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Konzertbericht

Bands
Deathstars
Marionette

Locations
Luxor



Datum: 10.03.2012

Relativ ungeschminkte Deathstars rocken das Luxor

Lautstarke Unterstützung vom Supporter "Marionette"


Foto: Sarah Wolff
Köln (sw)    Am vergangenen Samstag spielten die Deathstars im Kölner Luxor. Als Support wurden sie von Marionette begleitet.

Als Vorband brachen die Deathstars ihre Landsmänner "Marionette" mit. Diese waren zwar Geschmackssache aber haben den Laden richtig aufgeheizt
Fotos zum Konzert
Homepage von Deathstars
Homepage von Marionette
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Die Deathstars haben die Erwartungen des Publikums durch den harten Sound und das legere, ungestylte Auftreten durchkreuzt und damit die Grundlage für ein richtig geilen Auftritt geschaffen, den sie dann auch abgeliefert haben.

Die Vorband der Deathstars, der Deathmetal-Szene angehörig, hat vom musikalischen her nicht so ganz zu den Deathstars gepasst. Obwohl man den Jungs von Marionette allerdings lassen muss, dass sie ihre Instrumente gut beherrschen.

Sie haben bei ihrem Auftritt viele Einflüsse aus der Hardcoremetal Szene gezeigt.

Zum einem der Sänger, der Deathmetal untypische Schreier und Growls abgegeben hat - zum anderen waren auch Elektroeinlagen hier und da zu hören und viele sehr unerwartete Tempi- und Taktwechsel in Kombination mit heftigen Blasts.

An und für sich eine interessante musikalische Kombination, aber doch eher Geschmackssache.

Trotz oder grade wegen alle dem wurde das Publikum von Marionette doch sehr gut angeheizt. Die Mähnen vieler Besucher flogen bangenderweise durch die Gegend und die Band hat auch mächtig Applaus geerntet als sie die letzten Songs anstimmte …

Nach der üblichen Umbaupause war es dann soweit die Deathstars betreten die kleine Bühne des Luxors und zwar, völlig unerwartet, so gut wie ungeschminkt, kein Glitzer- Make up nur in schlichtem weiß gehalten mit ein wenig schwarz an den Augen.

Auch die Outfits bestanden nur aus legeren schwarzen Klamotten, dh. Jeans und Oberteil.

Im Vergleich zu sonstigen Auftritten eine nette Abwechslung, da man die 5 Jungs und vor allem den Sänger sonst immer im Military-Goth-Glamour-Outfit auf der Bühne sieht. Doch die berühmte Mütze des Sängers ist dann doch im Verlauf des Konzerts hier und da mal aufgetaucht.

Ebenso überraschend der sehr rockige Sound der Band, denn wenn man sie nur von CD kennt oder eins, zwei Mal als Vorband gesehen hat, hätte man eher was ruhigeres erwartet, oder ein nicht so gut abgemischten Sound, aber als Hauptact ist guter Sound ein muss.

Der Auftritt ist sehr gut gelaufen. Einerseits durch die kleine Location und andererseits das nicht-aufgestylt-sein der Band, verlieh dem Publikum das Gefühl noch näher an der Band zu sein und ein gewisses back to the roots Gefühl.

Zu den Songs :
Natürlich wurden die Klassiker wie „Motherzone“, „Blitzkrieg“, „Cyanide“ oder „Tongues“ nicht ausgelassen, aber man konnte auch viel neueres Material heraushören, wie zB „Metal“ oder „Death Dies Hard“

Ob bei den alten Klassikern der Band oder den neuen etwas kernigeren Songs; das Luxor verwandelte sich in einen Hexenkessel …

Das Publikum hat dermaßen mitgefeiert das sich sogar hier und da kleine Moshpits aufgetan haben, die Urmetaller haben ihr Haar fliegen lassen, hier und da haben einige getanzt. Bei den bekanntesten Songs haben die Leute lauthals mitgesungen und immer wieder waren die Hände erhoben und die Teufelsgabel war zu sehen...

Die Band hat das Publikum dermaßen mitgerissen - und das Publikum feierte die Band, die Songs und die allgemein super Stimmung im Luxor.

Die Vorband Marionette war Geschmackssache hat aber den Laden doch ganz gut aufgeheizt.

Der Hauptact, die Deathstars, haben sehr gut gespielt, haben die Erwartungen des Publikums durch den harten Sound und das legere, ungestylte Auftreten durchkreuzt und damit die Grundlage für ein richtig geilen Auftritt geschaffen, den sie dann auch abgeliefert haben.

Das Publikum hat gefeiert die Band hat sich über die Publikumsbeteiligung gefreut ...alles in allem ein Top Gig! Daumen hoch, es hat sich wirklich gelohnt die Jungs Mal in einem kleinem Laden zu sehen!

Das einzige Manko war vielleicht die kurze Spielzeit denn um 21:50 Uhr war es nach einer Zugabe schon alles vorbei....

von Vivian Lentjes und Sarah Wolff