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...And You Will Know Us By The Trail Of Dead
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Datum: 02.04.2013

...and you will know us by the Trail of Dead in Bielefeld

The imaginary Fans

Bielefeld (mer)    Soweit ist es inzwischen gekommen: Die vier Texaner von Trail of Dead machten Station im Bielefelder Forum. Neben zwei recht unterschiedlich aufgenommenen Supports gab es auch noch Seitenhiebe auf die Stadt, die es nicht gibt. Und wir dachten dieser Witz hätte seine Haltbarkeit überschritten.

Reale Bühnenpräsenz vor imaginärem Publikum: Trail of Dead in Bielefeld Foto: Mark Haake

Mit Beginn des ersten Supports, den Coathangers, hatte sich das Forum bereits gut gefü
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llt. Eine Drei-Frau-Punk-Band, die bei wikipedia zwar als "Alternative Rock/Indie Rock" geführt werden, allerdings eher dem Begriff des Trash zuzuordnen sind. Seit 2007 musizieren die Mädels bereits zusammen, konnten jedoch noch keine nennenswerten Erfolge im Biz verzeichnen. Für den Verfasser dieser Zeilen keine Überraschung, zu nervtötend wirkte die Stimme von Sängerin Julia Kugel aka Minnie Coathanger.

Als zweiten Support bekam man heute Abend die Band Ribozyme präsentiert, eine norwegische Hardrockband die sich definitiv an den Hitsingles von Metallica orientiert. Auch stimmlich erinnerte Sänger Kjartan Ericson hier und da immer mal wieder an den guten alten James Hetfield. Würde es sich hier um eine junge Newcomerband handeln, würden wir prognostizieren "von denen wird man noch viel hören" - aber aufgrund der Tatsache, dass die Band bereits seit 1998 zusammen unterwegs ist, scheint es doch sehr unwahrscheinlich, dass hier in nächster Zeit ein größerer Durchbruch zu erwarten ist. Support auf dieser Tour dürfte sicherlich zu den größeren Erfolgen der Band zählen.

Trail of Dead die Stars des Abends 

Und dann war es Zeit für die an diesem Abend gut gelaunten Jungs um Conrad Keely und Jason Reece. Zunächst ein kleines Intro, dann "Ode to Isis". Adrenalinspiegel hochfahren und die Marschrichtung des Abends war klar. Voll auf die Zwölf und hinein in ein Best-Of-Hits-Set. Eine gute Entscheidung mit Blick auf das Publikum, welches sowohl Enkelkinder als auch Großväter aufweisen konnte. Man spielte sich quer durch die Discographie und hatte für jeden Besucher was im Köcher. So sah man zufriedene Gesichter im Moshpitkreis vor der Bühne und auch bei den Pärchen am Bühnenrand - "Will you smile again for me?".

So nimmt man doch lächelnd die ewig alten Bielefeldwitzchen hin und lässt sich als imaginäre Fans bezeichnen. Oder liegt es an der besondern Form der Wiedergutmachung, die Band verteilt immer mal wieder ein paar Kurze in den ersten Reihen um gemeinsam die Gläser zu heben und auf den nächsten Hit anzustoßen. Insgesamt sind es am Ende knappe 90 Minuten inklusive zweier Zugabesongs. Die oftmals durchgeführte Zerstörung der Instrumente bleibt an diesem Abend aus - hätte auch nicht zu dem harmonischen Abend gepasst. Nächstes Jahr feiert die Band zwanzigjähriges Bestehen – wir kommen gerne zum Mitfeiern.