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Konzertbericht

Bands
Flogging Molly
Radio Dead Ones
The Drowning Men

Locations
X



Datum: 23.08.2013

Flogging Molly im X in Herford

Guinness for all!

Herford (kl)    Gestern Abend kehrten Flogging Molly zusammen mit The Drowning Men und The Dead Ones in Herford im X ein. Dass das kein Kaffeklatsch wurde steht außer Frage. Und selbst mit einem leider abgespeckten Set brachten sie die Masse zum steil gehen. Und doch fing der Abend anders an als gedacht.

Flogging Molly gaben ihr einziges Clubkonzert 2013 im X Herford. Foto: Britta Flachmeier

Denn pünktlich um 19:00 Uhr stiegen The Drowning Men aus Kalifornien auf die Bühne. Und die stellten gleich die
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Besonderheit des Abends dar. Denn anders als man denken sollte spielten sie in keinster Weise laute und dreckige Gitarrenmusik, sondern allerfeinsten Pop. Leichte Anleihen von Pink Floyd und aus dem Britpop Umfeld gaben dem Ganze eine angenehme Würze. Ihr leicht melancholisch angehauchter, aber nicht langsamer Sound animierte auch die ersten Menschen im Publikum zum Wippen. Und obwohl es so anders war, war es gut. Nach einer halben Stunde verließen sie wieder die Bühne, und hinterließen einen angenehmen Eindruck. Leider litten sie unter einem doch recht matschigen Sound.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen The Dead Ones aus Berlin auf die Bühne. Ihr auf Englisch vorgetragener Punk’n Roll war nicht schlecht aber auch nicht wirklich interessant. Eine Mischung aus Social Distortion und den Hellarkopters haben auch schon andere gespielt. Aber sie gaben alles, denn sie sprangen über die Bühne dass es nur so eine Freude war. Und auch das Publikum sprang so langsam auf den Zug auf. Es wurde das erste Mal selbständig agiert und auch die ersten zaghaften Versuche von Pogen wurden gestartet. Auch sie verließen nach eine halben Stunde unter wohlwollendem Applaus die Bühne. Wie gesagt nicht besonders innovativ aber okay.

Und nun sollte sich die noch die im Ganzen recht ruhige Veranstaltung in einen Ausbruch von Tanzen, Freude, Pogen und nicht zuletzt saufen verwandeln. Mit Baba o’Riley von The Who kamen Flogging Molly um viertel vor 9 auf die Bühne. Und mit Another bag of bricks ging es los. Erstmal etwas ruhiger anfangen war wohl die Devise. Na ja bis zum nächsten Song allenfalls. FM präsentierten sich in bester Laune. Und dieser Funke sprang umgehend auf das Publikum über. Der gesamte Innenraum des X war am Pogen und Tanzen. Und um etwas Erfrischung zu geben teilte Dave King auch noch sein Guinness mit dem Publikum. Was auch bitter nötig war. Sie feuerten aus allen Rohren und bei Drunken Lullabies war dann endgültig der Ofen aus. Das es nicht von der Decke tropfte war auch alles. Aber es war letztendlich egal was gespielt wurde. Ob Sins & Sinners oder No more Paddy Lament alles wurde angenommen und abgefeiert. Und in was für eine Geschwindigkeit. Wer FM von CD her kennt weiß, dass sie nicht grade die langsamsten sind. Aber live war alles doppelt so schnell. Und sie hielten das Tempo. Devil’s dance Floor in doppelter Geschwindigkeit hatte schon was.

Was des Weiteren auffiel war, dass das Publikum vom Altersschnitt her doch gut durchmischt war. Jedoch stand das ältere Semester eher im hinteren Teil. Vorne hatte sich die Jugend einen Platz erkämpft und blieb auch da bis zum Ende was leider viel zu schnell kam. Um 22:15 Uhr verließen sie die Bühne um den normalen Freitagsbetrieb im X freizugeben. Es war ein herrliches Bild zu sehen wie völlig verschwitzte Menschen neben völlig aufgebretzelen herliefen und sich gegenseitig schief ansahen. Großartiger abend, der viel zu schnell vorbei war.