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Konzertbericht

Bands
Monsters of Liedermaching

Locations
Kulturwerkstatt



Datum: 10.02.2013

10 Konzerte in 10 Tagen

Die Monsters of Liedermaching in Paderborn

Paderborn (bf)    Da hat sich die Band ja einiges vorgenommen. Es ist der gefühlt 8. Teil der Schnaps & Kekse Tour und die Monsters geben im Februar 10 Konzerte in 10 Tagen. Man muss wirklich sagen: Die Band tourt was das Zeug hält! Der Abschluss dieses Konzertmarathons findet am 10.02.13 in der Kulturwerkstatt in Paderborn statt.

Auch akrobatische Einlagen runden bei den Monsters of Liedermaching das Programm ab. Foto: Marcel Linke

An dieser Stelle gebe ich zu: Ich besuche an diesem Abend das vierte Konzert der Band auf der aktuellen Tour (So war es in Osnabrück, so in Bielefeld und so Open Air). Aber es ist das Erste Monsters Konzert im Jahr 2013. Also heißt
Fotos zum Konzert
Homepage der Monsters of Liedermaching
es: Hingehen!

Der Startschuss fällt um 20 Uhr mit der Titelmelodie der Serie "ALF". Es folgt das enthusiastisch und motiviert vorgetragene "Party" (Achtung Ironie) und allerspätestens beim Dritten Lied "Algerien" sollte jedem in der Kulturwerkstatt klar sein: Die Monsters of Liedermaching haben ihre Setlist umgestellt! Es verspricht also ein spannender Abend zu werden.


Das luxuriöseste Monsters Konzert aller Zeiten

Die Band begrüßt uns mit den Worten: „Schön, dass ihr für uns auf den Tatort und Karneval verzichtet habt.“. Thematisch schon ganz richtig. Paderborn als quasi Karnevalhochburg hat einen Tag vor Rosenmontag wirklich alle Hände voll zu tun. Vielleicht ist auch grade das der Grund, warum die Stimmung heute nicht ganz so gut ist, wie auf anderen Konzerten. Vielen stecken die Strapazen der letzten Tage vielleicht noch in den Knochen. Dabei darf sich wirklich niemand beschweren. Schließlich gibt es heute richtige Stühle im Zuschauerraum. Keine Bierzeltgarnituren oder andere Sitzgelegenheiten, bei denen man sich bereits nach fünf Minuten wünscht man würde stehen statt sitzen. Doch dieser Luxus hat seinen Preis. Geschätzte 50 Leute durften sitzen, der Rest musste stehen.

Man muss auf die Details achten

Im Verlauf des Abend offenbart Labörnski, dass er und sein Zeitmanagement auf Kriegsfuß miteinander stehen, Pensen erklärt die neuesten Diättipps und überhaupt: Der Titel für das nächste Album steht schon fest. Auf der jetzigen Tour erfreut man sich über jede Menge Schnaps und Kekse die einem angeboten werden. Da so ein Rockstar-Leben nicht ganz günstig ist, erhofft man sich mit dem kommenden Album „Nutten und Crack“, dass die Menschen weiterhin gut kombinieren können und aus dem Albumtitel ihre Geschenke ableiten. Ob das wirklich so klappt, bleibt abzuwarten. Im Moment sieht es eh nicht so aus, als ob man den sechs Männern auf der Bühne damit einen Gefallen tun könnte. Denn wenn man auf die Details dieses Konzertes achtet, fällt auf, dass Fred Timm und Labörnski je eine große Flasche Mineralwasser neben sich stehen haben, nach der Pause gesellt sich auch Pensen zu den Wassertrinkern. Das Leben auf Tour hinterlässt Spuren. Es fällt auf, dass sich heute deutlich öfter verspielt wird als sonst und auch der ein oder andere Texthänger (ich sag nur „Auflaufform“!) sich einschleicht. Rüdi hat offenbar schon wunde Stellen am Hintern, kurz vor der Pause rutscht er nur noch auf seinem Barhocker hin und her.


Nasaler Blockflötenunterricht

Doch das sind Kleinigkeiten, die sicher nicht Mal jeder Besucher bemerkt hat. Hier geht es doch um die Musik. Und die ist, wie bei jedem Monsters Konzert, großartig! Fred Timm beweist, dass es möglich ist zwei Blockflöten gleichzeitig zu spielen – und zwar mit der Nase! Überhaupt gibt es ein unglaubliches Finale mit „Tod in der Nordsee“, „Türen“ und mächtig viel Gänsehaut bei „Ich hab dich lieb“.
Danach verabschiedet sich der Sechser für einen kurzen Moment von der Bühne. Wieder zurück auf selbiger startet die Zugabe mit „Sexkranker Expunker“ und erstreckt sich über mindestens „4 Meter“ (mit neuer 2. Und 3. Strophe) und endet im Erguss für alle anwesenden Männer mit „Blasenschwäche“.

Nach drei Stunden werden die Männer verdientermaßen von der Bühne entlassen. Nicht ohne einen Hinweis auf die kommende April Tour.