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Konzertbericht

Bands
Dikta
Roland Meyer de Voltaire

Locations
Musikbunker



Datum: 16.01.2011

Dikta in Aachen

Zum zweiten Mal spielen Isländer unter der Erde

Aachen (m2w)    von Sven Droste - Am Sonntag, dem 16. Januar war die isländische Band Dikta zum zweiten Mal im Musikbunker zu Gast. Nach ihrem ersten Deutschlandkonzert im Mai 2010 war diese Show in Aachen der Auftakt zu einer kleinen Tour durch Deutschland, die sie auch nach Köln, Stuttgart und Frankfurt führte. Ein kleines Warm-Up für die folgende Tour zum Deutschland Release ihres Album Get it together im März.

Bilder zum Konzert
Homepage von Dikta
Homepage von Roland Meyer de Voltaire


Das Programm des Abends bestand aber nicht nur allein aus den vier Isländern, die mit ihrer Band Dikta zu den erfolgreichsten Acts in Island zählen, sondern auch aus dem ebenfalls durch Smarten-Up Records vertretenen Roland Meyer de Voltaire, Kopf und Namensgeber der Indi-Band Voltaire, mit seinem Soloprogramm. Roland präsentiert sich klassisch im Singer-Songwriter-Gewand nur die Gitarre, die Bühne und das Publikum und spielt die Songs seiner Solo EP Lauf, lauf, bisher nur online auf Audiomagnet erschienen, und auch Titel seiner Band Voltaire.

Nach einem, wie Jón Bjarni Pétursson sagte, grandiosen Auftritt beim Eurosonic Noorderslag in Groningen am Vortag gingen Haukur, Jón, Jón und Skuli mit bester Laune auf die Bühne. Beim ersten Ton schon reißen sie die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums an sich. Dikta sind auf den Punkt da, kein Vorgeplänkel, kein sich rein finden. Die vier Jugendfreunde verstehen sich blind und sind eins mit ihren Songs. Sie sind auf der Bühne, das scheint für sie alles zu sein was zählt.

Haukur wechselt von der Gitarre zum Piano hin und zurück, singt dabei mit einer Power und Sanftheit die man nicht oft hört. Neben seiner Stimme ist der Sound von Dikta geprägt vom Fender Reverb Klang der Gitarren und einem Bass- Schlagzeugfundament, das groovt wie die Hölle. Und Jón, Haukur, Jón und Skuli haben Spaß dabei, dass kann man an ihren kleinen Gesten sehen.

Sie machen ständig Faxen, Haukur pustet Skuli ins Ohr, will ihn ablenken, während sie beide zusammen bei Just getting started am Piano spielen Haukur sitzend und Skuli verkehrt herum von der anderen Seite. Das alles zusammen trägt dazu bei das die Band das Publikum in kürzester Zeit gefangen hat und nicht mit nur einer Zugabe von der Bühne gehen darf. Der letzte Song ist dann ein Lied in ihrer Muttersprache. Eigentlich ein Weihnachtslied, so Haukur, aber das würde niemand merken, denn es versteht niemand den Text. Also ist es jetzt ein Osterlied.

Zusammenfassen kann man den Abend, in Anlehnung an einen Satz der vor Kurzen auf Prinz-online zu lesen war, mit folgenden Worten. Wenn Dikta auf die Bühne gehen, dann holen sie dir die Sterne vom Himmel, polieren sie und hängen sie dann wieder auf. Und dabei wird derbe gerockt. Hoffentlich kommen, wenn im März die Single und das Album in Deutschland erscheint, noch mehr Menschen auf den Geschmack und ziehen sich die vier dann auch live rein. Wer das verpasst naja, selber schuld.