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Konzertbericht

Bands
Itchy
Zebrahead

Locations
Lagerhalle



Datum: 13.03.2012

Zebrahead und Itchy Poopzkid in Osnabrück

Reunion-Tour zweier Punkrock-Größen

Osnabrück (ml)    Zebrahead und Itchy Poopzkid spielten in der Osnabrücker Lagerhalle ein lautes und schweißtreibendes Konzert. Leider ohne die, ebenfall für diesen Abend angekündigten 5Bugs deren Schlagzeuger erkrankt ist.

Zebrahead und Itchy Poopzkid spielten zusammen in der Osnabrücker Lagerhalle. Foto: Britta Flachmeier

Zebrahead und Itchy Poopzkid gehen gemeinsam auf Tour. Klar ist, dass da keine Band kleiner als die andere ist
Fotos zum Konzert
Homepage von Zebrahead
Homepage von Itchy Poopzkid
und so kriegt auch das Publikum in Osnabrück zwei Headliner-Shows zu sehen. Auf der Tour wechseln sich die beiden Punkrock-Größen ab.


"Zebrahead sind schon über 40 und rennen immer noch in Hawaiihemden rum"

An diesem Dienstag beginnen Itchy Poopzkid. Sie fangen mit "Why Still Bother" an. Das Publikum fängt auch an, und wie es anfängt. In kürzester Zeit etabliert sich ein Moshpit, der die Besuchermenge in Wellen durch den vorderen Teil der Lagerhalle trägt. Da diese ein Schlauch ist, bleiben dieses Mal auch die Flanken nicht verschont.

Mit "The Living" setzen Itchy Poopzkid ihr Set fort. Hiernach verraten sie uns, dass sie sich auch über Osnabrück informiert haben. Und anscheinend wissen sie sogar mehr als die Osnabrücker selbst. Nach ihren Recherchen hat Osnabrück eine Siebenschläferplage. "Another Song The DJ's Hate" folgt zur Rettung der Siebenschläfer.

Nicht nur, dass sie witzig sein können als auch tierlieb, beweisen Itchy Poopzkid. Sie sind auch vielseitig an den Instrumenten. Itchy Poopzkid dürfen sich nach einem Rollentausch aller Mitglieder an den Instrumenten im Uhrzeigersinn als erste 360°-Band des Landes bezeichnen und leiten über zu "Mute Somebody".

Auch Seitenhiebe gegenüber Zebrahead und ein Plausch mit dem Publikum dürfen nicht fehlen. In der ersten Reihe erblicken die Jungs von Itchy Poopzkid eine junge Konzertbesucherin, die erklärt, dass sie am heutigen Tag 14 Jahre alt geworden ist. Natürlich wird dieses junge Alter für eine Erste-Reihe-Besucherin auf einem Punkrockkonzert nicht unkommentiert gelassen: "Die eine da ist heute 14 geworden. Wir schon schon mehr als doppelt so alt, aber die Jungs von Zebrahead sind schon über 40 und rennen immer noch in Hawaiihemden rum".

"Down Down Down" leitet das Ende ihres Sets ein und den Anfang vom Zugabenteil, der mit "It's Tricky", ein Cover von Run DMC, auch folgt und da das kein Mensch, der nebenbei ein Instrument spielt, auch runterrappen kann, holen sich Itchy Poopzkid Verstärkung von ihren Roadies, die die Ehre haben Bass und E-Gitarre zu spielen. Nach 70 Minuten Spielzeit (eine stattliche Summe für einen Support, der gar keiner ist) beenden Itchy Poopzkid ihr Set mit "The Enemy".


"Ich mag Deutschland, aber am liebsten mag ich es zu Oprah Winfrey zu masturbieren"

Zebrahead sind eine regelrechte Sommerband. Schon in der Umbaupause gibt es neben "Red Red Wine" auch "Aloha He" zu hören. Noch schärfer sind allerdings die Cocktails, die in Becherhalten an den Mikrofonständern angebracht sind und den Vogel schießt die Tiki Bar auf der Bühne ab.

Da sind selbst die allseits bekannten Hawaiihemden von Zebrahead Nebensache.

Schon der Soundcheck lässt aber darauf deuten, dass Zebrahead keine leise Band sind. Mit "Rescue Me" geht es dann auch sehr laut auf die Bühne und auch das Publikum ist wieder allzeit bereit für jeden Spaß. Nachdem sich Itchy Poopzkid mit einem Hinsetzpart verabschiedet haben, fangen Zebrahead mit einem Hinsetzpart an.

Sie spielen schnell ihre Songs runter, aber auch Ansagen dürfen zwischen den Liedern nicht fehlen und so wird auch angekündigt, worauf Itchy Poopzkid vorher schon hingewiesen haben, dass Bassist Ben heute Geburtstag hat. Natürlich gibt es ein Geburtstagsständchen aus dem Publikum, wofür sich Ben bedankt und er verrät dem Publikum: "Ich mag Deutschland, aber am liebsten mag ich es zu Oprah Winfrey zu masturbieren."

Es folgen "Ricky Bobby", "Hell Yeah" und "Hello Tomorrow". Zeit für eine Umfrage: "Wer ist denn zum ersten Mal auf einer Show von Zebrahead?" Einige Hände gehen hoch.  "Okay, alle erstmaligen Besucher werden sofort zu ultimativen besten Freunden von uns und vom restlichen Publikum. Umarmt euch doch bitte."

Gesagt, getan und weiter geht es. Eine Zebrahead-Show, obwohl ca. 90 Minuten lang, vergeht schnell. Es dauert nicht lange und sie spielen ihr Covermedley, welches sie dieses Mal aus Avril Lavigne's "Girlfriend", auch Britney Spears "Oops I Did It Again" und aus dem Spice Girls-Hit "Wannabe" zusammen gesetzt haben.

Zu "Playmate of the year" laden sie dann zwei Konzertgäste auf die Bühne ein, dort an der Bar einen Cocktail zu trinken und auch Itchy Poopzkid kommen noch einmal auf die Bühne, um ein gemeinsames Foto zu machen.
Ali Tabatabaee verrät, dass Itchy Poopzkid und Zebrahead schon einmal zusammen auf Tour waren. Damals waren jedoch nur 20 Personen auf dem Konzert. Jetzt ist die Halle voll. Das ist jetzt sozusagen die Reunion-Tour.

Mit "HMP" beendet Zebrahead das Set und eigentlich wollten sie auch nicht wieder auf die Bühne kommen. Wenn Osnabrück jedoch nach Zugabe ruft kann auch Zebrahead nicht anders und hängt mit "Postcards from hell" und "Blackout" noch zwei Songs an ihre Setlist an.