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Omas Teich
Vorbericht

Bands
Adolar
Blackmail
Bratze
Danko Jones
Findus
Herrenmagazin
Hurricane Dean
Madsen
Royal Republic
The Skatoons
The Thermals
Three Chord Society
Timid Tiger
Wir sind Helden
Zebrahead

Locations
Baumschule



Datum: 29.07.2011

Omas Teich 2011

Wenn der Norden rockt!

Großefehn (m2w)    Wenn das Omas Teich Festival im Jahr 2011 wieder über die Bühne geht, wird eine Stadt zwischen Emden und Aurich wieder rocken: Großefehn. Zwischen Bäumen, Wasserdrainagen und unter Möwen treten dieses Jahr unter anderem Wir sind Helden, die Editors, Madsen und Danko Jones auf.

Termin: Freitag + Samstag, 29.07.2011 + 30.07.2011
Location: Festivalgelände Großefehn
VVK: 59 Euro zzgl. VVK-Gebühren
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Homepage zum Festival


Nachdem das Line-Up bereits seit Wochen komplett ist, ist nun endlich auch der Timetable draußen. Wieder einmal wurde bei zwei Bühnen darauf geachtet, dass sich die Bands nicht überschneiden und so ist es gerade für den ambitionierten Musikfan sehr einfach zu planen.

Planen gehört ja sowieso zu jedem Festival und deswegen wollen wir euch unsere Favoriten in chronologischer Reihenfolge noch einmal aufzählen.


Wie sieht der Freitag aus?

Wer schon Donnerstag anreist hat leichtes Spiel. Viele Besucher wird es erst zum Freitag auf das Festival ziehen. Hier sollte eine frühe Anreise geplant werden. Bei 8.000 Besuchern gibt es zwar keinen Stau, aber das Zelt muss aufgestellt werden und man möchte vielleicht nichts verpassen.

Schon um 14:05 Uhr beginnen auf der Zeltbühne The Cads, die einen sehr tanzbaren Indie-Sound auf die Bühne legen. Obwohl die Band noch sehr jung ist werden sie in ihrer Heimat Groß-Britannien schon vom BBC unterstützt. Auf alle Fälle sehenswert, leider mit der undankbaren Aufgabe des Openers befasst.

Direkt weiter getanzt wird dann um 15 Uhr auf der Hauptbühne zu Hurricane Dean, denen man ihre Papenburger Abstammung nicht abhören kann. Sie klingen wie Briten nach einer Mischung aus Bloc Party, dem aktuellen The Wombats-Album und den Kaiser Chiefs.

Wer das letzte Jahr in Erinnerung hat wird es als unüblich bezeichnen können, dass sich direkt ein weiteres Konzert auf der Hauptbühne mit Molotov Jive ankündigt. Sie vereinen ungefähr alles, was in den letzten Jahren Erfolg hatte. The Who wird geschickt mit The Clash kombiniert. Punk mit Indie gekreuzt. Noch eine Prise von den schwedischen Landsmännern Mando Diao. Heraus kommt dann tanzbare, helle, sonnige Rockmusik.

Timid Tiger übernehmen um 16:45 Uhr direkt im Anschluss auf der Zeltbühne. Musikalisch um einiges auffälliger aber auch gewöhnungsbedürftiger mit ihrem schrägen 80er-Jahre-Synthpop sind es gerade die doch sehr alternativen Bühnenoutfits und die gesamte Show, die ein Konzerterlebnis von Timid Tiger zu einem unvergleichlichen Erlebnis machen.

Ein weiteres Highlight auf der Zeltbühne sind Blackmail, die den Laden um 20 Uhr füllen werden. Nach der Trennung von Aydo Abay wurde mittlerweile eine neue Stimme gefunden: Matthias Reetz. Er konnte uns bereits sehr positiv überraschen. Aber macht euch lieber selbst ein Bild davon.

Um 20:45 gibt es dann sehr besondere Musik von einer sehr besonderen Band. Danko Jones, benannt nach ihrem Sänger, betreten die Bühne und werden am Freitag Abend wohl den härtesten und lautesten Pol besetzen. Sticky Situation und First Date sind die bekanntesten Singles der Band und dürfen auf keiner Indie-Tanzfläche fehlen. Live setzt Danko Jones durch seine unsagbar ironischen, sarkastischen und manchmal auch arroganten Kommentare seinen Liedern die Krone auf.

The Thermals sind an diesem Abend die letzte Band mit ausgiebiger Nutzung der Gitarrenverzerrung. Das heißt nicht, dass sie übermäßig laut sind. Sie gliedern sich in das Line-Up des heutigen Tages gut ein mit wieder mal tanzbarem Indie-Rock. Dieses Mal jedoch aus Portland in den USA. The Thermals spielen um 21:45 auf der Zeltbühne.

Die große Besuchermasse wird sich jedoch schon vor der Hauptbühne zum Tanze mit Wir sind Helden versammelt haben. Die Band muss man wohl keinem mehr in Deutschland erklären. In den letzten Jahren ist es zwar etwas ruhiger geworden, nachdem sie ausgiebig Hits gefeiert haben, wie Nur ein Wort, Denkmal oder Müssen nur wollen, dafür haben sie sich weiter entwickelt. Auf ihrem aktuellen Album sind nicht mehr die Pop-Einflüsse, wie auf ihren beiden Erstwerken zu erkennen, sondern es wird viel mehr geprägt durch einen Mix diverser Musikrichtungen. Besonders der Folk hat in ihren aktuellen Stil Einzug gehalten. Sie sind Headliner der Hauptbühne am heutigen Abend und starten um 22:30 Uhr.

Mit Bratze hat eine Audiolith-Band die Ehre den Abend auf der Zeltbühne zu beenden. Sie starten ihr Elektro-Trash-Pop-Set um 23:45 Uhr. Wer jetzt noch nicht schläft hat hier und bei der anschließenden Audiolith Aftershow Party die Chance sich völlig zu verausgaben.


So wird der Samstag

Der Samstag wird schon um 12:30 Uhr auf der Hauptbühne durch Findus eröffnet. Wer jetzt schon wach ist sollte da hin, denn die Hamburger Band hat nicht nur den Namen mit Schweden gemeinsam, sie machen auch Indie-Rock, der stark an die Musik von schwedischen Rockgruppen erinnert.

Three Chords Society schließen sich gegen 13 Uhr auf der Zeltbühne an. Sie machen sehr tanzbaren Punkrock im Stil der Donots allerdings mit mehr Anleihen aus dem Skate Punk. Unbedingt rein hören ist hier die Devise.

Um 14:35 Uhr gehen The Skatoons auf die Hauptbühne. Sie kommen aus Deutschland und machen Ska. Da dieser deutschsprachig ist kommen natürlich automatisch berechtigte Assoziationen zu den Bad Nenndorf Boys und Sondaschule auf. Gut so, denn genauso klingt der Ska der Skatoons auch.

Adolar sind auch noch ein Geheimtipp. Nun sollten auch die letzten aus ihren Zelten gekrochen sein und sich vor die Zeltbühne begeben haben. Gegen 15:20 Uhr gibt es hochenergetischen Indie-Rock gepaar mit eingehenden Texten auf die Ohren. Die Jungs werden noch größer.

Die Band auf der Hauptbühne, die um 16 Uhr dort folgt sind übrigens schon groß. Royal Republic haben sich mit einer Mischung aus Punk und Rock'n'Roll schon durch schätzungsweise jede Clubtür dieses Landes gespielt. Festivals buchen sie, wie verrückt für Nachmittagsslots auf kleinen Bühnen, aber das muss nicht heißen, dass es nicht weiter nach oben geht. Zumindest tut man hier so, als ob die Band aus Deutschland kommt. Oft genug spielen sie ja auch im Lande, aber *pssst* Royal Republic kommen eigentlich aus Schweden.

Herrenmagazin sind auch ein Geheimtipp. Wie so viele beim Omas Teich machen auch sie Indie-Rock mit melancholischen bis heiteren Texten. Das ganze sehr melodiös. Nicht zu Unrecht waren sie schon bei etlichen großartigen Musikern, wie zum Beispiel auch Wir sind Helden im Vorprogramm dabei.

Mit Zebrahead haben die Macher des Omas Teich-Festivals eine grandiose Punkrock-Band aus Kalifornien für die Hauptbühne gebucht. Wie müssen Punkrock-Bands aus Kalifornien klingen? Genau laut und melodiös. Wie ordentlicher Skate-Punk nunmal sein muss. Wie Sum 41, nur punkiger und lauter. Stagetime 19 Uhr.

Eines der großen Highlights an diesem Abend dürften Madsen um 20:45 Uhr auf der Hauptbühne sein. Fast schon headlinerwürdig könnte man sagen. Die Airplay-Charts würden dem auf alle Fälle Recht geben. Mit mittlerweile vier Alben auf dem Buckel scheint der kreative Output der Musiker aus dem Wendland nicht abbrechen zu wollen. Und jedes Album entwickelt sich gegenüber seinem Vorgänger weiter. War das Debüt noch hart und laut hat mittlerweile etwas Ruhe Einzug gehalten. Es ist zwar immer noch laut, aber poppiger. Die Jungs wissen einfach, wie man sich neu erfindet und dabei immer noch den eigenen Wurzeln treu bleibt. Die bekanntesten Lieder sind Du schreibst Geschichte und Lass die Liebe regieren.

Mit Turbostaat sind auch echte Nordlichter am Samstag mit von der Party. Sie finden den Weg um 21:45 Uhr auf die Zeltbühne und werden das Publikum zum Tanzen, sowie das Zelt zum Beben bringen mit ihren Punkrock-Rhythmen. Noch einmal Verausgaben bevor es zu den Editors geht.

Die Editors sind Samstagsheadliner und betreten die Hauptbühne um 22:30 Uhr. Mit viel Pomp und Rock werden sie es wohl schaffen dem Festival einen würdigen Abschluss zu geben. Mittlerweile