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Konzertbericht

Bands
As I lay dying
Caliban
Trivium
Upon A Burning body

Locations
X



Datum: 26.10.2012

Trivium, As I lay dying und Co. im Herforder X

Hardcoregewitter zum Wintereinbruch

Herford (mer)    In der Grundschule lernt man, dass man in der dunklen Jahreszeit doch bitte "gut sichtbare" Kleidung tragen möchte. Dennoch riskieren scheinbar hunderte von Menschen in Herford am 26.10.2012 ihr Leben als Fußgänger im Straßenverkehr, wenn sie vom Ausweichparkplatz des X über die Straße zum Einlass schlendern. Der Hardcoreabend im Herforder X, mit einem Line Up, welches sich gewaschen hat...

Maximale Publikumsbeteiligung beim Konzert von Trivium im Herforder X Foto: Marc Erdbrügger

Wer solch ein vollgepacktes Programm erschafft, hat kein Herz für die Berufstätigen. Bereits
Fotos vom Konzert
Homepage von Trivium
Homepage von As I Lay Dying
Homepage von Caliban
Facebook-Seite von Upon A Burning Body
 um 17:30 öffnen die Türen des ostwestfälischen Clubs an der Bünder Straße. Und auch pünktlich um 18:30 stehen Upon A Burning Bodyauf der Bühne und können ein bereits jetzt schon sehr gut gefülltes X scheinbar restlos begeistern. Leider konnten wir zu diesem frühen Zeitpunkt keine Fotos machen, denn die "Three Songs – no flashes"-Phase war mit unserer Ankunft bereits vergangen. Schade, hatten sich die Jungs von Upon A Burning Bodydoch extra in Schlips und Kragen geschmissen.

Caliban: Mal wieder unverwüstlich und mitreißend

Das für Metalverhältnisse auffallend junge Publikum lässt sich vermutlich zurückführen auf die Metalcore-Boliden Caliban, welche an diesem Abend ihr aktuelles Album "I Am Nemesis" in den Fokus ihres Livesets rücken. Schon komisch, dass nach bereits sieben Alben auf der Schaffensliste, die Popularität vor allem auf der Beliebtheit der jüngeren Zielgruppe beruht. Der Sound der Band ist in diesem Jahr doch wieder etwas extremer und komplexer geworden als zu Zeiten der "Say Hello To Tragedy"-Ära. Und dass die Jungs ausgebuffte Vollprofis auf der Bühne sind, beweisen sie an diesem Ort sicherlich nicht zum ersten oder letzten Mal.

Willkommen zum Wacken 2011 Revival

Es sollten nun die namenhaftesten Bands des Abends folgen. Seit bereits einem Jahr touren As I Lay Dying und Trivium immer mal wieder zusammen durch die Groß- und Kleinstädte unserer Welt. Und eben in dieser Kombination spielten die beiden Bands absolut beeindruckende Shows beim Wacken 2011. Heute Abend gab es dafür nochmals die Bestätigung.

Den Anfang machten zunächst die Jungs aus San Diego, welche von der ersten Minute an das Publikum mitreißen konnten. Sie präsentierten eine sehr ausgewognene Mischung zwischen dem neuen Album "Awakened" und ihren stets frisch anmutenden Klassikern. Vor allem die beiden Songs "Confined" und "Paralyzed" konnte an diesem Abend die allgegenwärtigen Mosh-Pits auf ein neues Level heben. Und nach dem Livegenuss von "Whispering Silence" dürfte jedem Anwesenden klar geworden sein, dass sich auf dem neuen Album ein zukünftiger Liveklassiker versteckt haben dürfte.

Trivium auf dem Höhepunkt ihres Schaffens?

Den Abschluss durften dann die von der Kritik derzeit hochgelobten, von der Szene jedoch gespalten betrachteten Trivium geben. Wenn sich jedoch Kritiker der Band an diesem Abend dazu durchringen konnten, ins X zu gehen, werden sie gesehen haben, dass die Band inzwischen auf einem Energielevel angekommen ist, welches sie zuvor nie erreicht haben. Scheinbar haben sie mit dem letzten Longplayer "In Waves" tatsächlich ihr Meisterwerk geschaffen. Und ganz ähnlich wie die aktuellen Sepultura profitieren Trivium von einem Mann mit schwerem Erbe. Der neue Drummer Nick Augusto drückt dieser Band ganz klar seine Handschrift auf und lässt den Ausstieg von Travis Smith schnell verschmerzen. Scheinbar haben Trivium ihr fehlendes Mosaiksteinchen im Bandkosmos gefunden und sind sich dessen auch absolut bewusst. Das Hauptaugenmerk liegt an diesem Abend ganz klar auf der "In Waves"-Ära, welche trotz ihrer Komplexität in den einzelnen Songs den Mosh Pits im Publikum die verbrauchte Luft nicht abzuschnüren droht. Nach vier Stunden vollstem Körpereinsatz blickt man überwiegend in zufriedene und verschwitzte Gesichter der Besucher, welche jedoch schnell das Weite suchen vor dem sich ankündigendem Diskoabend.