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Konzertbericht
Loud Culture

Bands
Dog Eat Dog
For $ale
Jolly Roger
Tony Gorilla

Locations
Kultur- und Aktionszentrum



Datum: 30.04.2012

Loud Culture 2012

Dog Eat Dog ließen Lünen springen

Lünen (meb)    Am vergangenen Montag rockten die Crossover Helden Dog Eat Dog im Lüner Kultur- und Aktionszentrum (kurz LüKAZ) lautstark in den Mai. Unterstützt durch die lokalen Bands For Sale, Tony Gorilla und den Düsseldorfern Punkrockern Jolly Roger wurde für wenig Geld viel geboten.

Dog Eat dog spielten im Lüner Kultur- und Aktionszentrum. Foto: Markus Ebbert

Den Anfang machten For Sale. Vor zurückhaltendem Publikum hatte die fünfköpfige Truppe aus Dortmund die
Fotos zum Konzert
Homepage von Dog Eat Dog
schwierige Aufgabe das Eis zu brechen. Unbeeindruckt dessen gaben die Jungs dennoch alles, und konnten nach der einen oder anderen Aufforderung den größten Teil der Zuschauer vor die Bühne locken.

Etwas enger und enthusiastischer ging es dann bereits bei Tony Gorilla von statten. Diese boten einen äusserst energischen Punkrock-Sound ala Black Flag, und erinnerten gesanglich streckenweise an den guten alten Glenn Danzig. Getrieben durch die eigene Band im Nacken blieb dem Sänger und Frontmann zwischen den Songs kaum Luft zum atmen, geschweige denn um eine klar verständliche Ansage zu tätigen. Denn dieser gab bei jedem Song 100% und scheuchte, so unmöglich wie das aufgrund der geringen Bühnenfläche zu seien schien, permanent umher und sang sich die Seele aus dem Leib. Für so viel Einsatz und Engagement gab es einen tosenden Applaus vom Publikum, welches inzwischen den Bühnenrand erreicht hat und sich bereits warm gesprungen und getanzt hat.

Es folgten die Jungs von Jolly Roger. Mit deutschsprachigem Punkrock der Marke Betontod o.ä. stehen die Jungs für starke Riffs und melodischen Doppelgesang. Mit politischen und sozialkritischen Texten, sowie ein paar Coverversionen von u.a. RastaKnast können die 4 jungen Herren aus Düsseldorf durchaus überzeugen.

Waren es bisher die kurzen Pausen zwischen den bisherigen Bands, welche man hervorragend für einen Toilettengang und ein neues Bier nutzen konnte, um wieder pünktlich am Ort des Geschehens zu seien, dauerte die letzte Umbaupause für den Headliner des Abends eine gefühlte Ewigkeit. Unzählige Male wurden Bass, Gitarre, Snaredrum und Mikrofone gecheckt, Kabel ausgetauscht, Handtücher und Mineralwasser bereit gelegt. Die Spannung stieg proportional mit jedem „Check! Check! One, Two!“ welches die Roadies dem Tontechniker zuwarfen.

Nach knapp 45 Min. umbauen und vorbereiten war es dann endlich soweit: Zur Star Wars Melodie marschierten die 5 Herren von Dog Eat Dog auf die Bühne, und legten direkt zum Einstieg mit "Games" mächtig los. Gefolgt von "Good Times" und "Pull my Finger", und Perlen wie "Rocky" und "Whos the King" überließ man hier nichts dem Zufall! Die Menge sprang und sang was das Zeug hielt, und beherzte die Ansage von Dog Eat Dog-Fronter JC „The Stage is yours, the mic is yours!“. Unzählige nutzten die Bühne als Sprungbrett in die Menge, andere, etwas mutigere Kandidaten schnappten sich das Mikrofon und gaben die ein oder andere Strophe, gemeinsam mit der Band zum Besten. Nach ca. 1,5 Std. war dann leider schon Schluss mit Lustig, als Zugaben gab es noch "No Fronts" und "Dog Eat Dog".