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Festivaldebüt auf dem Flughafen

Das Rockair geht in Paderborn/Lippstadt in die erste Platzrunde

Paderborn (ml)    Neue Festivals sind immer eine spannende Sache. Nachdem es das Serengeti Festival nicht mehr gibt, versucht sich nun ein Festival auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt in Ostwestfalen-Lippe zu etablieren. Am 19. Mail geht zum ersten Mal das Rockair in die Platzrunde.

Vor zwei Jahren spielten die Guano Apes beim besten Serengeti Festival aller Zeiten. Nun sind sie der erste Headliner beim neuen Rockair Festival auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt. Foto: Marcel Linke

Wo ab September ein Flugzeug Urlauber nach Gran Canaria bringt, wo von Kleinstmaschinen bis zu großen Jets alles landet und startet wird es laut. Das haben Flughäfen nunmal so an sich.

Am 19. Mai 2016 wird es aber anders laut. Denn dann geben sich Rockbands zwischen Landebahn und Hangars die Klinke in die Hand. Das findet zwar ausgerechnet auf einem Donnerstag statt, lässt sich aber anders wegen den Genehmigungen nicht besser lösen.
In Ostwestalen-Lippe hat man sich aber durch das Campus Festival Bielefeld und das AStA Sommerfestival Paderborn schon an die Donnerstagsfestivals gewöhnt und so kann auch die Erstauflage des Rockair Festivals ein voller Erfolg werden. Immerhin wird für das erste Festival ein sehr hochkarätiges Line-Up geboten.

Gehen wir mal der Reihenfolge aus der Running Order durch. Natürlich hat man an Arbeitnehmer gedacht beim Buchen der Bands und beginnt somit spät um 17 Uhr mit Haudegen, die in der deutschen Rockszene derzeit nach und nach an Bekanntheit gewinnen. Haudegen treten auf der Hauptbühne auf. Ja, ihr habt richtig gehört. Hauptbühne! Es gibt also zwei Bühnen. Auf der zweiten Bühne, der Hangarbühne schließen sich die Bands abwechselnd an. Enter Metropolis sowie Staubkind haben hier je zwei Slots auf der Hangarbühne. Während sich Enter Metropolis noch ihr Publikum erspielen müssen, hierbei aber schon auf Gigs mit den H-Blockx, Luxuslärm und Revolverheld zurückblicken kann, sind Staubkind, die zuerst im Gothic-Bereich begonnen haben und sich in den letzten Jahren in Richtung Rockmusik entwickelt haben, schon bekannte Vertreter ihrer Zunft.
Auch ganz im Zeichen deutscher Rockbands stehen auch Betontod. Feinster Punkrock ist das, was die Band macht. Damit reiht sie sich ein in eine Riege von Bands, wie Kmpfsprt, Marathonmann, aber auch den Toten Hosen. Prägend bei Betontod sind auch ihre politischen Songs, wie "Geschichte", welches letztes Jahr veröffentlicht wurde und den neuen deutschen Hass thematisiert.
Mit Any Given Day wird es dann etwas härter. Sie machen Metalcore und sind wohl die lauteste Band im Line-Up. Technisch beherrschen die Musiker ihre Instrumente perfekt. Auch die Shouts und Growls sind gekonnt gesetzt bei Any Given Day, die mit ihrer Anfahrt aus Gelsenkirchen eine sehr kurze Strecke bis zum Flughafen Paderborn/Lippstadt haben.
Als Late Night Act beehren JBO das erste Rockair Festival. Sie gelten als eine der besten Live-Bands Deutschlands. Viele ihrer Songs bauen sie auf der Musik anderer bekannter Lieder auf und verpassen ihnen einen neuen humorvollen und manchmal auch leicht unter die Gürtellinie gehenden Text. Damit haben JBO schwarzen Humor so richtig salonfähig gemacht. Im selben Stil, in dem sie anderer Musiker Songs covern, schreiben sie aber auch ihre eigenen. Und somit dürfen JBO schon auf einen stolzen Backkatalog von 10 Alben zurück blicken.
Bevor mit JBO der Late Night Act auf die Bühne geht bittet aber erst noch der Headliner zum Tanz. Hierfür konnten die Guano Apes verpflichtet werden. Die Band ist nach einer mehrjährigen Bandpause nun wieder voll auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Hits, wie "Lords of the Boards", ihr "Big in Japan"-Cover oder die Debütsingle "Open Your Eyes" klingen bis heute nach und dürfen auf keiner Alternative-Party fehlen. Nach ihrer Reunion ist mit "Oh What A Night" dann ein weiterer Hit der Band entstanden, die ab diesem Zeitpunkt wieder voll da war und bis dato wieder zahlreiche Auftritte unter anderem bei Rock am Ring und Rock im Park gespielt hat.

Das Debüt-Line-Up vom Rockair Festival speist sich aus einem sehr starken Billing, gepaart mit einer Location, die sich ideal für ein Festival, jetzt als Ein-Tages-Festival, später vielleicht auch als Mehrtages-Festival, eignet. Schon das Area 4 hat bewiesen, dass Festivals auf Flugplätzen durchaus einen sehr tollen Charme haben können.
Wir freuen uns bereits darauf ein neues Festival in unserer Region zu haben und wünschen den Veranstaltern viel Erfolg, auf dass es dieses Mal ewig hält.

Und hier sind nun die Hardfacts:
Wann: Donnerstag, 19. Mai 2016, 17 Uhr
Wo: Flughafen Paderborn/Lippstadt
Tickets: ab 34,30 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Weitere Infos zum Festival auf rockair-festival.de

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