Home

Taglist:

Allgemein
Vorbericht

Bands
Good Riddance
NOFX
Pennywise

Locations
Faustwiese



Datum: 17.06.2016

Treffen der Punkrockgiganten

NOFX, Pennywise und Good Riddance auf der Faustwiese in Hannover

Hannover (kl)    Am 17 Juni wird der Olymp des Punk auf die Erde niederkommen und auf der Faustwiese in Hannover einen neuen Standort finden. Denn keine geringeren als Nofx und Pennywise werden zusammen auf der Bühne stehen! Und als ob das noch nicht genug wäre, haben sie mit Good Riddance einen mehr als würdigen Support im Gepäck.

NOFX kommen auf die Faustwiese Hannover und bringen zusätzlich noch Pennywise und Good Riddance mit. Foto: Marcel Linke

Wer Nofx oder Pennywise schon mal gesehen hat, weiß um die Qualitäten der beiden genannten bestens Bescheid. Das aber auch Good Riddance mehr als nur ein Sidekick sind, sollte man sich merken. Denn Sie sind neben den beiden Headlinern eine der amerikanischen Hardcorepunkbands der ersten Stunde. Ich persönlich hatte das Vergnügen sie vor 17 Jahren (Scheiße ist das lange her…) zusammen mit Pennywise auf der Warped Tour in Minden zu sehen. Sie hatten damals ihr Album „Operation Phoenix“ rausgebracht, welches ohne Zweifel eines der Meilensteine der Band ist. Gegründet wurden Good Riddance bereits 1986 in Santa Cruz, Kalifornien. Aber erst 1995 wurde ein erstes Album bei Fat Wreck veröffentlicht. Jedoch erspielten sie sich schnell einen Ruf als sehr politische und meinungsfreudige Band in der Szene. Neben dem oben Genannten „Operation Phoenix“ muss unbedingt „A Comprehensive Guide to moderne Rebellion“ von 1996 als Meilenstein der Band genannt werden. 2007 Lösten sie sich nach 3 Abschiedskonzerten auf, um sich 2012 wieder zu vereinigen. Und meine blassen Erinnerungen an die Show auf der Warped tour sagen: Super Live Band! Also nicht nur für die Main Acts erscheinen.

Pennywise… was sollen wir zu denen noch sagen… . Gegründet in Hermosa Beach, Kalifornien im Jahr 1988, haben über die Jahre die Standards des Melodic Hardcores mitgeprägt, und zählen zu den wichtigsten Vertretern des Genres. Nach einigem lokalen Touren, wird Brett Gurewitz auf die Band aufmerksam und nimmt sie für sein Label Epitath unter Vertrag. Sowohl für ihn als auch für die Band ein unglaublicher Glücksfall. Denn mittlerweile haben Pennywise über 3 Millionen(!) Alben verkauft. Neben dem Erfolg haben Pennywise aber auch einige Schläge hinnehmen müssen. Bassist Jason Thirsk beging 1996 Selbstmord, und Sänger Jim Lindberg stieg zweimal aus der Band aus. Jedoch gingen sie immer wieder gestärkt auch solchen Vorfällen hervor. Als Ersatz für lindberg wurde für zwei Jahre kein geringerer als Zoli Teglas (Hauptberuflich Sänger bei den unglaublichen guten Ignite) ans Mikro gelassen. Seit längerem wieder in Originalbesetzung, beehren sie neben einigen Festivals die Bühne der Faust, um uns teils persönlichen, teils politisch und gesellschaftskritischen Melodic Hardcore um die Ohrmuscheln zu hauen. Am bekanntesten dürfte der Song „Bro Hym“ sein, der bei jedem Konzert zu Ehren des ehemaligen Mitglieds Jason Thirsk als letzter Song gespielt wird.
Und NOFX brauchen ebenfalls keine Vorstellung. Gegründet von Fat Mike, Eric Melvin und Erik Sandin im Jahre 1983 in Los Angeles, haben sie sich in ihrer über 30 jährigen Karriere den Ruf als Vorreiter des Amipunk zu sein erspielt. Stets kreativ und ironisch haben sie sich eine riesige Fanbase weltweit erspielt. Besonders nach dem Einstieg von El Hefe erweiterte sich der musikalische Horizont der Kalifornier. Denn anders als die beiden voran Genannten Bands lassen NOFX auch Einflüsse aus anderen Genres zu. So ist einer ihren größten „Hits“ ein Reggae Song namens „Kill all the white man“. Und sie haben mit „The Decline“ eine Punkoper geschrieben. 18 (!!!!!) Minuten am Stück schneller, abwechslungsreicher Punkrock, der immer wieder von kurzen ruhigeren Passagen durchsetzt ist. Auch ist ihnen das Politische nicht fremd, nur verpacken sie dies nicht in plakative Botschaften, sondern in feine Ironie, die erst auf den zweiten Blick deutlich wird. Und in ihrem doch recht weit vorangeschrittenen Alter, stehen NOFX nicht für Stagnation. Zum Beispiel hat Fat Mike letztes Jahr ein Theaterstück geschrieben und die Band hat Anfang des Jahres ein Buch herausgebracht. Aber auch ihre Interpretation von Punk ist immer wieder aufs Neue. Dann lass uns mal hoffen, dass sie noch weitere 30 Jahre weitermachen und uns, mittlerweile in Rollstühlen sitzend, ein Grinsen ins Gesicht meißeln! Wer DA nicht hingeht… Selbst schuld und Scheintod!