum Publikum sucht und durch diesen zur Höchstform aufläuft.
Ein geben und nehmen. Er gab alles und das Regensburger Publikum war mit dabei. Wenn der Funke bei seinen Songüberleitungen einmal nicht übersprang, kommentierte er das mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Natürlich kam auch die "talk box" zum Einsatz - sein legendäres Effektgerät, bei dem der Gitarrensound durch den Mund des Gitarristen verändert wird.

Set:
Aprez vous
Into The Fire
Hard Lovin' Man
Vincent Price
Stange Kind Of Woman
Contact Lost
Uncommon Man
Well-Dressed Guitar
The Mule
Above And Beyond + Don Solo
Lazy
Hell To Pay
Don Airey Solo
Perfect Strangers
Space Truckin'
Smoke On The Water

Zugaben:
Hush
Roger Glover Solo
Black Night