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Allgemein
Konzertbericht

Bands
Reel Big Fish
Suburban Legends
The Prosecution

Locations
Skaters Palace



Datum: 06.04.2013

Reel Big Fish in Münster

Don’t stop skankin‘

Münster (kl)    Genau das war das Motto am 06.04.13 im Skaters Palace in Münster, als das Dreigestirn aus Reel Big Fish, Suburban Legends und The Prosecution auf der Bühne standen. Und dass die Leute dem Aufruf Folge leisteten, war klar. Nur was hatte das Paar Schuhe, das von der Decke des Skaters Palace hing, damit zu tun?

Foto: Britta Flachmeier

Aber alles der Reihe nach. Allerpünktlichst um kurz vor 8 eröffneten The Prosecutionden Abend. Und war der erste Eindruck noch, dass da eine Schülerband auf der Bühne steht, so wurde dieser ganz schnell ausgeräumt. Die
Fotos zum Konzert
Homepage von Reel Big Fish
Homepage von Suburban Legends
Homepage von The Prosecution
achtköpfige Band aus Regensburg gab direkt mit feinstem, englischsprachigem Skapunk der etwas härteren Gangart Gas. Roh, aber doch gekonnt und gut tanzbar spielten sie sich durch ihr Set. Da sie neben einem Drummer noch einen Percussionisten dabei hatten, wurde zwischen den einzelnen Stücken der Platz am Schlagzeug getauscht. Die geschätzten 300 Leute, die den Weg in den Skaters Palace gefunden hatten, nahmen die Einladung zum Pogen und Tanzen dankbar an. Und zwar so sehr, dass sie noch eine Zugabe spielen durften. Insgesamt ein sehr guter erster Act, dem ein größeres Publikum zu wünschen wäre.

Nach einer extrem kurzen Umbaupause kamen um 20:45 Uhr die Suburban Legends aus Orange County, Kalifornien auf die Bühne. Anders als The Prosecution war ihre Interpretation von Skapunk poppiger und glatter, was sie jedoch nicht schlechter machte. Voller Spielfreude machten sich die 5 Kalifornier daran, der Masse zu geben, was sie verlangte. Und es wurde belohnt mit noch mehr Tanzen und Pogen. Besonders eifrig in Sachen tanzen waren jedoch die beiden Bläser, die die ganze Show zu einer Art Revue umfunktionierten. Synchron zueinander tanzten und spielten sie durch die ganze Show und hin und wieder bauten sie auch die restlichen Bandmitglieder mit ein. Stimmlich war der Sänger glatter und trainierter als bei der Vorband. Jedoch, und das soll der einzige Kritikpunkt sein, fühlte sich auch ihre Show nach der Hälfte der Zeit sehr glatt an. Die Musik war jedoch über jeden Zweifel erhaben. Und zum Ende wurde noch ein Song aus dem Disneyfilm Arielle gecovert, um mit We are the Champions gegen 21:30 abzuschließen. Auch die Suburban Legends waren ein guter Support, der, wenn auch etwas glatt, sehr viel Spaß gemacht hat.

Und da es ja, wie bereits eingangs erwähnt, drei waren, kamen gegen 21:45 Uhr Reel Big Fish auf die Bühne. Und vom ersten Moment an wurde klar, für wen ein Großteil der Anwesenden gekommen war. Sofort hatte die Band von Aaron Barron die Menge im Griff. Die Menge tanzte und pogte fröhlichst drauf los, als gäbe es kein Morgen mehr, was auch an der guten Mischung zwischen neuen und alten Songs lag. Neben Songs aus ihrem aktuellen Album "Candy coated fury" wurden auch einige alte Klassiker wie "Your guts (I Hate them)" und "Everybody's drunk" rausgekramt. Und auch an die Kondition des Publikums wurde gedacht. Mit "241" wurde ein Instrumental in die Setlist eingebaut. Und weil bei "I Know You Too Well to Like You Anymore" eine Frauenstimme fehlte, übernahm Saxophonist Saxl Rose kurzerhand den weiblichen Part. Und auch die Band feierte ordentlich mit. Besonders auffällig war, dass einiges aus anderen Musikrichtungen eingestreut und verwendet wurde wie der imperiale Marsch aus Star Wars, oder aber "Call me maybe" von Charly Rae Jepsen. Mit "Beer" wurde das Set mit dem zweifelsfrei bekanntesten Song von RBF abgeschlossen. Aaron zauberte dabei so spielend ein Gitarrensolo hinter dem Kopf hervor, dass es eine wahre Freude war. Dabei wurde auch vom Publikum nochmal alles gegeben.

Nach einer kurzen Pause kamen RBF nochmal auf die Bühne, um mit "Monkey Man", "Don’t stop Skanking" und "S.R." ihre Zugabe zu spielen. Besonders "S.R." war der Knaller, in dem neben Ska auch noch Hardcorepunk, Metal, Disco und Square Dance verarbeitet wurden. Mit dem A-ha Cover von "Take on me" war das Konzert um 23:30 Uhr wirklich zu Ende, was sicherlich für den Drummer auch besser war, denn er spielte auch das komplette Set der Suburban Legends. Kondition ist halt doch alles.

Alles in allem ein sehr unterhaltsamer und lustiger Abend, bei dem allerfeinster Skapunk von allen Seiten serviert wurde. Reel Big Fish live zu sehen, ist immer wieder ein Erlebnis, das sich lohnt. Wir wissen jedoch immer noch nicht, was das Paar Schuhe mit all dem zu tun hatte.