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Datum: 27.12.2012

2012

Ein Jahresrückblick

Bad Oeynhausen (ml)    Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Mit den Jahresrückblicken haben wir bis nach dem angeblichen Weltuntergang gewartet. Wäre diese explodiert hätten wir die Arbeit nicht mehr gehabt. Die besten Fotos des Jahres 2012 wurden schon auf unserer Facebook-Seite prämiert, aber ein Jahr besteht für uns aus mehr als der Summe seiner Fotos. Konzerte wurden besucht und es hat sich auch einiges anderes getan.

2012 neigt sich dem Ende zu. Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins Jahr 2013. Foto: Marcel Linke

Früh waren wir wieder auf der Spur. Die Musikbranche schläft nicht. Die Feiertage des Jahreswechsels 2011/2012 haben wir zum Ausruhen genutzt, um uns Anfang Januar mit Prinz Pi im Forum Bielefeld zu vergnügen. Immer wieder beeindruckend ist im Januar auch "Jan Plewka singt Rio Reiser" im Rosenhof Osnabrück. Für 2013 hat er sich mit dem 25. Januar einen ganz späten Termin ausgesucht. Damit wäre das erste Konzert für uns im neuen Jahr gefunden.

Die Ärzte haben sich im Sommer für das Hurricane Festival angekündigt. Außerdem steht eine große Tour an. Ärzte-Bassist Rodrigo González zog es jedoch kurz vorher mit seiner Band Mas Shake in den Bunker Ulmenwall. Vergleicht man dieses Konzert mit denen seiner Kollegen Bela B. und Farin Urlaub ist da zwar weniger Punkrock drin, dafür umso mehr Klasse und Qualität.
So richtig gefreut haben wir uns im Februar dann aber auf die ZSK-Shows in Bochum und Hannover. Die Band ist zurück und was zu erst eine handvoll Reunion-Konzerte werden sollten wurde eine ausgedehnte Tour mit Festivalsommer und einem für 2013 angekündigten Album.
Ein rosa Schloss mit dicken roten Schleifen, einem pompösen Treppenaufgang und zwei Pferden davor schloss den Februar würdig ab. Wer jetzt glaubt wir sind Ende Februar in die Psychiatrie eingeliefert worden, irrt sich. Der Besuch dort ist zwar schon lange überfällig, dennoch ließen wir uns nicht einfangen und waren lieber beim Telekom Streetgig mit Casper.

Begeisternd war Anfang März dann auch die Show in der Westfallenhalle Dortmund von Rise Against. Vor einem nahezu ausverkauftem Haus haben sie zusammen mit Touche Amore und den Architects die Schallgrenze durchbrochen.
Ganz andere Grenzen haben Deichkind im Ringlokschuppen durchbrochen. Die Deichkind-Show dürfte weltweit einmalig sein mit Hüpfburgen, kostenlosem Alkohol und einem sich minimalistisch, aber ständig ändernden Bühnenbild aus Säulen. Ist der Laden dann groß genug, wie in der Volkswagenarena Braunschweig kommt noch ein rollendes Fass im Publikum dazu. Mit Deichkind sollte es 2012 nicht das letzte Zusammentreffen sein.
Etwas ruhiger ging es bei Kettcar zu. Eine tolle Band, die man gar nicht oft genug live sehen kann hat nach vier Jahren endlich wieder ein neues Album mitgebracht.
Laut wurde es dann wieder bei der Reunion-Tour von Zebrahead und Itchy Poopzkid. Beide Bands haben sich nicht aufgelöst waren aber vor etlichen Jahren schon zusammen unterwegs.
Überraschend war der Auftritt der Subways im Ringlokschuppen. Es hieß schon im Vorfeld, dass das Konzert nicht ausverkauft ist, dass der Gig dann aber zudem noch in der kleinen Halle stattfand, ließ uns an uns selbst zweifeln. So haben wir The Subways doch wesentlich größer eingeschätzt, durften sie doch 2011 sogar die Rheinkultur headlinen.

Wen wir, neben Deichkind, 2012 auch öfter treffen sollten, sind die Monsters of Liedermaching und "Das Pack", die Band von Pensen. Unermüdlich touren beide Bands schon seit Jahren durch Deutschland. Studioaufnahmen gibt es bei den Monsters nicht (bei Das Pack hingegen schon). Alles wird live eingespielt. Das erste Zusammentreffen 2012 kam dann im April in Soest. Dort haben sie neue Songs für ihr Album "Schnaps & Kekse" aufgenommen.
Mit dem Popsalon können wir dann unsere Festivalsaison eröffnen. Es spielen u.a. Alin Coen, Cro und Olli Schulz.
Kann einem Cro jedoch mittlerweile auf den Senkel gehen, tuen es die Broilers noch lange nicht. Obwohl insgesamt weniger beachtet im Radio und von den Medien ist ihr Aufstieg total irre. 2010 spielten sie noch auf der Clubstage von Rock am Ring und Rock im Park. 2011 folgten dann die ersten größeren Gigs. JKP übernahm das Management. 2012 kam dann eine Clubtour auf der wir sie im Rosenhof besuchten. Abgeschlossen haben sie ihr Jahr dann in ihrer Heimatstadt mit zwei ausverkauften Konzerten in der Philippshalle Düsseldorf.
Wo wir schon bei JKP sind, auch Funny van Dannen war auf Tour und gab zugleich eines der letzten Konzerte, die im JZ Kamp stattgefunden haben. Sehr schade, doch wir blicken auf eine jahrelange Liste mit guten Konzerten zurück, die im JZ Kamp gespielt wurden.
Der April ging für uns dann mit einer gehörigen Prise Punkrock zu Ende. Zu erst spielten Anti-Flag in der Kleinen Freiheit Osnabrück. Ein paar Tage später begaben wir uns auf unser erste Open Air-Konzert des Jahres. In Duisburg haben die Telekom Streetgigs ihr Punkrock Special stattfinden lassen mit Lagwagon, den Donots und einem der wenigen Konzerte, die Refused zu ihrer Reunion gegeben haben.

Alle Zeichen auf Festivalsaison sind dann im Mai gesetzt. Die Clubs und Hallen werden weniger betourt und auch wir bereiten uns vor. In Dortmund nehmen wir noch 1LIVE - Eine Nacht in Dortmund mit, bevor es uns dann Anfang Juni wieder zu Rock im Park zieht. Seit Jahren ist dieses Festival im Vorfeld ausverkauft. Rund 70.000 Besucher passen auf das Gelände.
Etwas kleiner geht es da schon mit dem AStA Sommerfestival in Paderborn zu, welches im strömenden Regen droht unterzugehen.
Für uns hat die Festivalsaison wieder voll begonnen. Eine Woche später finden wir uns beim Vainstream ein, treffen mit Refused und Lagwagon alte Bekannte wieder und dürfen die neuen Songs vom kommenden The Gaslight Anthem-Album "Handwritten" hören.

Bevor es auf unsere nächsten Open Air-Festivals geht finden im Juli auch noch vereinzelt Hallenkonzerte statt. Snow Patrol wärmen die Herzen in der Kölner Lanxess Arena. Nicht ganz in der Halle, aber in großen Zelten spielen Jupiter Jones und Young Rebel Set sowie Patti Smith.
Dennoch stehen die Open Airs im Vordergrund. In Belgien bietet das Les Ardentes mit Marilyn Manson, Morrissey und 50Cent eine bunte Mischung.
Was uns freut ist der Aufstieg des Serengeti Festivals. Erstmals findet es an drei Tagen und auf zwei Bühnen statt. Headliner sind Deichkind, Maximo Park und Kraftklub. Auch für 2013 hat man mit den Ankündigungen Seeed und Kettcar schon gut vorgelegt.
Auf dem Serengeti Festival sprachen wir mit Anti Flag über die bevorstehende Wahl in den USA und Pussy Riot.
Eine Woche später findet das Omas Teich Festival mit einem ebenso fulminanten Line-Up statt. Die Kaiser Chiefs sind hier der ungeschlagene Headliner. Ein paar Wochen später spielten sie in London auf der Abschlusszeremonie der olympischen Spiele. Zu unserem Schreck sollte das Omas Teich Festival 2012 fast das letzte Omas Teich sein. Leider wurden zu wenig Karten im Jahr 2012 verkauft, so dass eine Zukunft des Festivals fraglich war. Mit Creative Talent fand sich glücklicherweise vor wenigen Wochen ein Investor und somit konnte auch schon mit Jupiter Jones die erste Band bekannt gegeben werden und auch das Weihnachtsgeschäft mitgenommen werden.
Nicht so glücklich sah es für das Area 4-Festival aus, welches 2013 nicht mehr stattfinden wird.

Mit über 20.000 Besuchern und Bands, wie Sondaschule, Das Pack und Monsters of Liedermaching läutete im August der festivalkult! den Anfang vom Ende der Festivalsaison 2012 ein.
Wechselhaftes Wetter ließ die Stimmung jedoch nicht abbrechen. Die Besucher blieben standhaft und das, obwohl am ersten Tag die Technik kurzzeitig ausfiel.
Grandios war der Einstand eines neuen Ruhrpott-Festivals. Rock im Pott zog zigtausende Besucher in die Veltins Arena Gelsenkirchen. Mit den Red Hot Chilli Peppers und Placebo traten großartige Headliner auf.
Einen Tag später zog es uns aus dem Pott nach Hamburg auf die Trabrennbahn. Dort feierte das Grand Hotel van Cleef sein zehnjähriges Bestehen. Als besondere Sahnehäubchen spielten unter anderem die Hansen Band und Tomte in Urbesetzung.

Um wieder in die Clubsaison einzusteigen dauerte es etwas bei uns. Erst Ende September nahmen wir unsere ersten Konzerte mit. Nagel machte den Beginn und präsentierte seine neuen Songs im Gleis 22 in Münster.
Das Pack und die Monsters schlossen sich an.

Sind mit den Broilers und Cro neue Sterne am Pophimmel erschienen, sind die Konzerte der Kilians leider etwas kleiner als zuvor. Zu lange hat es gedauert bis das neue Album da war. Immerhin, der Kern der Fanbase ist geblieben und darauf lässt es sich gut aufbauen. Im Oktober spielten sie in Osnabrück.
Stabil halten sich Madsen. Den Skaters Palace in Münster kriegen sie locker ausverkauft.
Auch Billy Talent kriegen die Halle Münsterland gut gefüllt. Unklar ist jetzt aber, welches das bessere Konzert an diesem Abend in der Halle Münsterland war? Hatten Anti Flag oder Billy Talent den besseren Auftritt geliefert?
Spaß macht es übrigens auch immer wieder den Donots zuzuschauen. Das Capitol in Hannover ist brechend voll zum Auftritt der Ibbenbürener.

Auch Disco Ensemble machen Spaß. Unermüdlich flitzt Sänger Jussi Ylikoski eine Stunde lang über die kleine Bühne der Kleinen Freiheit.
Zum dritten Mal in diesem Jahr dürfen dann auch wieder Kettcar überzeugen. Tourauftakt der Herbsttour ist in Osnabrück (und nicht in Rostock).
Seltener nehmen wir dagegen Nada Surf mit. Sie sind nicht oft in Deutschland, meistens nur auf Festivals. Jedoch machen gerade ihre Clubshows großen Spaß.
Auch auf die Monsters of Liedermaching und auf Deichkind sind wir im November wieder getroffen.

Es ist Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir haben es nicht auf die MTV EMAs geschafft, sind dafür aber bei der 1LIVE Krone am roten Teppich, in der Halle und auf der Aftershow-Party dabei.
Wer nicht gewonnen hat, sind die Donots. So behalten sie zum Grand Münster Slam dann ihre Hosen an.
Ein letztes Konzert in diesem Jahr nehmen wir heute noch mit dem "Willkommen zu Hause"-Festival in Bielefeld mit. Casper, Prinz Pi, Slime und Rocky Votolato spielen dort. Wer keine Tickets bekommen hat, kann sich das Konzert auf EinsPlus im Fernsehen anschauen oder als Stream auf tape.tv.

Viel ist 2012 bei uns passiert und auch 2013 sieht nicht nach weniger Arbeit aus. Wir freuen uns auf das neue Jahr und wünschen euch einen guten Rutsch.