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Konzertbericht

Bands
Into The Wild
Sepultura

Locations
Rosenhof



Datum: 05.07.2012

Sepultura im Osnabrücker Rosenhof

Just one Gig?

Osnabrück (mer)    Rio 2001: Sepultura spielt einen begeisternden Gig vor über 150.000 Menschen beim Rock in Rio Festival – Osnabrück 2012: Sepultura spielt einen Gig im Osnabrücker Rosenhof, einer 1.000 Mann fassenden Location, in der die Veranstalter Barhocker und Stehtische im Bereich vor der Bühne platzieren, damit der Laden gefüllt aussieht. Begeistern können sie dennoch.

Sepultura lassen den Rosenhof erzittern. Foto: Marc Erdbrügger

Ein früher Sommerabend im Osnabrücker Rosenhof und die brasilianischen Grabestänzer Sepultura haben geladen.
Fotos zum Konzert
Homepage von Sepultura
Viele Menschen sind der Einladung jedoch nicht gefolgt. Und sicherlich hat auch der als "Very Special Guest" angekündigte Localsupport "Into the Wild" nicht dafür gesorgt, dass sich heute noch Spontanticketkäufe ergeben haben. Die Osnabrücker Jungs von Into the wild liefern dennoch einen soliden halbstündigen Job ab und erinnern hier und da immer mal wieder an die Band Down.

Um 21:00 Uhr ertönte dann das Sepultura Intro und mit "Beneath the remains" im Anschluss war dann wohl klar, wohin die Reise heute Abend gehen sollte. Auch wenn nicht mehr viele aus den ganz großen Zeiten dabei sind (was sowohl für die Leute auf der Bühne, als auch für den Bereich davor gilt), Sepultura haben mit ihrem Songrepertoire immer ein As im Ärmel, welches sie gegen jeden x-beliebigen Besetzungswechsel in der Bandformation ausspielen können. Davon profitiert nicht zuletzt das neuste Bandmitglied, Drummer Eloy Casagrande, welcher einen grandiosen Gig hinlegte und bewies das die Band endlich über einen würdigen Cavalera Erben verfügt.

Überraschend gut fügten sich auch die neuen Songs in das Komplettset ein. Wieder ein Indiz für die qualitativ hohe Konstanz im Songwriting der Band. Metalpuristen und Fans die sich der Band abgewandt haben könnten das aber auch als entwicklungsresistent bezeichnen. Die treu gebliebenen werden diesen Abend jedoch mit 100 Minuten Spielfreude, einem herausragendem Ministry Cover von "Just one fix" und natürlich den beiden All-Time Hits Rattamahata und Bloody Roots in der Zugabe belohnt.