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Datum: 02.04.2012

JZ Kamp in Schwierigkeiten

Das Kulturkombinat sucht nach neuen Möglichkeiten

Bielefeld (ml)    Soeben erreichte uns über das Facebook-Profil der Ultimo Bielefeld folgende Pressemeldung des JZ Kamp, die wir wortwörtlich und unkommentiert hier wiedergeben wollen. Grob geht es darum, dass das JZ Kamp auf Grund von Beschwerden aus der Nachbarschaft ab Juli seine Arbeit in der jetzigen Form nicht mehr weiterführen kann. Es wird nach neuen Möglichkeiten und Räumlichkeiten gesucht um die bisherige Kulturarbeit fortführen zu können. Lest die Pressemeldung aber am besten selbst.

Leider müssen wir in dieser Nachricht mitteilen, dass wir in unserer jetzigen Form, nicht in
der Lage sind unsere Arbeit über den 30.06.2012 hinaus fortzuführen.
Zu den Gründen kommen wir später, erst wollen wir nach vorne schauen und Perspektiven
einfordern und erarbeiten. Zurzeit arbeiten wir an verschiedenen Lösungen, um vereinzelt
weiter in den Räumlichkeiten des JZ Kamp und/oder in anderen Lokalitäten zu veranstalten.
Da dies nur eine für alle Seiten unbefriedigende Übergangslösung sein kann, suchen wir aktiv
nach einer neuen Immobilie. Diese fordern wir ein, um unseren Auftrag der
Jugendkulturarbeit fortführen zu können, der in der Vergangenheit mehrfach (Konflikt um die
Räumlichkeiten des JZ Kamp) von der Politik begrüßt und als erhaltenswert eingestuft wurde.
Wir wollen diese Arbeit fortführen und Bielefeld einen wichtigen Teil seines politisch
unabhängigen Jugendkulturellen Angebots erhalten und dieses nach Möglichkeit sogar
erweitern.
Hierbei setzen wir auf unsere Erfahrung, unsere gute Vernetzung und unsere Kontakte in
Bielefeld und Umgebung, die durch die Geschichte unseres Vereins uns auch in der Zukunft
helfen werden, weiter Veranstaltungen auf einem hohen Niveau zu garantieren.
Die Gründe für die Beendigung unserer Arbeit in seiner jetzigen Form im JZ Kamp sind
vielfältig. Wie einige in den letzten Jahren vermutlich schon mitbekommen haben, gibt es
massiv Probleme mit unserer Nachbarschaft. In den letzten 10 Jahren konnten diese durch
diverse Einigungen und Einschränkungen in unserem Programm beruhigt werden. Da die
Beschwerden eine neue Qualität angenommen haben, ist die Bereitschaft der Stadt Bielefeld
uns in den Räumen des JZ Kamp weiter zu unterstützen, ausgeschöpft. Weiterhin gibt es
massiven Renovierungsbedarf mit entsprechend hohen Investitionen, um dort perspektivisch
überhaupt Veranstaltungen durchführen zu können. Diese Investitionen können von keiner
Seite erbracht werden.
Aufgrund dieser Einschränkungen und Kompromisse der letzten Jahre haben wir stark an
finanziellen Mitteln eingebüßt und sind an vielen Stellen an unsere Leistungsfähigkeit
gekommen. Wir haben uns programmatisch an vielen Stellen weit von dem entfernt, was wir
eigentlich bieten wollen. Außergewöhnliche Projekte konnten und können wir uns schlicht
nicht leisten. Die Motivation aller Beteiligten, ein Projekt wie das Kulturkombinat unter den
gegebenen Umständen fortzuführen, hat stark gelitten. Wir sind schlicht nicht in der Lage,
unser Programm weiter einzuschränken.
Wir wollen und fordern Subkultur in Bielefeld. Diese Arbeit verfolgen wir unabhängig und
ehrenamtlich seit über 10 Jahren. Wir möchten dies weiterführen.
Bedanken wollen wir uns bei all unseren Unterstützern der letzten Jahre und möchten diese
Zusammenarbeit an anderer Stelle und möglichst nahtlos fortführen. Helft uns an
Perspektiven zu arbeiten. Wir fordern neue Räume für das Kulturkombinat Kamp e.V. und
eine adäquate Übergangslösung.
Bielefeld, 02.04.2012
Kulturkombinat Kamp e.V.