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Konzertbericht

Bands
Black Box Revelation
Eagles of Death Metal

Locations
Essigfabrik



Datum: 04.03.2009

Auf Tour

Eagles of Death Metal in Köln

Köln (m2w)    von Tobias Tauch

Voll, aber nicht überfüllt. Das war die Essigfabrik am vergangenen Mittwoch. Geladen hatten die Eagles of Death Metal zu einem Feuerwerk aus Songs ihrer drei Alben.

Bilder zum Konzert
Homepage von Eagles of Death Metal
Homepage von Black Box Revelation


Bevor jedoch die Altrocker sich dem Publikum stellten ließen sie das Nachwuchsduo „Black Box Revelation“ den Vortritt. Und die beiden Belgier nutzten ihre Chance vom ersten bis zum letzten Ton ihres Auftritts. Mit ihrem an die „White Stripes“ erinnernden, jedoch nicht zu vergleichenden Sound rissen sie die Besucher in der immer noch voller werdenden Fabrik mit. Gerade bei ihrer aktuellen Single „I Think I Like You“, die inzwischen ihren Weg - vollkommen zurecht - in Funk und Fernsehen gefunden hat, wollte man nicht glauben, dass dort "lediglich" die Vorband auf der Bühne stand.
Zum Glück muss man dies auch nicht. Die beiden Jungs aus Brüssel kommen Ende April mit ihrer eigenen Tour zurück nach Köln. Genauer am 23.04. ins Gebäude 9.

Einige der Besucher wird man dort bestimmt wieder treffen, denn leider war für das Duo nur eine halbe Stunde eingeplant und sie somit gegen 20:30 Uhr wieder von der Bühne. Trotzdem bekam man Hunger auf mehr. Mehr „BBR“, mehr Musik. Vor allem bekam man nun aber Hunger auf die „Eagles“. Die ließen sich jedoch Zeit. Fast 40 Minuten bastelten zwei oder drei Helferlein, bevor das Licht aus ging und die „Eagles“ sich aus dem Backstage-Bereich trauten.

Begrüßt wurde das Publikum nicht mit Songs, sondern Küsschen und Handschlägen. Erst nachdem Band und Zuschauer sich gegenseitig gefeiert haben legten die vier "Altrocker" mit ihrer unverkennbaren Mischung aus Stoner- und Garagerock los. Von Anfang an legten Jesse aka. "The Devil" und seine Kumpanen los und gönnten dem Publikum erst nach dem dritten Song die erste Verschnaufpause. In dieser äußerte sich Sänger Jesse überglücklich: "Ihr seid bisher das größte Publikum dieser Tour", prostete er Besuchern mit seiner Cola zu, bevor es weiter ging. Auch die nächsten Songs heizten das Publikum weiter und ließen die ersten Croudsurfer nach vorn gleiten. Diese Begrüßte Jesse, indem er die Security mit den Worten "This guys saving your heads tonight" begrüßte. Ebenso bedachte er seine Freundin Backstage mit einem innigen Kuss.
Weiter ging es mit "Wanna Be in LA" (meine ich zumindest), dem eine von Jesse geforderte Welle voraus ging, die wieder von Zahlreiche Fans zum surfen genutzt wurde. Weitere Songs vergingen, bevor die Eagles dem Publikum und vor allem den ersten Reihen die nächste Verschnaufpause einräumten. Diese blieb jedoch nur kurz und wurde nach verabreichen des Insolins von "old man" Dave mit einem der Topsongs "The Eagles love YOU" beendet. Und das der Titel nicht nur eine Phrase war bewies Jesse mit Küsschen und Herzchen fürs Publikum. Aber auch Schlagzeuger Joey Castillo, auch aktiv bei den „Queens of the Stone Age“, gab alles und verlor bestimmt zwei oder drei Liter Körperflüssigkeit allein durchs schwitzen. Und auch ich bin bestimmt um etwas leichter nach dem Konzert. Zwar finde ich persönlich die Eagles auf den Alben eintönig, doch mit ihrem perfekt abgestimmten Liveprogramm rissen sie selbst mich mit.

Einen weiteren Höhepunkt inklusive Tanzeinlagen Jesses erreichten die vier US-Rocker mit dem 15. Song, der meiner Meinung auch einer ihrer besten ist: "The Boy Is Bad News". Ähnlich mussten es auch viele der Besucher gesehen haben. Wären sie eine welle gewesen, erreichten sie jetzt die Brandung. Auch das Konzert selbst schien das Ufer erreicht zu haben, denn unter tosendem Applaus verließen die vier Rocker nach fast genau einer Stunde die Bühne, was die weiter singenden Fans allerdings kaum störte.
Nach ein paar Minuten kam Jesse "The Devil" Hughes witzelnd allein zurück auf die Bühne und spielte "So Easy" vom Album "Peace Love Death Metal" alleine, was meiner unbedeutenden Meinung nach besser klang als das Orginal. Genau das selbe haben jedoch wohl auch seine Bandkollegen gedacht und Brüllten, nur in den vorderen Reihen vernehmbar, trotz der bitte Jesses zurück zu kommen "play alone". Allerdings hatten Dave Catching, Bassist Brian O'Conner und Joey ein Herz und stiegen nach der ersten Strophe des nächsten Songs wieder ein. Was auch vom Publikum belohnt wurde. Als hätte es keine Pause gegeben machten sie dort weiter, wo sie aufgehört haben: Beim Croudsurfing!
Noch drei mit Tanzeinlagen und Solis gespickte Songs hielten die Eagles für ihre Fans bereit, bevor Jesse zum Abschluss Joey ein Gitarrensolo spielen lassen hat. Leider vergaß er dabei seine Sticks aus der Hand zu nehmen und ließ alle Seiten reißen.

Somit ging ein rundum gutes Konzert nach 90 Minuten und einem tosendem Abschlussapplaus von Publikum und Band zu Ende, bei dem Vorband „Black Box Revelation“ und „Eagles of Death Metal“ den Zuschauern eine Top Show geboten haben.