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Datum: 16.07.2016

Punkrock-Ikonen auf Tour

Bad Religion kommen nach Bielefeld

Bielefeld (m2w)    Kein Jahr ohne Bad Religion? Letztes Jahr waren die Punkrock-Urgesteine auf zahlreichen Festivals unterwegs. Ihre eigenen Konzerte waren ausverkauft. Dieses Jahr kommen Bad Religion als Dank an ihre Fans zurück nach Deutschland für einige Headline Shows. Fanden drei von diesen Konzerten schon im Juni statt, kann man sich im Juli nun auf weitere fünf Konzerte freuen. Unter anderem wird auch der Ringlokschuppen in Bielefeld besucht.

Die Tour von Bad Religion läuft. Im Juli darf man sich auf weitere fünf Konzerte von Bad Religion freuen. Foto: Marcel Linke

Sie zählen ohne Zweifel zu den Urvätern des Punkrock: Seit ihrer Gründung 1980 in Los Angeles haben Bad Religion die Geschicke dieses Musikstils entscheidend mitgeprägt. 2010 feierten sie mit einer großen Welttour ihr 30-jähriges Bestehen und bewiesen mit ihrem vorletzten Studioalbum „The Dissent Of Man“, welche Ausnahmestellung sie auch nach drei Jahrzehnten noch innehaben. Anfang 2013 erschien „True North“, das dem Erfolg des Vorgängers in nichts nachstand, im gleichen Jahr veröffentlichten sie ihre erste Weihnachtsplatte mit dem passenden Titel „Christmas Songs“.

Mit ihrem Sound hoben sie eines der bedeutsamsten Genres der Rockmusik aus der Taufe. Ohne Bad Religion wäre der globale Siegeszug von Punkrock weniger nachhaltig ausgefallen. Mit ihren Texten sensibilisierten sie mehrere Generationen von Musikhörern für politische und gesellschaftliche Themen. Bad Religion gehören zu den verantwortungsvollsten Rockern, die die Szene hervorbrachte. Kein politisch brisantes Thema, das sie nicht auf ihre Agenda heben. Doch ihre Verdienste reichen weiter. Mit ihrer 1981 gegründeten Plattenfirma ‚Epitaph Records’ waren sie Vorreiter des ‚Do It Yourself’-Gedankens, der seitdem unzählige Musiker beflügelt. Sie sicherten sich so künstlerische und geschäftliche Autonomie. Mittlerweile gehört ‚Epitaph’ zu den bedeutendsten Independent Labels der Welt, eine Vielzahl an Künstlern wurde hier entdeckt und aufgebaut, darunter The Offspring, NoFX oder Millencolin.

Dabei sind sich Bad Religion immer treu geblieben. Ihre Werte, die ihre Lyrik definieren, haben sich über die Jahrzehnte nicht verändert. Es geht um Nächstenliebe, Achtung vor dem Leben und Bewusstmachung der eigenen Existenz. Diese hohen Ansprüche verbanden Bad Religion über ihre 16 Alben konstant mit großen, unter die Haut gehenden Songs voller Melodik. So schufen Greg Graffin (Gesang), Brett Gurewitz, Mike Dimkich und Brian Baker (Gitarren), Jay Bentley (Bass) sowie Brooks Wackerman (Drums) einen Sound, bei dem man über griffige Melodien einen direkten Zugang zu den wichtigen Inhalten findet. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Vor allem die amerikanischen und deutschen Fans haben Bad Religion immer die Treue gehalten. Hierzulande erreichten ihre letzten elf Alben alle die Top 40 der Charts. Die perfekte Symbiose zwischen Spaß und Ernsthaftigkeit findet immer wieder neue Anhänger. So ist es heutzutage nicht selten, wenn ein älter gewordener Punkrocker ein Bad Religion Konzert mit seinen Teenager-Kindern besucht. Eine größere Ehre als diese gelungene Generationsbrücke kann es für eine Band kaum geben.

Bei ihrem letzten Album „True North“ handelt es sich um eine schnelle und mitreißende Arbeit, die an ihren Klassiker „No Control“ angelehnt ist. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, wieder auf das Wesentliche reduzierte Punksongs aufzunehmen, ohne die konzeptuelle Dichte zu opfern“, erklärte Brett Gurewitz. Damit schloss sich rund um ihren 35. Geburtstag ein Kreis, den die unermüdliche Truppe mit zwei Jubiläumsshows in Berlin im Juni stilvoll abrundete. Es wurden denkwürdige Abende. Das kommende Album wird gegenwärtig für Anfang 2017 angekündigt. Viele Songs sind bereits geschrieben, einige davon werden live auch sicher vorgestellt. Doch durch einen Wechsel am Schlagzeug, an dem Brooks Wackerman nun von Jamie Miller (ex-...Trail of Dead) ersetzt wird, sowie durch ein Soloalbum, das Greg Graffin zuvor veröffentlichen möchte, wird die Band erst im Anschluss an die kommende Tournee in die entscheidende Phase ihres dann 17. Studioalbums gehen.

Das sind die Tourdaten im Juli 2016:
15.07., Wiesbaden, Schlachthof (ausverkauft)
16.07., Bielefeld, Ringlokschuppen
17.07., München, Tonhalle
19.07., Frankfurt, Batschkapp
22.07., Wiesbaden, Schlachthof (Zusatzshow)

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und bei Ticketmaster.