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Konzertbericht

Bands
Novillero
Tomte

Locations
Ringlokschuppen



Datum: 08.11.2008

Live in Concert

Nordlichter im Ringlokschuppen

Bielefeld (vv)    Samstag war der Tag der Tage, nachdem wir mit Schrecken feststellen musste, dass Thees Uhlmann seine Stimme schonen muss und dadurch an dieser Stelle kein Interview geben konnte, waren wir froh, dass das Konzert von Tomte im Ringlokschuppen umso besser wurde.

Bilder zum Konzert
Homepage von Tomte
Homepage von Novillero


Bis kurz vor Einlass fand sich vor dem Eingang eine eher übersichtliche Menge an Menschen wieder, die dann um Punkt sieben Uhr den Ringlokschuppen enterten.
Erst einmal umschauen, Leute erspähen und den besten Standpunkt für den Auftritt nachher suchen. Nachdem das alles erledigt wurde, gings sogar schon überpünktlich los mit dem Support. Um kurz vor acht erklimmen Novillero aus Kanada die Bühne und überzeugen mit handfestem Indie-Rock. Der Mittelpunkt der Band lässt wahnsinnig an Ricky Wilson von den Kaiser Chiefs erinnern, weil er mit der gleichen Energie und Spannung über die Bühne rauscht und sich mit ihr verbindet. Novillero kommt sehr sehr sympathisch rüber, inklusive ihrer Musik, versteht sich. Für meine Verhältnisse hätten die Herren ruhig noch etwas Zeit auf der Bühne verbringen dürfen.
Andererseits freut man sich ja auch schon irgendwie auf Tomte, wenn man doch so da steht. Die Umbaupause recht kurz gehalten, geht es dann auch schon los.
Die ersten Orgel-Töne aus Simons Instrument erklingen und lassen sofort erkennen, dass das Set mit „Heureka!“ vom gleichnachmigen, aktuellen Album von Tomte beginnt. Fängt ja schonmal gut an, denk ich mir. Ich hab mich wirklich drauf gefreut. Und als ich dann auch noch sehe, dass Herr Uhlmann so mit Bielefeld sympathisiert, dass er sich nachmittags in der Stadt sogar einen Bielefeld-Pulli kauft, erwärmt das doch etwas mein Herz. (Danke Simon, dass du ihn in seinen Überlegungen in die richtige Richtung geschubst hast „Do it! Do it! Do it! Do it! Do it!”).
Weiter gehts mit einer riesen Auswahl an Stücken, die alle auf ihre ganz eigene Art besonders sind. Natürlich mit einem Schwerpunkt auf „Heureka!“, aber trotzdem so gut gemischt, dass niemand etwas vermissen könnte (...nagut, "Norden der Welt" hat mir schon gefehlt und "Warum ich hier stehe" dem werten Herrn Admin...).
Dafür bekam ich „Wie siehts jetzt in Hamburg aus“ auf meine Stadt zugeschrieben - Rheda-Wiedenbrück ist schon eigentlich ganz bezaubernd, mein lieber Thees!
Nach 12 Liedern folgte schon die erste Zugabe, acoustic, begleitet mit Cello, drei Lieder lang. Und schwups, waren sie wieder weg. Aber nicht lang, denn die fünf Jungs gaben noch eine Zugabe von vier Liedern. Highlight dabei: „New York“ und natürlich „Ich sang die ganze Zeit von dir“.
Die dritte und letzte Zugabe war dann „Die Geigen bei Wonderful World“, Thees bedankte sich bei seinem Publikum, das Publikum noch viel mehr bei ihm und der ganzen Band. Mit dem Song gab es einen schönen Abschluss von einem mehr als abgerundeten Set.
Tomte liebt Bielefeld. Bielefeld liebt Tomte.
Sincerely, Vanessa V.