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Konzertbericht

Bands
Roger Cicero

Locations
Lanxess Arena



Datum: 14.03.2012

Roger Cicero verzaubert Lanxess-Arena

Die Liebe zur Musik gewürzt mit Witz und einem super Sound

Köln (sw)    Mittwoch Abend gegen 20:10 Uhr. Die Bühne ist in blaues Licht getaucht, ein wenig Nebel steht. Ein doppelter Treppenaufgang mit kleinem Plateau in der Mitte ist aufgebaut. Auf dem Plateau stehen Schlagzeug und ein Keyboard, neben der Treppe sind die Bläser aufgebaut und im Zentrum, zwischen den Treppen sind Percussion und Gitarren untergebracht.
Dann ist es soweit, die Band kommt auf die Bühne und beginnt zu spielen. Ein fetziger Jazzsound erklingt, und nach einigen Momenten kommt Roger Cicero auf die Bühne und singt mit einer sehr angenehmen Stimme seinen Opener.


Roger Cicero in der Lanxess-Arena Foto: Sarah Wolff

Es dauert nicht lange, da merkt man, dass die Füße nicht stillhalten wollen. Ein Drang zu tanzen macht sich breit. Kein Wunder also, dass es die meisten Leute nicht auf den Stühlen Hält.
Fotos zum Konzert
Homepage von Roger Cicero

Die Ausleuchtung der Bühne war einfach gehalten. Keine Effekte. Einzig eine dreigeteilte Videoleinwand im Hintergrund und einige Scheinwerfer. Sonst nichts. Einfach aber effektiv.
Roger Cicero selber trat sehr legere, aber dennoch elegant auf. Gekleidet in Sakko, Shirt und Schicker Hose, durfte natürlich sein Markenzeichen, der Hut nicht fehlen.
Über das gesamte Konzert hinweg suchte der sympathische Mann den Kontakt zu den Fans. Sei es durch einen kleinen Flirt von der Bühne aus, die Animation zu klatschen oder aufzustehen oder ein kleiner Rundgang durch den Innenraum. Diesen Rundgang nutzte er um die Nähe zu seinen Fans zu genießen. Da wurde geflirtet, es wurden Fotos gemacht und auch einem Freund eines weiblichen Fans freundlich der Tipp gegeben, dass es verboten sei, während des Konzertes eine Videokamera zu nutzen. Selbst als er von mehreren Fans Überfallen wurde blieb er cool und scherzte weiter. Alles in allem ein Entertainer, der mit seiner ausgebildeten Stimme und einem Gespür für die Musik es schafft, die gut gefüllte Lanxess-Arena in seinen Bann zu ziehen. In diesem Rahmen erzählte er auch ein wenig was aus seinem Leben. Wie er zur Musik fand, den ersten Auftritt im zarten Alter von 12 Jahren mit der Chansonsängerin Helen Vita im Vorprogramm, sein Musikstudium und seine ersten Erfahrungen im Musikgeschäft mit der FIRST Showband (auch wenn er darauf nicht allzu stolz zu sein schien...). Er outete sich als Bond- und Sting-Fan, wobei er ein sehr gefühlvolles und von ihm selbst auf der Gitarre begleitetes Cover des Sting-Songs "Brought to our senses" spielte.
Ein besonderes Highlight war jedoch der Auftritt eines jungen Nachwuchstalentes. Hierbei handelte es sich um die 16-jährige Emily Fröhling aus Oldenburg. Sie brachte eine Eigeninterpretation des Kelly Clarkson Songs "Beautiful Disaster" mit, welches Herr Cicero persönlich und ohne Band am Klavier begleitete. Und eines muss man dem Mädchen lassen... Eine starke und klare Stimme, ein wenig soulig-rauchig, aber eingängig. Alles in allem ein super Auftritt eines Riesentalents, welches hoffentlich eine große Zukunft in der Musik hat.
In der zweiten Hälfte des Konzerts ging es dann mit einem etwas abgeänderten Outfit weiter. Aber der Sound blieb gleich. Barjazz mit dieser Gefühlvollen Stimme. Eingängig, angenehm und auch Wert nochmal gehört zu werden!
Gegen Ende des Konzertes gab es dann noch ein Sportfreunde Stiller-Cover. Eine Jazzinterpretation von "Ein Kompliment". Eine interessante Interpretation die zum mitsingen einlud.

Fazit zum gesamten Konzert: Ein gelungener Abend. Gute handgemachte Livemusik, ein Sänger der das Publikum begeistert und der die Musik liebt gekrönt mit Witz und einem Sinn für Selbstironie.

von Philip Schwahn und Sarah Wolff